Schlagwort-Archive: Geschichte

Geschichte unserer Bewegung, Aufsätze und Medien

Die Männer mit dem rosa Winkel

Die Männer mit dem rosa WinkelÜber die Verfolgung der Homosexuellen während des Hitler-Regimes gibt es wenig Literatur. Spärlich sind die Informationen über die Inkriminierung, Erniedrigung und Ermordung von Homosexuellen während der Nazizeit. Die Homosexuellen standen in der Hierarchie der Konzentrationslager auf der untersten Stufe. Auch nach dem Krieg setzte sich für die «Männer mit dem Rosa Winkel» die strafrechtliche Verfolgung und die gesellschaftliche Ächtung fort.
Heinz Heger berichtet in diesem Buch schonungslos, auch sich selbst gegenüber, von seinen beschämenden Erlebnissen in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Flossenbürg.    

Titel: Die Männer mit dem rosa Winkel
Autor_In: Heinz Heger
Genre: Politik, Geschichte
Verlag: Merlin-Verlag 2001
Format: Broschiert 178 Seiten
ISBN: 3-875362-15-2

Geschichte der Homosexualität

TitelbildWährend in der griechischen Antike Homosexualität allgemeine Akzeptanz, wenn nicht gar kultische Verehrung im gesellschaftlichen Leben fand, bestraften mittelalterliche Inquisitoren gleichgeschlechtliche Liebende mit dem Tode. Ähnlich grausam verfuhren die Richter des Dritten Reiches. Gotthard Feustel beschreibt die Lebensgeschichte von Homosexuellen. Sie sind das Spiegelbild der jeweiligen Gesellschaft, die auf das «Anderssein» entweder mit Verfolgung, harten Strafen bis hin zur Vernichtung reagierte, ihnen Toleranz entgegenbrachte oder sie als ganz normal Liebende den Heterosexuellen gleichstellte.   

Titel: Geschichte der Homosexualität
Autor_In: Gotthard Feustel
Genre: Politik, Geschichte
Verlag: Patmos Verlag, Düsseldorf 2003
Format: Gebunden 168 Seiten
ISBN: 3-491960-77-0

Verbotene Verhältnisse

Frauenliebe 1938 – 1945

Verbotene VerhältnisseDer 1. April 1940 sollte kein guter Tag für Marie W. und Lilly R. werden. Plötzlich steht die Polizei vor ihrer Tür. Die Nachbarn haben sie verpfiffen oder – wie es auf wienerisch heisst – vernadert. Beide werden festgenommen, weil sie «in dringendem Verdachte stehen, widernatürlichen Verkehr gepflogen zu haben». So steht es in einem Vermerk der Kriminalpolizeileitstelle Wien.
Anders als in Deutschland, wo lesbische Liebe nicht strafrechtlich verfolgt wurde, gab es in Österreich seit 1852 den §129I, der schweren Kerker von einem bis fünf Jahren bei «Unzucht zwischen Personen gleichen Geschlechts» vorsah.
Anhand zahlreicher Strafakten, Gerichtsprotokolle und Zeugenaussagen hat die Historikerin Claudia Schoppmann zehn Einzelschicksale herausgegriffen. In lebendig erzählten Porträts läßt sie Frauen zu Wort kommen, die bisher geschwiegen haben, und macht ein bis heute verdrängtes Kapitel der Homosexuellenverfolgung sichtbar.

Titel: Verbotene Verhältnisse
Frauenliebe 1938 – 1945
Autor_In: Claudia Schoppmann
Genre: Politik, Geschichte
Verlag: Querverlag, Berlin 1999
Format: Taschenbuch 162 Seiten
ISBN: 978-3896560384
EAN/ASIN E-Book: 9783896565730 / B00NFQPAOW

Unsere Aufgaben und Ziele

Die Lesbische und Schwule Basiskirche Basel – unsere Aufgaben und Ziele

Ich bedanke mich für die Einladung zum heutigen Anlass, und ich freue mich bei Ihnen zu sein.

In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren sind im deutschsprachigen Raum zahlreiche Gottesdienst-Gemeinschaften von Lesben und Schwulen entstanden. im Januar 2002 haben sich sechs dieser Gruppen zu einem Gemeindetag getroffen. Wir haben uns zu einem losen Verband zusammengeschlossen und uns um die Teilnahme am oekumenischen Kirchentag in Berlin im Mai 2003 beworben. Und siehe da: Wir wurden zugelassen und erhielten einen Stand an der Agora. Noch mutiger geworden waren wir auch am Katholikentag 2004 in Ulm dabei. Im Netz: www.LSGG.org 

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Wort zum Sonntag vom 24. März 2001

Dr Köbi han i nie meh vergässe. Vor 35 Johr isch es gsi. No dr Matur bin i für drei Monet in Taizé im Burgund gsi. Am Läbe von de Mönch dört hani tailgno und uf em Bau gschafft. Mit vilne Bsuecher bin i in Kontaggt koh. Au mit em Köbi. Dä 70 Jörig Ma het mr sällmol sini Lidensgschicht verzellt. Är isch schwul gsi und het ime Dorf gläbt. D’Religion isch em sehr wichtig gsi, vo sim Schwulsi het er aber nie dörfe rede, dehai, det, wo nr gwohnt het. Är wäre usgschlosse worde, hät miesse goh. I ha no ni e alte Ma so schluchze und hüle gseh wi dr Köbi, sällmol vor 35 Johr. Und s’isch mr ufgange, wi grausam und unmenschlich das isch, wenn e Mensch e Läbe lang dra ghinderet wird, sich sälber z’läbe. Wort zum Sonntag vom 24. März 2001 weiterlesen

«Wir waren einfach da»

Rückblick auf die Gemeinden-Tage in Frankfurt
aus «Werkstatt Schwule Theologie Nr. 1/2002»

Von Marek Mackowiak

Am ersten Wochenende dieses Jahres trafen sich Vertreter und Vertreterinnen von fünf Gottesdienstprojekten des deutschsprachigen Raumes in Frankfurt am Main: Gottesdienstprojekte aus Basel, Frankfurt, Münster, Nürnberg und Stuttgart, welche von Schwulen und Lesben initiiert worden sind und hauptsächlich von ihnen am Leben erhalten werden.[1]

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Von Gerechtigkeit und der Fülle des Lebens

«Lust an der Liebe»

Der Gott, von dem es beim Propheten Hosea heisst, dass er «Lust an der Liebe» habe (Hos 6, 6), ist ein Gott mit der Option für das Leben, die Liebe, die Gerechtigkeit. Das Evangelium erzählt zuerst und zuletzt von der «Erwählung der Schwachen» und der Selbstidentifikation des menschenfreundlichen Gottes (vgl. Tit 3, 4) in Jesus Christus mit den gesellschaftlich und religiös diskriminierten und an den Rand gedrängten Menschen.

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In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen

Begegnung mit der «Schwulen und lesbischen Basiskirche»

Vre Amberg im Basler Kirchenboten Nr. 10, Mitte Mai 1994

Erklärung des Kirchenrats zur «Schwulen und lesbischen Basiskirche» in der gleichen Ausgabe

Unter dem Dach der reformierten Basler Kirche und als Teil des Projektes «Offene Kirche Elisabethen» treffen sich einmal im Monat homophile Christen und Christinnen zu einem ökumenischen Gottesdienst, der von Laien vorbereitet, gestaltet und unter ein Thema gestellt wird.

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Wer hat Angst vor homosexuellen Lebenspartnerschaften?

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Von Benedikt Vogel, Berlin

Gut 200’000 Schwule und Lesben leben in der Schweiz. Viele davon in festen Partnerschaften. Die Ehe aber ist Mann und Frau vorbehalten. In Deutschland will die rot-grüne Koalition Homosexuellen jetzt ermöglichen, ihre «Lebenspartnerschaft» beim Standesamt eintragen zu lassen, gepaart mit eheähnlichen Rechten. Ein Signal für die Schweiz?

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