Beziehungen

Homosexuelle Beziehungen sind absolut gleichwertig mit heterosexuellen

Der Schwerpunkt hier liegt auf dem Begriff „gleichwertig“. Homosexuelle und heterosexuelle Beziehungen sind nicht „gleichartig“. Wie in einer Ehe Sexualität ein Aspekt der Beziehung ist, so ist dies auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften der Fall. Auch hier glücken Beziehungen erst unter dem Aspekt des gegenseitigem Wohles. Es geht in beiden Fällen um das Sichbeistehen in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Eine konsequente Neubewertung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist auch deshalb zu fordern, damit sich die sogenannte Szene im homosexuellen Milieu verändern kann, die sich nicht zuletzt aufgrund großer Anonymität verantwortungslos verhält. Alle neueren Erkenntnisse in den Humanwissenschaften müssen wir innerkirchlich wirklich ernsthaft zur Kenntnis nehmen und daraus Konsequenzen ziehen.

Wenn Jugendliche spüren, dass sie homosexuell sein könnten, dann brauchen sie den Schutz des Vertrauens. Weder sie selbst noch die Eltern sollten sich der quälenden Frage aussetzen: Was habe ich, was haben wir falsch gemacht? Gefragt sind in einer solchen Entdeckungssituation Offenheit und Wohlwollen.

Gottes Varianten sind vielfältig. In den Schriften der Bibel finden wir zeitbezogene ablehnende Aussagen dazu, die sich vor dem Hintergrund unserer Erkenntnisse über den Menschen und seine Entwicklung relativieren und auflösen (vgl. etwa Röm 1,26 f.).

Albert Bauernfeind in Liebet einander…
Jugend-Kirche-Sexualität.