Schlagwort-Archive: Familie

Thema Familie, mit oder ohne Homosexualität als Thema

Der Mann meines Bruders

Band 1: Die Invasion des Fremden

Der Mann meines Bruders 1Als Mike, der kräftige Kanadier, plötzlich im Haus des alleinerziehenden Yaichi und seiner Tochter Kana auftaucht, bringt er Fragen mit sich, denn er war der Ehemann von Yaichis verstorbenem Zwillingsbruder, von dem Kana bisher gar nichts wusste. »Du hattest einen Zwillingsbruder, Papa?« »Zwei Männer können heiraten?« Dieser Onkel bringt die kleine Kana ganz schön aus dem Häuschen. Und so beginnt die Geschichte von Kana, Yaichi und dem »Mann seines Bruders«…

Titel: Der Mann meines Bruders
Band 1: Die Invasion des Fremden
Autor_In: Gengoroh Tagame
Genre: Comics
Verlag: Carlsen 2019
ISBN: 978-3-551-76012-8

Band 2: Ein gedeckter Tisch

Der Mann meines Bruders 2Kana ist traurig, weil ihre Mama nicht mehr bei ihr wohnt. Ihrem Papa Yaichi zeigt sie dies aber nicht. Schliesslich ist ja auch noch Onkel Mike da, den Kana fest in ihr Herz geschlossen hat und auf den sie sogar ein bisschen stolz ist. Und die Nachbarn kennen ihn auch schon, den kräftigen Kanadier, der mit Kanas Onkel verheiratet war.  

Band 2: Ein gedeckter Tisch
ISBN: 978-3-551-76013-5

Band 3: Kopfzerbrechen

Der Mann meines Bruders 3Das Leben zu dritt verändert Yaichi. Er schaut nun anders auf seinen verstorbenen Zwillingsbruder Ryoji und dessen Ehemann Mike. Und auch sein Blick auf ihre Jugend, die Zeit nach Ryojis Coming-out, verändert sich. Während sich die Brüder voneinander entfernten, baute Ryoji andere Beziehungen auf, wie Yaichi nun, viele Jahre später, von einem ehemaligen Klassenkameraden aus der Highschool erfährt… Eine echte Familiengeschichte warmherzig und manchmal auch ein wenig traurig.  

Band 3: Kopfzerbrechen
ISBN: 978-3-551-76014-2

Band 4: Abschied

Der Mann meines Bruders 4Es heisst Abschied nehmen von Onkel Mike für Yaichi und Kana, die alle zusammen über den Tod von Yaichis Bruder zueinander gefunden haben. Denn: »Familie ist wichtig und nur darauf kommt es an!«, wie die kleine Kana ganz richtig bemerkt hat, als der fremde Mike ihr vorgestellt wurde und sie bemerkt hat, dass er so ganz anders ist, als alle anderen in ihrem Umfeld.

Der von Kritiker hochgelobte Manga über familiäre Liebe und sexuelle Akzeptanz findet mit Band 4 seinen Abschluss!

Band 4: Abschied
ISBN: 978-3-551-76015-9

Portrait

Der studierte Grafiker kam schon 1982 zum Mangazeichnen. In „Der Mann meines Bruders“ war es ihm als offen lebender Homosexueller ein Bedürfnis, seine Mitbürger für die Rechte von Schwulen und Lesen zu sensibilisieren. Dies ist seine erste All-Age-Serie, die einem breiten Publikum bekannt wurde.

Zwei Mamas für Oscar

Wie aus einem Wunsch ein Wunder wird

Zwei Mamas für OscarFamilie ist wie ein Regenbogen: Es gibt alle Farben.
Wie kommt es, dass Oscar zwei Mamas hat, fragt sich Tilly. Ihre grosse Schwester Frieda erklärt ihr, dass Oscars Mamas sich sehnlichst ein Kind gewünscht hatten, doch leider vergeblich. Dann lernten sie Tillys und Friedas Eltern kennen, und Oscars Mamas bekamen von Friedas und Tillys Papa Samen gespendet. So kam schliesslich Oscar zur Welt, und aus einem grossen Wunsch wurde ein noch grösseres Wunder.
„Zwei Mamas für Oskar“ behandelt das aktuelle Thema „Regenbogenfamilie”: Lebendig, anschaulich und kindgerecht erzählt macht das Buch es Eltern und Erziehern leicht, mit Kindern ab drei Jahren über Vielfalt zu sprechen.

Illustrationen von Annabelle von Sperber

Titel: Zwei Mamas für Oscar
Wie aus einem Wunsch ein Wunder wird
Autor_In: Susanne Scheerer
Genre: Eltern und Kinder
Verlag: Ellermann 2018
Format: gebunden
ISBN: 978-3-7707-0084-4

Und was sagen die Kinder dazu? 10 Jahre später

Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und transgender Eltern

TitelseiteNach zehn Jahren und drei Auflagen kommen die Kinder noch einmal zu Wort.
Ein zweites Mal kommen Töchter und Söhne lesbischer Mütter, schwuler Väter und – neu – von Eltern, die sich als transgender identifizieren, zu Wort. Zehn Jahre nach den ersten Interviews wurden die 34 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ein weiteres Mal zu ihrer Sicht auf ihre Familie befragt – Familien, die immer noch als „besonders“ oder auch „erklärungsbedürftig“ wahrgenommen werden.
Was finden die Kinder an ihrer Familie grossartig? Was mögen sie an ihren Eltern, was kritisieren sie? Welche Wünsche und Träume haben sie für ihr Leben? Mit welchen Befürchtungen oder Reaktionen setzen sie sich auseinander? Was erleben sie als unterstützend? All das vermitteln die Texte authentisch und anschaulich. Die Kinder erzählen ganz offen auch von Krisen und Trennungen und darüber, wie ihre Eltern für sie da sind. Und sie geben uns einen Einblick in ihre Familien, die „ganz normal“ und manchmal so ganz anders sind.
In dieser Jubiläumsausgabe werden jeweils die „alten“ Textporträts von Teilnehmer_innen des ersten Bandes Und was sagen die Kinder dazu? ihren aktuellen Statements vorangestellt. Hinzu kommen Gespräche mit Töchtern und Söhnen der neuen Regenbogenfamiliengeneration sowie ein Talk zwischen den Töchtern der Autorinnen.
Mit einem Vorwort von Patrick Lindner und einem Nachwort von Susy Signer-Fischer, Kinder- und Jugendtherapeutin.

Titel: Und was sagen die Kinder dazu? 10 Jahre später
Neue Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer, schwuler und transgender Eltern
Autor_In: Uli Streib-Brzic, Stephanie Gerlach
Genre: Eltern und Kinder
Verlag: Querverlag, Berlin 2015
Format: Taschenbuch 360 Seiten
ISBN: 978-3-89656-237-1
EAN/ASIN E-Book: 9783896565853

Mama verliebt

TitelseiteMaras beste Freundin Lizzy kennt sich mit Gefühlswirrwarr gut aus und war selbst schon oft verknallt. Trotzdem erzählt ihr Mara nichts von dem, was bei ihr zu Hause los ist: Mama ist total verträumt und vergesslich, sie und Papa streiten sich dauernd und reden Klartext, ohne dass irgendetwas klarer wird. Ist Mama wirklich verliebt? Und was heisst das für Mara und den Rest der Familie? Geht Mama etwa weg? Eine Zeit lang ist Mara so durcheinander, dass ihr lauter Mist passiert – und erst als es mit ihren Eltern wieder aufwärts geht, fällt ihr auf, dass sie selbst auch ein bisschen verliebt ist: in Ilias mit den schönen Augen. Zum Glück weiss Lizzy, was zu tun ist. 

Titel: Mama verliebt
Autor_In: Beate Dölling
Genre: Junge Leute
Verlag: Dtv 2003
Format: Taschenbuch 192 Seiten
ISBN: 3-423707-87-9

Komm, ich zeig dir meine Eltern

Komm, ich zeig dir meine ElternEltern, Kind, zwei Omas und drei Hunde. Eine ganz normale Familie. Das Zimmer vom kleinen Daniel ist mit Kuscheltieren vollgestopft, er spielt gern im Sandkasten und geht freitags in den Musikkindergarten. Aber doch irgendwie anders . . .
Daniels Eltern sind Papa und Micha. Und das sind Patrick Lindner und Michael Link. Das homosexuelle Paar hat den kleinen Daniel aus St. Petersburg adoptiert. Mit „Komm, ich zeig dir meine Eltern“ schildern sie eindrucksvoll, dass ihre Liebe zu Daniel keine Frage von Blutsverwandtschaft ist – sondern eben ganz normal.


Titel: Komm, ich zeig dir meine Eltern
Autor_In: Michael Link, Sabine Schöneich
Genre: Junge Leute
Verlag: Edition Riesenrad 2002
Format: gebunden 32 Seiten
ISBN: 3-935746-22-9

Homosexualität – Herausforderung für die Familie

TitelbildEinige der evangelischen Landeskirchen in Deutschland haben sich während der letzten zehn Jahre in beachtlichem Masse für die Anliegen von Lesben und Schwulen geöffnet, so zum Beispiel Nordelbien (Hamburg/Schleswig-Holstein). Die Evangelische Akademie Nordelbien veranstaltet seit 1989 Tagungen zur Homosexualität, wobei seit 1994 eine Öffnung zu den „Heteros“ erfolgte: Für selbstbezogene „Kuscheltreffen“ standen mittlerweile genügend andere Räume zur Verfügung.

So ist dieses Buch als Dokumentation eines offenen Dialogs zu verstehen: Heterosexuelle wie Homosexuelle, die zu den Tagungen kommen, bringen die Bereitschaft mit, über den Tellerrand zu schauen und grössere, gesellschaftspolitische Zusammenhänge in den Fokus zu nehmen. Manchen Autoren glaubt man die Angst vorm Sexuellen am Homo allerdings am verquast-distanzierten Schreibstil abzulesen, so zum Beispiel Hans-Peter Ehmke, wenn er „Neue Perspektiven für die Schule — Homosexualität als Beispiel für den Wandel von Unterrichtsinhalten“ angeht, ohne dass man am Ende die leiseste Idee hat, wovon er spricht: Ist er denn nun dafür, dass sich die Schule wandelt, oder resigniert er vor dem Zug der Zeit?

Glänzend ist der Beitrag des Kopenhagener Soziologie-Professors Henning Bech, der angesichts rechtlicher Gleichstellung das Verschwinden der dänischen Homosexuellen als Bürgerbewegung analysiert — was sich auch in Deutschland abzeichnet und dem „Verschwinden“ der Frauenbewegung als Ganzem analog scheint. Auch andere Beiträge bewegen sich — parteilich und klar — auf einem hohen Niveau, so zum Beispiel die der TheologInnen Eske Wolrad (freie Autorin, Berlin) und Martin Steinhäuser (Comenius-Institut, Münster).

Eines wird in vielen Beiträgen deutlich: Die Grenzen zwischen homo- und heterosexuellem Lebensstil verwischen mehr und mehr, die familiären Interessenlagen gleichen sich vielfach an. Das ist doch eine schöne Feststellung, die als Ausgangslage für weitere innerkirchliche Diskussionen zur Integration von Lesben und Schwulen dienen könnte. „Für heute aber scheitert eine festgeschriebene Anerkennung an den Einwendungen evangelikaler Gruppierungen, ihren Austrittsdrohungen und den theologischen Bedenken der Bischöfe“, wird am Schluss des Buchs mit höflich gezügeltem Ärger festgehalten. –Stephanie Sellier

Titel: Homosexualität - Herausforderung für die Familie
Autor_In: Christoph Behrens, Rüdiger Sachau
Genre: Homosexualität allgemein
Verlag: Eb-Verlag (Ebv) 2000
Format: broschiert 107 Seiten
ISBN: 3-930826-65-8

Vorerst für immer

Lesbisch-schwule Paargeschichten

TitelbildWer dachte, in Zeiten der „Homo-Ehe“ würde alles perfekt geregelt mit der Liebe und dem Zusammensein, sieht sich aufs Erfreulichste getäuscht. In Vorerst für immer. Lesbisch-schwule Paargeschichten präsentieren Thomas Endl und Bettina Hasselbring 22 Geschichten von Hochzeitsreisen und Doppelgräbern, von Leuchtvitrinen und Trockenkränzen, sprechenden Sofas und schweigenden Männern, Liebeslügen und einer Russin, die verschwinden muss.

Vorerst für immer zeichnet ein literarisch abwechslungsreiches Bild von sinnlichen, selbstironischen, dramatischen und manchmal sogar lebensgefährlichen Zweier- (und Dreier-) Beziehungen. Vergnüglich-romantisch und skurril-spannend – wie die Geschichten von schwulen und lesbischen Paaren nun mal sind.

Und allen, die der Meinung sind, lesbisch-schwule Liebe sei nicht von Dauer, sei das Nachwort von Hans Stempel und Martin Ripkens ans Herz gelegt, deren „Vorerst für immer“ inzwischen über fünfundvierzig Jahre währt.

Titel: Vorerst für immer
Lesbisch-schwule Paargeschichten
Autor_In: Thomas Endl und Bettina Hasselbring (Hrsg.)
Genre: Coming Out
Verlag: Querverlag, Berlin 2003
Format: Taschenbuch 224 Seiten
ISBN: 3-896560-89-1

Stellungnahme zum Thema „Ehe und Adoption für gleichgeschlechtliche Paare“ von reformierten Theologiestudent_innen und Theolog_innen

Wir erhielten diese E-Mail am 26.8.2015

Sehr geehrte Damen und Herren

Das Thema „Homosexualität, Ehe und Familie“ schlägt derzeit hohe Wellen in Medien und Gesellschaft. Nicht selten sind es Stimmen aus christlichen Kreisen, die sich zurückhaltend oder gar kritisch zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen und der damit verbundenen Frage der Eheschliessung und Adoption äussern. Wir möchten an dieser Stelle aus reformiert-theologischer Perspektive eine entschieden andere christliche Stimme hörbar machen.

Wir, das sind reformierte Theologiestudent_innen – vornehmlich aus der theologischen Fakultät der Universität Bern – und Theolog_innen. Als Christ_innen sehen wir es als unsere Aufgabe an, für unsere Ansichten Zeugnis abzulegen. Deshalb haben wir gemeinsam eine Stellungnahme verfasst, die Sie im Anhang dieses Schreibens finden. Für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an gemeinsameswort@gmx.ch.

Uns geht es darum, dieser Debatte theologisch fundierte Argumente dafür zu liefern, was aus unserer Sicht ‚christlich‘ bedeutet, nämlich auf der Seite des Lebens zu stehen. Mehr dazu finden Sie im erwähnten Text.

Für eine gesellschaftlich und auch politisch zielführende Debatte ist es wichtig, dass auch diese unsere Stimme gehört wird. Wir würden uns deshalb sehr darüber freuen, wenn Sie unser Anliegen berücksichtigen und in die Diskussion einbringen.

Freundliche Grüsse und im Namen der Unterzeichnenden

Tobias Zehnder

Die Stellungnahme geht unter anderem an:
Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK), Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn (RefBeJuSo), Schweizerische Evangelische Allianz (SEA), reformiert., ref.ch, Radio Life Channel, kath.ch, LOS – Lesbenorganisation Schweiz, Pink Cross, Regenbogenfamilien Schweiz, Operation Libero, Amnesty International Schweiz, Neue Zürcher Zeitung (NZZ), Berner Zeitung (BZ), Der Bund, Tagesanzeiger.

Die Stellungnahme: Gemeinsames Wort