Schlagwort-Archive: Geschichte

Geschichte unserer Bewegung, Aufsätze und Medien

Invisum esse – ein Dorn sein

Die Geschichte des Herrn K.: Seelsorger für Kranke im Auftrag einer lateinischen Kirche

Herr K. ist ein hochsensibler Mann. Er lebt in einer ansehnlich grossen Schweizer Stadt, wo er im Auftrag seiner Kirche einen Dienst versieht, um den ihn nicht viele seiner Kolleginnen und Kollegen beneiden. Herr K. ist Seelsorger für Menschen, die unter einer sehr schweren Krankheit leiden. Seine Kirche hat ihn zu diesem Dienst ordentlich bestellt und eingesetzt: Er hat eine «Sendung» an seinen Arbeitsort erhalten. In Herrn K.s Kirche heisst diese «Missio», denn Herrn K.s Kirche denkt lateinisch. Lateinisch zu denken, das heisst: Gesetze sind da, um die Institution zu stützen und zu befestigen. Nicht für Menschen. Das Latein wurde in Herrn K.s Kirche allerdings als Sprache der Feier am Sonntag schon vor dreissig Jahren abgeschafft. Doch in den Vorschriften und in den Köpfen der Oberen denkt es weiter lateinisch. Herrn K.s Vorgesetzte sagen: Wenn das Latein aus unseren Köpfen und Büchern und Regeln füllt, dann verlieren wir unseren Anspruch. Ihr Anspruch ist in ihrem Namen «all-umfassend».

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Dornenreicher Weg ins Pfarramt

Erfahrungen lesbischer Pfarrerinnen und schwuler Pfarrer mit Kirchenbehörden und -gemeinden

Prüfstein für die Toleranz und Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Christen in der Kirche ist die Einstellung der Kirchgemeinden und ihrer Behörden gegenüber lesbischen Mitarbeiterinnen und schwulen Mitarbeitern. Die jüngst erfolgte Nichtwahl eines hervorragend qualifizierten Theologinnenpaares zeigt: Obwohl sich die evangelisch-reformierten Landeskirchen gegenüber anderen Lebensformen öffnen, haben es gleichgeschlechtlich orientierte kirchliche Mitarbeiter nach wie vor schwer, akzeptiert zu werden. Bekennen sie ihre Homosexualität bereits bei der Stellenbewerbung, haben sie kaum Chancen, sich vorstellen zu dürfen.

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