Die Kirchen und ihre Tabus

Die Verweigerung der Moderne

Die Kirchen und ihre TabusNeues religiöses Interesse und die Unfähigkeit der Kirchen zu zeitgemässen Antworten

Ursachen und Folgen der Unfähigkeit zum Dialog · Kritik der gegenwärtigen Verfassung von Theologie und Kirchen · Zukunftsweisende Ansätze

Die Kirchen haben unverkennbar einen deutlichen Modernitätsrückstand. Sie haben die kritischen Fragestellungen, die seit der Aufklärung aufgekommen sind, ignoriert. Während die katholische Kirche seit jeher eine Abwehrstellung einnahm, ging auf evangelischer Seite ein konstruktiver Umgang mit ihr verloren. Dies geschah, als die dialektische Theologie Karl Barths im 20. Jahrhundert gegenüber der Liberalen Theologie die Oberhand gewann. Kritisch-konstruktive Anfragen an Theologie und Kirche blieben ohne Echo. Unter der Maxime, dass die Theologie Offenbarungswissenschaft sei, ist ihre Gesprächsfähigkeit auf der Strecke geblieben. Kirche und Theologie muten auf diese Weise den Christen zu in zwei Welten zu leben. Herbert Koch greift sechs kirchliche Tabuthemen auf, an denen die Folgewirkungen ablesbar sind, und bedenkt zukunftsweisende Perspektiven. Dabei hat er beide grossen Kirchen im Blick, wobei notwendige Differenzierungen nicht unterbleiben.

Die Tabus der Kirchen: Gleichgültigkeit gegenüber dem Glaubensbekenntnis – Ignoranz gegenüber der Moderne – Reform des Gottesdienstes – Demokratie – Sexualität – Einheit der Christen

Titel: Die Kirchen und ihre Tabus
Die Verweigerung der Moderne
Autor_In: Herbert Koch
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Patmos Verlag, Düsseldorf 2006
Format: 230 Seiten
ISBN: 3-491724-98-8