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bento ist das junge Angebot von SPIEGEL ONLINE. bento zeigt, was 18- bis 30-Jährige wirklich interessiert, was uns betrifft und wie wir dazu stehen.

bento RSS News - bento – das junge Magazin vom SPIEGEL

  • Geinfluenct seist du
    von Hannah Doll am 26. März 2020 um 12:26

    Steffi und Ellen sind lesbische Pastorinnen – und Influencerinnen. Homosexualität und Kirche. Das passt für viele erstmal nicht zusammen. Steffi und Ellen Radtke wollen das ändern. Das lesbische Pastorinnen-Ehepaar lebt in Eime, einem kleinen Dorf bei Hildesheim. Steffi ist dort Pastorin. Ellen arbeitet für die Landeskirche Hannover. Manchmal halten sie die Gottesdienste in der Gemeinde zusammen.Christlich und queer – für die beiden ist das kein Widerspruch. Sie wollen zeigen, dass queeres Leben in der Kirche möglich ist und gleichzeitig hinterfragen, wie die Kirche mit dem Thema umgeht. Seit Anfang des Jahres laden sie dafür auf ihrem YouTube-Kanal "Anders Amen" Videos aus ihrem Alltag hoch. Darin sprechen sie über Schwangerschaft, den Konfirmationsunterricht oder Bibelzitate zum Thema Homosexualität. Unterstützt werden sie dabei vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen.Im Video oben seht ihr, wie sie mit Hasskommentaren umgehen, was in ihrem Studium über Homosexualität gelehrt wurde, und wie die neue Gemeinde auf das Paar reagiert hat.  Weiterlesen auf bento.de

  • Judoka Timo Cavelius: "Für Homophobie ist heute kein Platz mehr, auch nicht im Profisport"
    von Alex Baur am 22. Februar 2020 um 12:18

    Im Interview erzählt der Nationalmannschafts-Kämpfer, wieso sein Coming-out ihn noch stärker gemacht hat. Timo Cavelius ist 23 Jahre alt und steht in seiner Gewichtsklasse auf Platz 42 der Judo-Weltrangliste. Als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft fliegt er für Wettkämpfe und Trainingslager um die ganze Welt, noch dieses Jahr möchte er einen Nachrückplatz für die Olympischen Spiele ergattern. Timo ist ein Ausnahmetalent im Judo, aber auch eine Ausnahme im Umgang mit seiner Sexualität als Sportler: Vor vier Jahren hat er sich als schwul geoutet, ganz ohne Skandale oder größere Probleme. Wieso gilt der Spitzensport dann immer noch als homophob?  bento: Timo, vor unserem Treffen habe ich das Internet durchforstet: Ich habe einiges zu deinen sportlichen Erfolgen gefunden, aber fast nichts über dein Privatleben, geschweige denn dein Coming-out – woran liegt das?Timo Cavelius: Für mich stehen meine sportlichen Leistungen im Vordergrund. Wenn die Medien über mich berichten, dann in erster Linie über Medaillen, Erfolge oder Rückschläge. Eine bekannte deutsche Boulevardzeitung wollte tatsächlich mal eine große Story über meine Sexualität machen – aber weil ich keine traurige oder schockierende Geschichte über mein Coming-out erzählen kann, haben sie das Thema fallen gelassen.bento: Heißt das, du hattest einfach keine Probleme mit deinem Coming-out?Timo: Ich denke, ich habe emotional erst mal das Gleiche durchgemacht wie andere schwule Jungs in dem Alter auch. Als ich mit 13 Jahren gemerkt habe, dass ich mich viel mehr für andere Männer interessiere als für Frauen, habe ich es mir erst mal ewig nicht eingestanden und gedacht, das wäre nur eine Phase. Als ich dann mit 15 nach München ins "Haus der Athleten" gezogen bin, um mich auf den Sport zu konzentrieren, hatte ich in der Großstadt das erste Mal die Möglichkeit, mich auch mal mit Jungs zu treffen. Von da an war mir eigentlich klar, dass ich schwul bin. Ich hatte meine erste Beziehung und habe auch mit Freundinnen und meiner Familie angefangen darüber zu sprechen. Ich hatte es damals dann eigentlich schon als einen ganz normalen Teil von mir akzeptiert. Weiterlesen auf bento.de

  • LGBT-Rechte in Polen: "Ich könnte nicht einfach so auf ein Date mit einem Mann gehen"
    von Fabian Schmidt am 19. Februar 2020 um 12:02

    Als Sappho* vor zwei Jahren zum Studieren in die polnische Großstadt Lublin zog, lernte sie eine Stadt kennen, in der queere Menschen sichtbar waren – eine Stadt, in der sie sich zunächst wohlfühlte. Regenbogen-Accessoires gehörten ins alltägliche Bild auf der Straße, erzählt die 20-Jährige. Seit vergangenem Jahr habe sich das geändert. "Früher hatte ich meine Regenbogen-Tasche überall dabei. Heute trage ich sie fast gar nicht mehr, aus Angst vor Anfeindungen."Regelmäßig landet Polen, wenn es um LGBT-Rechte in Europa geht, auf einem der hintersten Ränge – was nicht zuletzt an der nationalkonservativen Regierungspartei PiS (Recht und Gerechtigkeit) liegt, die seit 2015 den Ministerpräsidenten stellt.Vergangenen April verabschiedete das Lubliner Regionalparlament eine Resolution gegen die "LGBT-Ideologie", vorangetrieben durch PiS. Drei weitere Regionen und zahlreiche Bezirke und Gemeinden zogen nach. Der ganze Südosten des Landes, und damit mehr als ein Viertel der Bevölkerung, lebt heute in Gebieten, die sich "LGBT-frei" erklärt haben. Weiterlesen auf bento.de

  • Kann man das Wort "Schwuchtel" auch nett meinen?
    von Matthias Kreienbrink am 23. Januar 2020 um 11:27

    Warum es problematisch ist, das Wort "queer" so häufig zu verwenden. Karin ist eine Lesbe. Hannes ist schwul. In der Schweiz wurde jetzt die Homo-Ehe eingeführt. Wenn wir auf Deutsch über Menschen reden, die nicht heterosexuell sind, hört sich das meistens nicht besonders freundlich an. Worte wie "schwul", "lesbisch" oder "homosexuell" klingen mindestens distanziert, sind oft negativ besetzt.Im Englischen ist das anders. Sissy, Butch, Dyke – früher wurden mit diesen Begriffen Nicht-Heterosexuelle abgewertet. Heute können sie im passenden Kontext sogar zärtlich sein. Dass jemand sich liebevoll "Schwuchtel" nennen lässt, kann man sich hingegen schlecht vorstellen. Deswegen greifen auch hierzulande viele Nicht-Heterosexuelle auf Begriffe aus dem englischen Sprachraum zurück. Gerade das Wort "queer" setzt sich immer mehr durch.Woran liegt es, dass die, sonst so wortreiche, deutsche Sprache in dieser Hinsicht so hart ist? Und ist "queer" wirklich die Lösung? Auch an dem harmlosen Begriff gibt es inzwischen Kritik.Dass sich im englischen Sprachraum Menschen freiwillig als "Fag", also Schwuchtel, bezeichnen, ist ein Ergebnis von szene-interner Selbstaneignung. "Dahinter steht, eine verletzende Zuweisung anzunehmen und zu bestärken – aber in einer radikalen Umwendung", sagt Jule Govrin. Sie ist Philosophin, die zu queerpolitischen Themen forscht. Die Schimpfwörter werden so also zu Worten, die die Beschimpften selbst nutzen, erklärt Jule. Wie schwer sich Menschen in Deutschland mit solchen Begriffe tun, erzählt Bambi Mercury. Bambi ist eine Dragqueen und bezeichnet sich selbst als schwul. Unter Freunden würde Schwuchtel durchaus schon mal genutzt, doch:  Weiterlesen auf bento.de

  • Janis McDavid lebt ohne Arme und Beine: "Wenn ich einen Typen treffe, habe ich das nicht im Hinterkopf"
    von Phuong Tran am 9. Januar 2020 um 17:18

    In Folge 4 unserer Videoreihe "Ungehindert" spricht Janis über Dating, Selbstliebe und die queere Szene. Janis McDavid hat ein Ziel: sich nicht von negativen Gedanken aufhalten lassen und sein Leben auskosten – mit Reisen, Partys, Dates. Weiterlesen auf bento.de

  • Queerer Coworking Space: "Bei uns kann man auch als Dragqueen auflaufen. Jeder, wie er mag"
    von Kristin Hermann am 26. November 2019 um 17:07

    Warum gibt es diese Bürogemeinschaft und was wollen die zwei Gründer erreichen? Die Motzstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg ist in der LGBTQ-Community über die Grenzen der Hauptstadt bekannt. Dort findet jeden Sommer das lesbisch-schwule Motzstraßenfest statt, etliche Lokale und Geschäfte unterstützen die Szene. Mittendrin hat vor einigen Wochen ein Coworking Space eröffnet. Davon gibt es in Berlin zwar einige, aber während andere Bürogemeinschaften auf Goodies wie Gratis-Getränke oder Yoga-Klassen setzen, geht es bei "Darna" um einen sicheren Arbeitsplatz für die queere Community. Das sagen zumindest die Gründer. Darna heißt auf Altarabisch so viel wie "Unser Zuhause". So versteht der 28-jährige Sharif Altwal auch den Platz, den er zusammen mit seinem Freund Alexander Prill für die Mitglieder geschaffen hat.Auf den ersten Blick ist das Vorhaben der beiden gelungen. Wer die 150-Quadratmeter große Altbauwohnung betritt, bekommt Hausschuhe mit dem Logo der Firma überreicht. Im Coworking Space herrscht eher Wohnzimmer- als Bürofeeling: Jedes Möbelstück ist aufeinander abgestimmt, indirektes Licht, viele Pflanzen. Die Gründer haben aufwendig renoviert, zum Teil mithilfe der ortsansässigen Community. An den Wänden hängen Bilder, die die Künstlerin Hala Twal aus Jordanien, dem Heimatland von Sharif Altwal, in den vergangenen Wochen angefertigt hat. Ein Kontrast zur glänzenden, perfekten Einrichtung: Auf den Bildern geht es um Diskriminierung, Unterdrückung und den Wunsch, sich selbst ausleben zu dürfen.  Weiterlesen auf bento.de

  • So kommt Heidi Klums neue Drag-Show in der Szene an
    von Niklas van Schwarzdorn am 15. November 2019 um 17:20

    Ein Gastbeitrag von Drag-Künstler Niklas van Schwarzdorn Der Instagram-Post, der alles ins Rollen brachte, war schlicht: Eine für ihre Verhältnisse dezent geschminkte Heidi Klum im schwarzen Dress, dazu die knappe Info: "Die neue Show – Queen of Drags – ab Winter". Eine glattgebügelte, blonde Heterofrau soll eine Show moderieren, die queere Kultur, Vielfältigkeit und vor allem auch Sichtbarkeit von Minderheiten repräsentieren soll? "Heidi Klum als die Jurorin eines Drag-Wettbewerbs kommt ähnlich rüber, als wenn Herr Gauland das Berghain leiten würde", schrieb ich damals. (Vice)  Weiterlesen auf bento.de

  • Penis, Pool, "Prince Charming" - der "schwule Bachelor" hätte so viel mehr sein müssen
    von Alex Baur am 9. November 2019 um 16:01

    Trash unter dem Deckmantel der queeren Solidarität Ich gebe zu, als der Trash-Sender RTL groß ankündigte, mit einer schwulen Version des "Bachelors" sein Angebot auf TVNOW zu erweitern, keimte in mir eine kleine Hoffnung auf: 21 schwule Männer! Auf einem Bildschirm! Die mit Dates und Gesprächen ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe und Beziehung zeigen können, die unterhalten können – und ganz nebenbei repräsentieren. Zumal diese Form des Bachelors auch gleich eine andere Revolution des Formates bedeutet: Hier steht jeder potentiell auf jeden. Anstatt nur einen Mann anzubeten, könnten die Kandidaten in der griechischen Villa auch ihren Mitstreitern die große Liebe gestehen. (Spoiler: Gleich in der ersten Nacht kuscheln zwei Konkurrenten nackt, bis zum ersten Penis muss man also nicht mal eine ganze Folge warten.)Mit dem neuen Format hat Deutschlands größter Privatsender also die riesige Chance, schwule Liebe auf alle möglichen Arten zu zeigen. Weiterlesen auf bento.de

  • Was macht eigentlich eine Diversity Managerin?
    von Korinna Kurze am 3. November 2019 um 16:17

    Lisa erklärt, wie ihr Alltag aussieht. Lisa Waloschik, 32, arbeitet als Diversity Managerin in einem großen internationalen Handelsunternehmen.bento: Lisa, was sagen deine Eltern zu deinem Beruf?Lisa Waloschik: Als ich meinen Eltern die traditionellen Begriffe genannt habe, machte das meinen Job für sie verständlicher: Schon früher gab es Frauen-, Gleichstellungs- oder Inklusionsbeauftragte. Als Diversity Managerin vereine ich das alles in einer Person. bento: Und was machst du genau?Lisa: Ich arbeite in der Personalabteilung eines großen internationalen Handelsunternehmens. Ich schaue mir an, wer eigentlich bei uns arbeitet, und ob unsere Mitarbeiter*innen alle ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Ein paar Beispiele: Ich frage mich: Kommen Rollstuhlfahrer*innen im Unternehmen überall hin? Wenn nicht: Können wir Türöffner installieren? Die helfen Menschen mit Behinderung, aber auch Besuchern mit Kinderwagen.Außerdem schaue ich, welche Ethnien bei uns im Haus vertreten sind. Sie bringen Sprach- und Kulturkenntnisse mit, die uns bei der Erschließung neuer Märkte helfen könnten.Und dann kümmere ich mich um die Anliegen von Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen: Ich bin selbst homosexuell, darum betrifft mich das auch direkt. Die Marketingabteilung könnte zum Beispiel diese Mitarbeiter*innen fragen, wie sie in Kampagnen angesprochen werden wollen.  Weiterlesen auf bento.de

  • "Ich dachte, der Teufel will mich schwul machen": Micha wollte sich von seiner Homosexualität heilen lassen
    von Alex Baur am 23. Oktober 2019 um 13:19

    Es begann ein 14 Jahre langer Kampf. Ich treffe Micha in einem Park in der Stuttgarter Innenstadt. Seit fast einem Jahr habe ich mit dem 31-jährigen Erzieher Kontakt. Lange habe ich nach Menschen gesucht, die bereit sind, mit mir über Homosexualität und Glauben zu reden. Nach einigen Gesprächen mit Vereinen, die sich für die Opfer von Konversionstherapien einsetzen, meldete sich Micha bei mir. 14 Jahre lang hat er aufgrund seines Glaubens gegen seine Homosexualität gekämpft und sich mehreren Therapien unterzogen. Nun erzählt er mir seine Geschichte.Als ich 14 Jahre alt war, konnte ich es nicht nachempfinden, wenn meine Mitschüler ein Mädchen interessant fanden. Ich dachte immer, dass ich einfach länger brauche, um mich sexuell zu entwickeln. Aber ich habe Frauen nie als sexuell anziehend empfunden.Für mich war das ein riesiges Problem. Meine Eltern haben mich freikirchlich-evangelikal erzogen. Unser Glaube war sehr bibeltreu orientiert. Mir war klar: Ich möchte mein Leben nach dem Willen Gottes gestalten – da hatte Homosexualität keinen Platz. In meinem Kopf hatte Gott immer einen Plan für mich.Mein Schwulsein habe ich als Prüfung gesehen: als das Kreuz, das ich zu tragen habe. Für mich war es der Satan, der mir homosexuelle Gedanken in den Kopf setzt, um diesen Plan zu sabotieren.Ich habe versucht, gegen meine Sexualität anzukämpfen, bin aber immer mehr verzweifelt. Weiterlesen auf bento.de

  • Warum gebe ich nicht einfach zu, dass ich schwul bin?
    von Matthias Kreienbrink am 19. Oktober 2019 um 14:42

    Eigentlich lebt unser Autor offen queer. Eigentlich. Es war zuletzt bei der Schlüsselübergabe. Ich war happy und erleichtert, nach langer Suche endlich eine neue Wohnung in Berlin gefunden zu haben. Doch dann fragte meine Vermieterin beim Blick auf den Ring an meinem Finger: "Zieht Ihre Verlobte hier auch ein?" Ich hätte sagen können, dass ich keine Verlobte habe, weil ich nicht auf Frauen stehe. Dass ich gerade auch keinen Freund habe. Es wäre ein kurzer Hinweis darauf gewesen, dass ich queer bin. Stattdessen verkürzte ich:  Weiterlesen auf bento.de

  • CSD und dann? So unterstützt du queere Menschen auch im Alltag
    von Sebastian Maas am 3. August 2019 um 7:43

    Wir haben darüber mit Spice Girl Mel C gesprochen Der Berliner Christopher Street Day feierte 2019 einen legendären Besucherrekord, mit mehr als einer Million Partygästen. Aus der ursprünglichen Demo ist ein großes Volksfest geworden: Homos, Heteros und alle dazwischen tanzten gemeinsam bunt angemalt durch die Straßen (SPIEGEL ONLINE). Gleichzeitig ist die Chefin der größten deutschen Partei eine Frau, die in der Ehe für alle eine Gefahr für den Zusammenhalt der Gesellschaft sieht und offen über Intersexuelle lacht. Die stärkste Oppositionspartei im Bundestag tut ihr Bestes, um queere Menschen zu diskriminieren (queer). Wie passt das zusammen?Es gibt leider in jeder Gesellschaft Gruppen, die aus irgendeinem Grund von der Mehrheit ausgegrenzt werden: Wegen der Hautfarbe, der Religion, des Geschlechts. Laut der Dalia-Studie von 2016 beschreiben sich etwa sechs Prozent der Menschen in Europa als queer. Laut Deutschem Jugendinstitut ist es unter jungen Menschen hierzulande sogar jeder zehnte. (Bild) In jeder Gesellschaft gibt es Mehrheiten, die sich selbst als "normal" empfinden. Die meinen, alles, was vermeintlich "anders" ist, behandeln zu dürfen, als sei es "unnormal". 50 Prozent der queeren jungen Menschen berichten daher schon in ihrer Schulzeit von Beschimpfungen und Anfeindungen, 80 Prozent werden merklich diskriminiert, etwa durch Ausgrenzung oder Andersbehandlung. Sich dagegen zu wehren, ist oft gefährlich. Vor allem, wenn man allein ist. (DJI)  Weiterlesen auf bento.de

  • Das Jobtrio erklärt: Wie kann ich offen queer sein, ohne ständig darauf reduziert zu werden?
    von Jan Petter am 9. Juli 2019 um 14:12

    Heterosexuelle Kolleginnen und Kollegen erzählen bei der Arbeit wie selbstverständlich von ihren missratenen Dates, romantischen Ausflügen zu zweit oder dem bevorstehenden Pärchen-Urlaub. Queere Menschen zögern oft: Oute ich mich am Arbeitsplatz? Oder lasse ich es lieber sein?Tatsächlich verschweigen viele queere Menschen bis heute ihre Identität im Job: In einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von 2017 waren es etwa ein Drittel der befragten Lesben und Schwulen und mehr als die Hälfte der trans- und bisexuellen Befragten. Kein Wunder: Drei von vier Teilnehmenden der Studie gaben an, im Job bereits Diskriminierung erlebt zu haben. Offen queer bei der Arbeit? Das ist noch immer eine Grundsatzentscheidung.Wer im Büro oder der Werkstatt mit der eigenen Identität offen umgeht, muss leider immer noch mit unangenehmen Nachfragen und Kommentaren rechnen."Wer ist bei euch denn die Frau?""Schminkst du dich als Lesbe eigentlich?""Triffst du dich privat eigentlich nur mit Leuten, die auch so sind?"Oft ist es vielleicht nicht einmal böse gemeint, überschreitet aber dennoch eine persönliche Grenze. Wie kann man damit umgehen? Das Jobtrio sucht Antworten. Weiterlesen auf bento.de

  • Lilits Rede vor dem armenischen Parlament ging um die Welt – seitdem fürchtet sie um ihr Leben
    von Eva Marie Stegmann am 3. Juli 2019 um 15:19

    Mit einer Rede im armenischen Parlament löste Lilit Martirosya, 28, einen Skandal aus. Ihre Geschichte ging um die Welt, sie bekam Morddrohungen – heute ist sie untergetaucht und lebt versteckt in der armenischen Hauptstadt Yerevan. Lilit ist trans, war mal Sexarbeiterin und führt eine kleine NGO, die sich für Prostituierte und LGBTQ einsetzt. Wir haben Lilit besucht – und uns ihre Geschichte erzählen lassen. Lilit betet. Es ist der Morgen des 5. Aprils, der letzte Tag ihres alten Lebens. Lilit steht vor Jesus, der als stilisierte, gütig dreinblickende Ikone neben ihrem Bett hängt. Für das, was sie im Begriff ist zu tun, braucht sie Kraft. Sicherheit. Doch sie zweifelt: Weiterlesen auf bento.de

  • Ob queer oder nicht: Die schönste Erkenntnis zum Pride-Monat findet sich in Taylor Swifts LGBT-Video
    von Hanna Zobel am 18. Juni 2019 um 16:17

    In dem Musikvideo zu Taylor Swifts neuem Song "You Need To Calm Down" sieht man die Sängerin Seite an Seite mit ihrer einstigen Erzfeindin Katy Perry und umgeben von etlichen queeren Promis: von den "Queer Eye"-Fab-Five bis zu Talkshow-Host Ellen DeGeneres und Dragqueen RuPaul. Sie alle tanzen durch eine kunterbunte Sommerwelt, mit Glitzer, rosa Drinks und extra viel Make-up. Dazu singt Swift Lyrics wie "shade never made anybody less gay" – "Beleidigungen haben noch nie jemanden weniger schwul/lesbisch gemacht".  Weiterlesen auf bento.de

  • Wie Jens Spahn künftig Ärzten und Priestern verbieten will, Homosexuelle zu "heilen"
    von Marc Röhlig am 12. Juni 2019 um 9:31

    Die Sache ist eigentlich eindeutig: Homosexualität ist keine Krankheit – und muss deshalb auch nicht therapiert werden. Ärztinnen, Psychotherapeuten und Wissenschaftlerinnen sind sich in dieser Frage einig, die Weltgesundheitsorganisation auch. (Tagesschau)Trotzdem gibt es in Deutschland Umerziehungsangebote für Schwule und Lesben, "Konversionstherapie" genannt, Kirchenvertreter bieten sie an, Esoteriker, Ärzte und Psychotherapeutinnen. Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung geht in Deutschland von etwa 1000 Fällen pro Jahr aus. (Deutschlandfunk)Nun will Gesundheitsminister Jens Spahn diese "Konversionstherapien" gesetzlich verbieten lassen.Am Dienstag hatte Jens Spahn zwei Gutachten vorgestellt, die belegen sollen, dass ein Verbot der "Konversionstherapien" nicht nur medizinisch geboten sei – sondern auch verfassungsrechtlich. Der Tenor: Die angebotenen Umerziehungen verstoßen gegen die Menschenwürde. Die "Umpolungsversuche" sind medizinisch wirkungslos. Im Gegensatz können sie aber schwere psychische Schäden bei Betroffenen verursachen.Spahn betonte, Homosexuelle müssten stärker vor Diskriminierung und Stigmatisierung geschützt werden. Er hofft nun in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium auf ein rasches Verbot der Pseudotherapien bis Ende 2019. Weiterlesen auf bento.de

  • Linus hat gegen das neue Transsexuellengesetz gekämpft – die Regierung knickt vorerst ein
    von Marc Röhlig am 16. Mai 2019 um 15:36

    In Deutschland können Transpersonen immer noch nicht selbst über ihren Körper bestimmen. Ob und wie sie eine Geschlechtsangleichung vornehmen dürfen, regelt seit 1981 das sogenannte Transsexuellengesetz (TSG). Darin steht unter anderem eine Altersgrenze für operative Eingriffe und Regeln, wann jemand seinen Namen ändern darf. Auch unterscheidet das Gesetz nur zwischen Mann und Frau. Betroffene und Verbände kritisierten das TSG lange als veraltet und ungenau – die Bundesregierung blieb dennoch jahrelang untätig. Nun sollte plötzlich eine Neuerung her: Horst Seehofers Innenministerium und Katarina Barleys Justizministerium hatten sich auf ein Update geeinigt. Doch jetzt wurde die Umsetzung des Transsexuellengesetzes ausgesetzt – wohl auch, weil Betroffene in den vergangenen Tagen Lärm gegen den Entwurf gemacht haben.Einer, der sich besonders stark engagierte, ist Linus Giese. Linus schreibt auf seinem Blog Buzzaldrins Bücher über Literatur, die ihm besonders wichtig ist – aber auch über sein Leben als trans Mann. Zum geplanten Gesetz sagt er zu bento: Weiterlesen auf bento.de

  • "Nächste Kategorie: Sex Sirenen" – Was auf einem Abend der deutschen Voguing-Szene abgeht
    von Lisa-Marie Eckardt am 17. April 2019 um 9:42

    "Show us your face! Show us your beautiful smile! Show us your flawless skin!" Es ist es heiß. Samantha, 21, steht der Schweiß schon auf der Stirn. In rosa Body und Netzstrumpfhose sitzt sie neben dem DJ-Pult und föhnt sich mit einem Mini-Ventilator das mit Strass-Steinen beklebte Gesicht. "Ich bin noch neu hier und super aufgeregt", sagt sie und streicht sich eine Strähne ihrer blonden Perücke aus den Augen. Es ist Samanthas erster Voguing-Auftritt. Weiterlesen auf bento.de

  • In einer lesbischen Beziehung gibt es keinen "Mann"!
    von Hannah Doll am 21. März 2019 um 15:04

    Früher oder später werden viele lesbische Paare von Freunden oder Bekannten gefragt, wer denn in ihrer Beziehung "der Mann ist". Dass es biologisch gesehen bei zwei Frauen natürlich keinen Mann gibt, wissen die Fragenden vermutlich. Wonach sie also eigentlich fragen: nach der Rollenverteilung in der Beziehung.  Weiterlesen auf bento.de

  • "Wenn wir streiken, steht die Welt still" - wie Desiree am Frauentag für mehr Gerechtigkeit kämpft
    von Jannis Große am 8. März 2019 um 16:01

    Wir haben sie beim Frauenstreik in Hamburg begleitet. "Küche, Ehe, Vaterland? Unsere Antwort: Widerstand!" Noch sind es ein paar Hundert Frauen, die auf dem Hamburger Rathausmarkt ihre Stimme erheben, klatschen, pfeifen, ihre Fahnen schwenken, lila Stoffquadrate mit der Aufschrift "F*STRK" – der Abkürzung für "Frauen*streik". Doch im Laufe des Freitags soll die Kundgebung wachsen, die Veranstalterinnen gehen von mehr als 5000 Teilnehmerinnen aus. Jedes Jahr demonstrieren am Weltfrauentag weltweit Menschen für die Gleichberechtigung von Frauen und allen anderen Geschlechtern. Auch in Deutschland gewinnt der Tag an Bedeutung: In Berlin ist der 8. März seit diesem Jahr ein Feiertag – zum ersten Mal seit 1994 wird an diesem Tag in Deutschland gestreikt. Und das, obwohl in Deutschland ein politischer Streik als verboten gilt. Weiterlesen auf bento.de

Queere Gemeinde für alle