Feed: bento queer

bento ist das junge Angebot von SPIEGEL ONLINE. bento zeigt, was 18- bis 30-Jährige wirklich interessiert, was uns betrifft und wie wir dazu stehen.

bento RSS News - bento – das junge Magazin vom SPIEGEL

  • Queerer Coworking Space: "Bei uns kann man auch als Dragqueen auflaufen. Jeder, wie er mag"
    von Kristin Hermann am 26. November 2019 um 17:07

    Warum gibt es diese Bürogemeinschaft und was wollen die zwei Gründer erreichen? Die Motzstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg ist in der LGBTQ-Community über die Grenzen der Hauptstadt bekannt. Dort findet jeden Sommer das lesbisch-schwule Motzstraßenfest statt, etliche Lokale und Geschäfte unterstützen die Szene. Mittendrin hat vor einigen Wochen ein Coworking Space eröffnet. Davon gibt es in Berlin zwar einige, aber während andere Bürogemeinschaften auf Goodies wie Gratis-Getränke oder Yoga-Klassen setzen, geht es bei "Darna" um einen sicheren Arbeitsplatz für die queere Community. Das sagen zumindest die Gründer. Darna heißt auf Altarabisch so viel wie "Unser Zuhause". So versteht der 28-jährige Sharif Altwal auch den Platz, den er zusammen mit seinem Freund Alexander Prill für die Mitglieder geschaffen hat.Auf den ersten Blick ist das Vorhaben der beiden gelungen. Wer die 150-Quadratmeter große Altbauwohnung betritt, bekommt Hausschuhe mit dem Logo der Firma überreicht. Im Coworking Space herrscht eher Wohnzimmer- als Bürofeeling: Jedes Möbelstück ist aufeinander abgestimmt, indirektes Licht, viele Pflanzen. Die Gründer haben aufwendig renoviert, zum Teil mithilfe der ortsansässigen Community. An den Wänden hängen Bilder, die die Künstlerin Hala Twal aus Jordanien, dem Heimatland von Sharif Altwal, in den vergangenen Wochen angefertigt hat. Ein Kontrast zur glänzenden, perfekten Einrichtung: Auf den Bildern geht es um Diskriminierung, Unterdrückung und den Wunsch, sich selbst ausleben zu dürfen.  Weiterlesen auf bento.de

  • So kommt Heidi Klums neue Drag-Show in der Szene an
    von Niklas van Schwarzdorn am 15. November 2019 um 17:20

    Ein Gastbeitrag von Drag-Künstler Niklas van Schwarzdorn Der Instagram-Post, der alles ins Rollen brachte, war schlicht: Eine für ihre Verhältnisse dezent geschminkte Heidi Klum im schwarzen Dress, dazu die knappe Info: "Die neue Show – Queen of Drags – ab Winter". Eine glattgebügelte, blonde Heterofrau soll eine Show moderieren, die queere Kultur, Vielfältigkeit und vor allem auch Sichtbarkeit von Minderheiten repräsentieren soll? "Heidi Klum als die Jurorin eines Drag-Wettbewerbs kommt ähnlich rüber, als wenn Herr Gauland das Berghain leiten würde", schrieb ich damals. (Vice)  Weiterlesen auf bento.de

  • Penis, Pool, "Prince Charming" - der "schwule Bachelor" hätte so viel mehr sein müssen
    von Alex Baur am 9. November 2019 um 16:01

    Trash unter dem Deckmantel der queeren Solidarität Ich gebe zu, als der Trash-Sender RTL groß ankündigte, mit einer schwulen Version des "Bachelors" sein Angebot auf TVNOW zu erweitern, keimte in mir eine kleine Hoffnung auf: 21 schwule Männer! Auf einem Bildschirm! Die mit Dates und Gesprächen ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe und Beziehung zeigen können, die unterhalten können – und ganz nebenbei repräsentieren. Zumal diese Form des Bachelors auch gleich eine andere Revolution des Formates bedeutet: Hier steht jeder potentiell auf jeden. Anstatt nur einen Mann anzubeten, könnten die Kandidaten in der griechischen Villa auch ihren Mitstreitern die große Liebe gestehen. (Spoiler: Gleich in der ersten Nacht kuscheln zwei Konkurrenten nackt, bis zum ersten Penis muss man also nicht mal eine ganze Folge warten.)Mit dem neuen Format hat Deutschlands größter Privatsender also die riesige Chance, schwule Liebe auf alle möglichen Arten zu zeigen. Weiterlesen auf bento.de

  • Was macht eigentlich eine Diversity Managerin?
    von Korinna Kurze am 3. November 2019 um 16:17

    Lisa erklärt, wie ihr Alltag aussieht. Lisa Waloschik, 32, arbeitet als Diversity Managerin in einem großen internationalen Handelsunternehmen.bento: Lisa, was sagen deine Eltern zu deinem Beruf?Lisa Waloschik: Als ich meinen Eltern die traditionellen Begriffe genannt habe, machte das meinen Job für sie verständlicher: Schon früher gab es Frauen-, Gleichstellungs- oder Inklusionsbeauftragte. Als Diversity Managerin vereine ich das alles in einer Person. bento: Und was machst du genau?Lisa: Ich arbeite in der Personalabteilung eines großen internationalen Handelsunternehmens. Ich schaue mir an, wer eigentlich bei uns arbeitet, und ob unsere Mitarbeiter*innen alle ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Ein paar Beispiele: Ich frage mich: Kommen Rollstuhlfahrer*innen im Unternehmen überall hin? Wenn nicht: Können wir Türöffner installieren? Die helfen Menschen mit Behinderung, aber auch Besuchern mit Kinderwagen.Außerdem schaue ich, welche Ethnien bei uns im Haus vertreten sind. Sie bringen Sprach- und Kulturkenntnisse mit, die uns bei der Erschließung neuer Märkte helfen könnten.Und dann kümmere ich mich um die Anliegen von Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen: Ich bin selbst homosexuell, darum betrifft mich das auch direkt. Die Marketingabteilung könnte zum Beispiel diese Mitarbeiter*innen fragen, wie sie in Kampagnen angesprochen werden wollen.  Weiterlesen auf bento.de

  • "Ich dachte, der Teufel will mich schwul machen": Micha wollte sich von seiner Homosexualität heilen lassen
    von Alex Baur am 23. Oktober 2019 um 13:19

    Es begann ein 14 Jahre langer Kampf. Ich treffe Micha in einem Park in der Stuttgarter Innenstadt. Seit fast einem Jahr habe ich mit dem 31-jährigen Erzieher Kontakt. Lange habe ich nach Menschen gesucht, die bereit sind, mit mir über Homosexualität und Glauben zu reden. Nach einigen Gesprächen mit Vereinen, die sich für die Opfer von Konversionstherapien einsetzen, meldete sich Micha bei mir. 14 Jahre lang hat er aufgrund seines Glaubens gegen seine Homosexualität gekämpft und sich mehreren Therapien unterzogen. Nun erzählt er mir seine Geschichte.Als ich 14 Jahre alt war, konnte ich es nicht nachempfinden, wenn meine Mitschüler ein Mädchen interessant fanden. Ich dachte immer, dass ich einfach länger brauche, um mich sexuell zu entwickeln. Aber ich habe Frauen nie als sexuell anziehend empfunden.Für mich war das ein riesiges Problem. Meine Eltern haben mich freikirchlich-evangelikal erzogen. Unser Glaube war sehr bibeltreu orientiert. Mir war klar: Ich möchte mein Leben nach dem Willen Gottes gestalten – da hatte Homosexualität keinen Platz. In meinem Kopf hatte Gott immer einen Plan für mich.Mein Schwulsein habe ich als Prüfung gesehen: als das Kreuz, das ich zu tragen habe. Für mich war es der Satan, der mir homosexuelle Gedanken in den Kopf setzt, um diesen Plan zu sabotieren.Ich habe versucht, gegen meine Sexualität anzukämpfen, bin aber immer mehr verzweifelt. Weiterlesen auf bento.de

  • Warum gebe ich nicht einfach zu, dass ich schwul bin?
    von Matthias Kreienbrink am 19. Oktober 2019 um 14:42

    Eigentlich lebt unser Autor offen queer. Eigentlich. Es war zuletzt bei der Schlüsselübergabe. Ich war happy und erleichtert, nach langer Suche endlich eine neue Wohnung in Berlin gefunden zu haben. Doch dann fragte meine Vermieterin beim Blick auf den Ring an meinem Finger: "Zieht Ihre Verlobte hier auch ein?" Ich hätte sagen können, dass ich keine Verlobte habe, weil ich nicht auf Frauen stehe. Dass ich gerade auch keinen Freund habe. Es wäre ein kurzer Hinweis darauf gewesen, dass ich queer bin. Stattdessen verkürzte ich:  Weiterlesen auf bento.de

  • CSD und dann? So unterstützt du queere Menschen auch im Alltag
    von Sebastian Maas am 3. August 2019 um 7:43

    Wir haben darüber mit Spice Girl Mel C gesprochen Der Berliner Christopher Street Day feierte 2019 einen legendären Besucherrekord, mit mehr als einer Million Partygästen. Aus der ursprünglichen Demo ist ein großes Volksfest geworden: Homos, Heteros und alle dazwischen tanzten gemeinsam bunt angemalt durch die Straßen (SPIEGEL ONLINE). Gleichzeitig ist die Chefin der größten deutschen Partei eine Frau, die in der Ehe für alle eine Gefahr für den Zusammenhalt der Gesellschaft sieht und offen über Intersexuelle lacht. Die stärkste Oppositionspartei im Bundestag tut ihr Bestes, um queere Menschen zu diskriminieren (queer). Wie passt das zusammen?Es gibt leider in jeder Gesellschaft Gruppen, die aus irgendeinem Grund von der Mehrheit ausgegrenzt werden: Wegen der Hautfarbe, der Religion, des Geschlechts. Laut der Dalia-Studie von 2016 beschreiben sich etwa sechs Prozent der Menschen in Europa als queer. Laut Deutschem Jugendinstitut ist es unter jungen Menschen hierzulande sogar jeder zehnte. (Bild) In jeder Gesellschaft gibt es Mehrheiten, die sich selbst als "normal" empfinden. Die meinen, alles, was vermeintlich "anders" ist, behandeln zu dürfen, als sei es "unnormal". 50 Prozent der queeren jungen Menschen berichten daher schon in ihrer Schulzeit von Beschimpfungen und Anfeindungen, 80 Prozent werden merklich diskriminiert, etwa durch Ausgrenzung oder Andersbehandlung. Sich dagegen zu wehren, ist oft gefährlich. Vor allem, wenn man allein ist. (DJI)  Weiterlesen auf bento.de

  • Das Jobtrio erklärt: Wie kann ich offen queer sein, ohne ständig darauf reduziert zu werden?
    von Jan Petter am 9. Juli 2019 um 14:12

    Heterosexuelle Kolleginnen und Kollegen erzählen bei der Arbeit wie selbstverständlich von ihren missratenen Dates, romantischen Ausflügen zu zweit oder dem bevorstehenden Pärchen-Urlaub. Queere Menschen zögern oft: Oute ich mich am Arbeitsplatz? Oder lasse ich es lieber sein?Tatsächlich verschweigen viele queere Menschen bis heute ihre Identität im Job: In einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von 2017 waren es etwa ein Drittel der befragten Lesben und Schwulen und mehr als die Hälfte der trans- und bisexuellen Befragten. Kein Wunder: Drei von vier Teilnehmenden der Studie gaben an, im Job bereits Diskriminierung erlebt zu haben. Offen queer bei der Arbeit? Das ist noch immer eine Grundsatzentscheidung.Wer im Büro oder der Werkstatt mit der eigenen Identität offen umgeht, muss leider immer noch mit unangenehmen Nachfragen und Kommentaren rechnen."Wer ist bei euch denn die Frau?""Schminkst du dich als Lesbe eigentlich?""Triffst du dich privat eigentlich nur mit Leuten, die auch so sind?"Oft ist es vielleicht nicht einmal böse gemeint, überschreitet aber dennoch eine persönliche Grenze. Wie kann man damit umgehen? Das Jobtrio sucht Antworten. Weiterlesen auf bento.de

  • Lilits Rede vor dem armenischen Parlament ging um die Welt – seitdem fürchtet sie um ihr Leben
    von Eva Marie Stegmann am 3. Juli 2019 um 15:19

    Mit einer Rede im armenischen Parlament löste Lilit Martirosya, 28, einen Skandal aus. Ihre Geschichte ging um die Welt, sie bekam Morddrohungen – heute ist sie untergetaucht und lebt versteckt in der armenischen Hauptstadt Yerevan. Lilit ist trans, war mal Sexarbeiterin und führt eine kleine NGO, die sich für Prostituierte und LGBTQ einsetzt. Wir haben Lilit besucht – und uns ihre Geschichte erzählen lassen. Lilit betet. Es ist der Morgen des 5. Aprils, der letzte Tag ihres alten Lebens. Lilit steht vor Jesus, der als stilisierte, gütig dreinblickende Ikone neben ihrem Bett hängt. Für das, was sie im Begriff ist zu tun, braucht sie Kraft. Sicherheit. Doch sie zweifelt: Weiterlesen auf bento.de

  • Ob queer oder nicht: Die schönste Erkenntnis zum Pride-Monat findet sich in Taylor Swifts LGBT-Video
    von Hanna Zobel am 18. Juni 2019 um 16:17

    In dem Musikvideo zu Taylor Swifts neuem Song "You Need To Calm Down" sieht man die Sängerin Seite an Seite mit ihrer einstigen Erzfeindin Katy Perry und umgeben von etlichen queeren Promis: von den "Queer Eye"-Fab-Five bis zu Talkshow-Host Ellen DeGeneres und Dragqueen RuPaul. Sie alle tanzen durch eine kunterbunte Sommerwelt, mit Glitzer, rosa Drinks und extra viel Make-up. Dazu singt Swift Lyrics wie "shade never made anybody less gay" – "Beleidigungen haben noch nie jemanden weniger schwul/lesbisch gemacht".  Weiterlesen auf bento.de

  • Wie Jens Spahn künftig Ärzten und Priestern verbieten will, Homosexuelle zu "heilen"
    von Marc Röhlig am 12. Juni 2019 um 9:31

    Die Sache ist eigentlich eindeutig: Homosexualität ist keine Krankheit – und muss deshalb auch nicht therapiert werden. Ärztinnen, Psychotherapeuten und Wissenschaftlerinnen sind sich in dieser Frage einig, die Weltgesundheitsorganisation auch. (Tagesschau)Trotzdem gibt es in Deutschland Umerziehungsangebote für Schwule und Lesben, "Konversionstherapie" genannt, Kirchenvertreter bieten sie an, Esoteriker, Ärzte und Psychotherapeutinnen. Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung geht in Deutschland von etwa 1000 Fällen pro Jahr aus. (Deutschlandfunk)Nun will Gesundheitsminister Jens Spahn diese "Konversionstherapien" gesetzlich verbieten lassen.Am Dienstag hatte Jens Spahn zwei Gutachten vorgestellt, die belegen sollen, dass ein Verbot der "Konversionstherapien" nicht nur medizinisch geboten sei – sondern auch verfassungsrechtlich. Der Tenor: Die angebotenen Umerziehungen verstoßen gegen die Menschenwürde. Die "Umpolungsversuche" sind medizinisch wirkungslos. Im Gegensatz können sie aber schwere psychische Schäden bei Betroffenen verursachen.Spahn betonte, Homosexuelle müssten stärker vor Diskriminierung und Stigmatisierung geschützt werden. Er hofft nun in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium auf ein rasches Verbot der Pseudotherapien bis Ende 2019. Weiterlesen auf bento.de

  • Linus hat gegen das neue Transsexuellengesetz gekämpft – die Regierung knickt vorerst ein
    von Marc Röhlig am 16. Mai 2019 um 15:36

    In Deutschland können Transpersonen immer noch nicht selbst über ihren Körper bestimmen. Ob und wie sie eine Geschlechtsangleichung vornehmen dürfen, regelt seit 1981 das sogenannte Transsexuellengesetz (TSG). Darin steht unter anderem eine Altersgrenze für operative Eingriffe und Regeln, wann jemand seinen Namen ändern darf. Auch unterscheidet das Gesetz nur zwischen Mann und Frau. Betroffene und Verbände kritisierten das TSG lange als veraltet und ungenau – die Bundesregierung blieb dennoch jahrelang untätig. Nun sollte plötzlich eine Neuerung her: Horst Seehofers Innenministerium und Katarina Barleys Justizministerium hatten sich auf ein Update geeinigt. Doch jetzt wurde die Umsetzung des Transsexuellengesetzes ausgesetzt – wohl auch, weil Betroffene in den vergangenen Tagen Lärm gegen den Entwurf gemacht haben.Einer, der sich besonders stark engagierte, ist Linus Giese. Linus schreibt auf seinem Blog Buzzaldrins Bücher über Literatur, die ihm besonders wichtig ist – aber auch über sein Leben als trans Mann. Zum geplanten Gesetz sagt er zu bento: Weiterlesen auf bento.de

  • "Nächste Kategorie: Sex Sirenen" – Was auf einem Abend der deutschen Voguing-Szene abgeht
    von Lisa-Marie Eckardt am 17. April 2019 um 9:42

    "Show us your face! Show us your beautiful smile! Show us your flawless skin!" Es ist es heiß. Samantha, 21, steht der Schweiß schon auf der Stirn. In rosa Body und Netzstrumpfhose sitzt sie neben dem DJ-Pult und föhnt sich mit einem Mini-Ventilator das mit Strass-Steinen beklebte Gesicht. "Ich bin noch neu hier und super aufgeregt", sagt sie und streicht sich eine Strähne ihrer blonden Perücke aus den Augen. Es ist Samanthas erster Voguing-Auftritt. Weiterlesen auf bento.de

  • In einer lesbischen Beziehung gibt es keinen "Mann"!
    von Hannah Doll am 21. März 2019 um 15:04

    Früher oder später werden viele lesbische Paare von Freunden oder Bekannten gefragt, wer denn in ihrer Beziehung "der Mann ist". Dass es biologisch gesehen bei zwei Frauen natürlich keinen Mann gibt, wissen die Fragenden vermutlich. Wonach sie also eigentlich fragen: nach der Rollenverteilung in der Beziehung.  Weiterlesen auf bento.de

  • "Wenn wir streiken, steht die Welt still" - wie Desiree am Frauentag für mehr Gerechtigkeit kämpft
    von Jannis Große am 8. März 2019 um 16:01

    Wir haben sie beim Frauenstreik in Hamburg begleitet. "Küche, Ehe, Vaterland? Unsere Antwort: Widerstand!" Noch sind es ein paar Hundert Frauen, die auf dem Hamburger Rathausmarkt ihre Stimme erheben, klatschen, pfeifen, ihre Fahnen schwenken, lila Stoffquadrate mit der Aufschrift "F*STRK" – der Abkürzung für "Frauen*streik". Doch im Laufe des Freitags soll die Kundgebung wachsen, die Veranstalterinnen gehen von mehr als 5000 Teilnehmerinnen aus. Jedes Jahr demonstrieren am Weltfrauentag weltweit Menschen für die Gleichberechtigung von Frauen und allen anderen Geschlechtern. Auch in Deutschland gewinnt der Tag an Bedeutung: In Berlin ist der 8. März seit diesem Jahr ein Feiertag – zum ersten Mal seit 1994 wird an diesem Tag in Deutschland gestreikt. Und das, obwohl in Deutschland ein politischer Streik als verboten gilt. Weiterlesen auf bento.de

  • "The L-Word" kommt zurück - so hat die Serie queere Frauen beeinflusst
    von Julia Rieke am 2. Februar 2019 um 13:46

    The L-Word kommt zurück! Nach zehn Jahren erscheint Ende dieses Jahres eine neue Staffel der Serie. Sie soll aus acht Episoden bestehen und Ende 2019 ausgestrahl werden. Zusätzlich zu wiederkehrenden Charakteren soll es laut Showtime eine "neue Generation von LGBTQIA-Charakteren geben, die Liebe, Herzschmerz, Rückschläge und Erfolg in Los Angeles durchleben." (Buzzfeed News) Die Erfindering der Serie, Ilene Chaiken, wird die Serie produzieren, hauptverantwortlich soll allerdings Marja-Lewis Ryan sein. Ryan ist vor allem durch ihr Drehbuch für das LGBT-Drama "The Four-Faced Liar" bekannt geworden. Die Schauspielerinnen Jennifer Beals, Kate Moennig, and Leisha Hailey sollen außerdem als Produzentinnen an der Serie mitwirken. Weiterlesen auf bento.de

  • Frankreichs ESC-Kandidat wird homophob attackiert – so wehrt er sich dagegen
    von Fabian Schmidt am 30. Januar 2019 um 7:59

    Vor fünf Jahren hatte Conchita Wurst mit "Rise Like a Phoenix" den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Mit diesem Song war auch Bilal Hassani in der Castingshow "The Voice Kids" in Frankreich bekannt geworden – jetzt steht der 19-Jährige selbst im ESC-Finale. Doch seit seinem Sieg beim Vorentscheid am Wochenende wird er auch massiv homophob angefeindet.Bilal Hassani trägt platinblonde Haare, schminkt sich und ist offen homosexuell. Er stammt aus einer Familie mit marokkanischen Wurzeln, weshalb er im Netz nun als "Araber mit Perücke" beleidigt wird. Andere bezeichneten ihn als "Schande für Frankreich" und als "Pädophilen", teilte sein Anwalt der Agentur AFP mit. Seine Unterstützer zählten seit dem Wochenende bereits mehr als 1500 beleidigende oder diskriminierende Tweets. (BR) Gleichzeitig wird von französischen Rechten eine angebliche Aussage von Hassani verbreitet, in der er gesagt habe, er sei "kein Franzose, sondern Marokkaner" – was er aber nie gesagt hatte (AFP). Beim Vorentscheid am Samstag hatte der Sänger mit dem französisch- und englischsprachigen Song "Roi" gesiegt – "Wenn ich träume, bin ich ein König", singt er darin.  Weiterlesen auf bento.de

  • Die schwule Szene ist zu oberflächlich. Das muss aufhören!
    von Alex Baur am 24. Januar 2019 um 16:24

    Ich dachte immer, die schwule Szene wäre ein bunter, toller Ort, an dem jeder so sein kann, wie er möchte. Egal ob feminin oder maskulin, dick oder dünn, extravagant oder unscheinbar: Die Szene war in meiner Vorstellung für alle da. Doch nicht nur meine persönliche Erfahrung, sondern auch Studien haben gezeigt, dass diese bunte Szene ziemlich einsam, grau und verzweifelt ist: Ein Magazin fand in einer Umfrage heraus, dass sich 84 Prozent der queeren Männer dem Druck ausgesetzt fühlen, einen guten Körper zu haben (Attitude Magazine). In einer weiteren Studie sagte ein Drittel aller befragten schwulen Männer, dass sie wegen ihres Körpergewichts von anderen queeren Männern diskriminiert wurden (Psychology of Sexual Orientation and Gender Diversity). Weiterlesen auf bento.de

  • Wie Jahre dich verändern: Wir haben mit drei Menschen über ihre Ten-Year-Challenge gesprochen
    von Moritz Barthoff am 16. Januar 2019 um 17:57

    Weil früher nicht alles besser war Das Jahr 2019 hat gerade erst angefangen, viele Menschen schauen aber bereits zurück: Was war früher besser – und was soll in diesem Jahr endlich anders werden? Unter den Hashtags #10YearChallenge und #2009vs2019 teilen gerade Tausende Menschen ihre Entwicklung in den letzen zehn Jahren mit der Welt. Sie zeigen damit: Früher war nicht immer alles besser.Wir haben mit drei Menschen gesprochen, bei denen in zehn Jahren viel passiert ist – und erklären, warum die Challenge auch kritisiert wird.Worum geht's?Die 10-Year-Challenge fordert dazu auf, Fotocollagen auf Facebook, Twitter oder Instagram zu hochzuladen.Dafür muss man ganz schön stöbern: Links soll ein Foto aus dem Jahr 2009 stehen, rechts ein aktuelles Foto. Auch viele Promis, zum Beispiel Nicki Minaj und Anne Hathaway, haben mitgemacht: Weiterlesen auf bento.de

  • Wenn Heterosexuelle behandelt würden wie Schwule und Lesben
    von bento Redaktion am 1. Januar 2019 um 9:27

    "Ich wollte schon immer eine heterosexuelle Freundin!" "Ich hab ja nichts gegen euch, aber müsst ihr das wirklich so zur Schau stellen?" – Sätze wie diesen hat fast jeder queere Mensch schon gehört. Aber neben offener Diskriminierung oder Beleidigungen sind es oft die kleinen, unüberlegten, klischeegeladenen Aussagen, die Schwulen und Lesben das Leben schwer machen – oder einfach nur nerven. Schon klar, die meisten heterosexuellen Menschen bezeichnen Schwule und Lesben nicht mit böser Absicht als "bunte Vögel" oder stellen Fragen wie: "Wer ist bei euch eigentlich die Frau und wer der Mann?" (Überraschung, dieses Geschlechterverhältnis gibt es in homosexuellen Beziehungen nicht). Trotzdem verstehen die wenigsten, dass queere Menschen solche Fragen stören – und dass sie auch oftmals ziemlich respektlos sind. Aber wie wäre es, wenn Heterosexuelle behandelt würden wie Schwule und Lesben? Das erfahrt ihr im Video oben. Weiterlesen auf bento.de

Queere Gemeinde für alle