Schlagwort-Archive: Liturgie

Liturgische Texte, Liturgien

Gottesdienstbuch in gerechter Sprache

Gebete, Lesungen, Fürbitten und Segenssprüche für die Sonn- und Feiertage des Kirchenjahres

Eine neue Arbeitshilfe für den Gemeindealltag – Sensible, lebensnahe Texte zum Vorlesen im Gottesdienst.
Sprache: Sie kann Menschen unterdrücken, sie unsichtbar machen, oder aber ihre Bedeutung hervorheben. Eine Sensibilisierung für Sprache muss auch den gottesdienstlichen Raum umfassen, muss in neuen Gebeten, Fürbitten und Segenswünschen, aber auch in neuen biblischen Übersetzungsformen der gottesdienstlichen Lesungen zu einer anderen, sensibleren liturgischen Praxis führen.
Mit diesem Gottesdienstbuch in gerechter Sprache liegt eine völlig neue Form eines agendarisch ausgerichteten Bandes vor: mit sensiblen, lebensnahen Texten zum Vorlesen im Gottesdienst, die sowohl Frauen, anderen Religionen als auch allen Formen von unterdrückten Menschen wirklich gerecht werden. Für jeden Sonntag des Kirchenjahres bieten Domay/Köhler auf einer Doppelseite einen Wochenspruch, die biblische Lesung, den Psalm des Sonntags, ein Eingangsgebet, den Hallelujahvers sowie Fürbitten und Segen in gerechter Sprache.
In dieser Form stellt der Band eine neue, fast unabdingbare Arbeitshilfe für den Gemeindealltag dar. Im Wesentlichen schöpft er aus der langjährigen Arbeit an den vier Bänden »der Gottesdienst in gerechter Sprache« sowie aus der vorbereitenden Arbeit an einer neuen »Bibel in gerechter Sprache« (2006), bietet aber auch viele neue Texte.
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Eine Zeit lang habe ich viele Gottesdienste geleitet, dabei war mir dieses Buch eine grosse Hilfe. Mittlerweile ist es vergriffen und wird zu Mondpreisen angeboten.

Gottesdienstbuch in gerechter Sprache Book Cover Gottesdienstbuch in gerechter Sprache
Erhard Domay, Hanne Köhler
Liturgie
Gütersloher Verlagshaus
2003
Gebunden
176
978-3579055299

Lebensgaben Gottes feiern

Abschied vom Sühneopfermahl: eine neue Liturgie

Ein provozierend neuer Entwurf. Mit ausgearbeiteten Gottesdienstmodellen. Notwendige Wahrheiten für ein neues Verständnis protestantischer Liturgie.
Mit seinem Buch Notwendige Abschiede hat er in Kirche und Theologie eine Diskussion in Gang gebracht, wie diese sie in den letzten 30 Jahres nicht mehr kannte. Klaus-Peter Jörns spricht aus, was viele denken: Es gibt Traditionen des Christentums, die heute nicht mehr glaub-würdig sind und von denen man sich verabschieden muss.In diesem Buch macht Jörns sein Anliegen konkret im Blick auf die wichtigsten öffentlichen Vollzüge der Kirche: den Gottesdienst und das Abendmahl. Jörns lehnt die Vorstellung ab, der Tod Jesu am Kreuz sei ein notwendiges Opfer zur Versöhnung des zornigen Gottes mit den Menschen gewesen. Darum kann der Gottesdienst nicht die Erinnerungsfeier an dieses Sühnopfer sein. Wie man den Gottesdienst stattdessen verstehen und wie man ihn feiern kann, zeigt dieses Buch. Ein zugleich provozierender und befreiender Entwurf für ein neues Verständnis protestantischer Liturgie.

Lebensgaben Gottes feiern Book Cover Lebensgaben Gottes feiern
Klaus-Peter Jörns
Liturgie
Gütersloher Verlagshaus
2007
238
3-579080-15-6

Laß‘ hören deine Stimme

Werkstatt feministische Liturgie

„Laß hören deine Stimme“ ist eine vertraute Aufforderung in feministischen Liturgiegruppen. Frauen erheben ihre Stimme, mischen sich ein, reden mit. Und: Frauen werden gehört. In feministischen Liturgien feiern sie ihren Glauben und ihre Hoffnung auf Gerechtigkeit und eine eigene religiöse Identität. Dieses Grundlagen- und Arbeitsbuch ist entstanden aus Feministischen Liturgiewerkstätten.
Die Themen im einzelnen: Frauenkirchenbewegung, Text und Auslegung, Rituale und Symbole, Heilendes in Feministischen Liturgien, Segen und Segnen. Jedes Kapitel stellt seinen thematischen Schwerpunkt komprimiert dar, darauf folgen ausgeführte Liturgien und Rituale, liturgische Texte und neue Lieder.
Mit Erstveröffentlichungen von Liedern. Ein Grundlagen- und Arbeitsbuch für alle, die mehr wissen wollen über Liturgien von und für Frauen.

Laß' hören deine Stimme Book Cover Laß' hören deine Stimme
Herta Leistner, Ute Knie (Hrsg)
Liturgie
Gütersloher Verlagshaus
1999
159
3-579030-97-3

Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren

Bausteine und Erfahrungen

Kann ich gleichgeschlechtliche Partnerschaften segnen?
Was muss ich bei Segnungen beachten?
Wie kann ich Segnungen liturgisch gestalten?

Dieses wichtige Fachbuch greift solche aktuellen Fragen auf und liefert konstruktive Beiträge zur Diskussion sowie liturgische Bausteine für die Partnerschaftssegnung. Zusätzlich helfen Erfahrungsberichte dabei, im Neuland der Begleitung gleichgeschlechtlich l(i)ebender Menschen eigene Reaktionen wahrzunehmen und eine
eigen verantwortete Haltung zu entwickeln.
(Klappentext)

Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren Book Cover Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren
Wolfgang Schürger (Herausgeber)
Liturgie
Gütersl. Vh., Gtsl.
2002
160
3-579055-60-7

Das denkende Herz, die Tagebücher von Etty Hillesum

Gottesdienst LSBK vom 19. Februar 2012

Einführung zu “Das denkende Herz” die Tagebücher von Etty Hillesum 1941 – 1943

Etty Hillesum wurde am 15. März 1941 in Middelburg NL geboren. Ihr Vater war Gymnasiallehrer, ihre Mutter gebürtige Russin. Etty hatte zwei jüngere Brüder: Der eine, Mischa, war 1941 bereits ein gefeierter Pianist. Die Eltern waren Juden, unterrichteten aber die Kinder nicht spezifisch im jüdischen Glauben.

Nach Abschluss des Gymnasiums in Amsterdam 1932 bestand Etty zuerst ein juristisches Examen und studierte slawische Sprachen. Als sie ein Psychologiestudium begann, war bereits der 2. Weltkrieg im Gang. Um den Lebensunterhalt zu verdienen unterrichtete Etty russisch. Sie wohnte in Amsterdam mit 4 Freunden in einer WG. Im März 1941 begegnete Etty dem Psychochirologen Julius Spier, einem um Jahre älteren aus Berlin emigrierten Juden.

Mit diesem Datum beginnen Etty`s Tagebucheintragungen. Den Namen Julius Spier erwähnt Etty jeweilen mit S.
Schon die erste Begegnung beeindruckt sie tief. Sie beschreibt ihn mit “unglaublich klugen, uralten grauen Augen.” Er liest in Etty`s Händen, fördert ihr Selbstbewusstsein, zieht sie aber auch erotisch an. Etty geht zu seinen Lesungen und zu privaten Sitzungen. Seine Worte wie “Melodisch rollt die Welt aus Gottes Hand” oder der mit der Geste begleitete Satz:” Was hier sitzt” /zeigt auf Kopf), “muss von da kommen”, (zeigt auf das Herz) prägen sich tief in Etty ein. Sie wird Gottsucherin.

Am 15. Juli 1942 erhält Etty eine Stelle bei der “Kulturellen Abteilung” des Jüdischen Rates. Sie schreibt dort tausende von meist erfolglosen Bittbriefen. Anfangs August kommt ihr Aufruf, ins jüdische Lager Westerbork zu fahren. Etty will sich dem Schicksal der Juden nicht entziehen, wie andere Bekannte mit Suizid oder Untertauchen dies verhindert haben. Sie fährt ohne zu zögern, weiss bereits, dass Gott sie braucht, um andern Menschen Mut zu machen, dieses Leben zu ertragen. Sie erhält noch einige Male Urlaub, um nach Amsterdam zu fahren, einmal im September 1942 als S. gestorben ist. Von Westerbork schreibt sie später:

”Und dort in den Baracken voll aufgeregter und verfolgter Menschen habe ich die Bestätigung zu meiner Liebe zum Leben gefunden”.

Am 7. September 1943 wird Etty 29 jährig mit ihrer Familie auf den Transport ins KZ Auschwitz geschickt. Ihr Bruder Mischa hatte wegen seiner musikalischen Hochbegabung einen Dispens als “Kulturjude” erhalten, wollte aber erwirken, dass die ganze Familie gerettet würde. Der Dispens zerfiel und so kam die ganze Familie in die Güterwagen. Über Etty schrieb ein Freund später:” Sie hatte für jeden, der ihr über den Weg lief, ein liebes Wort und winkte am Ende fröhlich lachend.” Laut Bericht des Roten Kreuzes ist Etty am 30. November 1943 gestorben. Auch ihre Eltern und Brüder kamen im KZ Auschwitz ums Leben. Ihre Tagebücher konnte Etty im KZ einer Freundin übergeben. Es war ihr ein Anliegen, ihre Erfahrungen, Gedanken und Lösungen, die sie für ihr Leben gefunden hatte, andern Menschen mitzuteilen und ihnen damit zu helfen. Durch verschiedene Umstände liegen geblieben, kam das Buch erst 1981 in Holland und 1983 in 10 weitern Ländern heraus, und die Reaktionen auf “Das denkende Herz” waren überwältigend. 2010 ist die 22. Auflage als Rowohlt Taschenbuch erschienen.

Mich spricht Ettty`s Unbefangenheit gegenüber Gott an. Sie ist in keinerlei dogmatische Schemen und Vorschriften des jüdischen oder christlichen Glaubens verwickelt. Gott ist die allmächtige, liebende, helfende, stützende Macht und Kraft — immer und überall ! Etty stellt sich bedingungslos in die Reihe der Mitmenschen, ist weder überheblich noch egoistisch. Sie hat eine gesunde Eigenliebe und Freiheit des Handelns, sie liebt die Natur, ihre Freunde, S., ihre Familie, Worte des Dichters Rilke — übt sich aber realistisch in Askese auf die Entbehrungen der Zukunft indem sie auf Alltägliches verzichtet und ihre Muskeln trainiert. Sie lernt in der Entwicklung ihres Glaubens, Angst und Zweifel überwinden und Feinde zu lieben.

Hanni

Credo

LSBK-Gottesdienst vom 15. August 2004

Liebe Freundinnen und Freunde,
Herzlich willkommen zum August-Gottesdienst der LSBK
vorbereitet haben ihn Marianne Graf-Grether, Pfarrerin in der St. Leonhards-Gemeinde und ich, Urs.

Für die Katholiken unter uns gehört – im Gegensatz zu den meisten Reformierten – das „Credo“, also das Glaubensbekenntnis zum Gottesdienst. Credo weiterlesen

Geistliche Impulse…

…aus dem Gottesdienst „Männliche und weibliche Gottesbilder“

Elisabethenkirche Basel, Oktober 2000

Der Ausgangspunkt für das Thema unseres Gottesdienstes über männliche und weibliche Gottesvorstellungen war der Hinweis darauf, wie sehr unsere Sprache über das Göttliche männlich dominiert ist: Er, der Herr, Vater unser, der Herrgott – das sind Begriffe, welche unser Reden von Gott beHERRschen. Sie, unsere himmlische Mutter, die Eine, die Urkraft, die Quelle, diese Umschreibungen kommen nur sehr selten vor. Geistliche Impulse… weiterlesen

Sommerabendtraum

Gottesdienst vom 17. Juli 2005

Eingangsspiel
Triosonate Nr. 1, 2:53

Begrüssung
Gott spricht: Ich bin mitten unter euch!
Liebe Freundinnen und Freunde, feiert mit mir diesen Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und der Heiligen Geisteskraft.
Herzlich willkommen zum Juli-Gottesdienst der lesbischen und schwulen Basiskirche Basel. Sommerabendtraum weiterlesen

Kühle Geschichten – Warme Geschichten

Gottesdienst vom 15. Juli 2007

Musik

Begrüssung (Urs)

Ich begrüsse Euch alle herzlich zum Juli-Gottesdienst der Lesbischen und Schwulen Basiskirche Basel.

Diesen Gottesdienst haben vorbereitet: Beat Poletti, er ist katholischer Seelsorger am Aidspfarramt und ich, mein Name ist Urs.

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