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Geschichtensammlungen

Heteros fragen, Homos antworten

In 50 Kolumnen hat das Queerspiegel-Team Woche für Woche den Leserinnen und Lesern des Berliner Tagesspiegels die Homo-Welt erklärt. Im September erscheint nun das gesammelte Wissen dieser Expert*innen im Querverlag und verspricht, Licht ins Dunkel zu bringen – zumindest was die Fragen Heterosexueller angeht bezüglich der Mysterien ihrer homosexuellen Mitbürger*innen.

Zahlreiche Fragen, die sich viele sonst nicht zu stellen trauen, werden mit fachlicher Kompetenz, journalistischer Sorgfalt und einer Prise Humor beantwortet. Die Autor*innen prüfen Stereotypen auf ihren Wahrheitsgehalt und räumen mit Mythen und Vorurteilen auf.

Ob als Nachhilfe für den besten Freund, als kleiner Ratgeber für die Eltern oder die verklemmte Arbeitgeberin – Heteros fragen, Homos antworten ist das perfekte Geschenk für die neugierigen Heterosexuellen in Deinem Leben. Und eine Argumentationshilfe für alle queeren Menschen, denen ähnliche Fragen gestellt werden.

Heteros fragen, Homos antworten Book Cover Heteros fragen, Homos antworten
Anja Kühne, Nadine Lange, Björn Seeling & Tilmann Warnecke
Homosexualität allgemein
Querverlag
2017
Im handlichen Geschenkbuchformat!
176
978-3-89656-254-8

Alte Hasen, junges Herz

Schwule und Lesben machen Geschichten

Alte Hasen, junges Herz – das sind Geschichten aus dem Leben. Von Lesben. Und Schwulen. Über die erste Liebe, den ersten Sex. Über Bilder und Phantasien. Flüchtige Berührungen und Begegnungen. Über Sehnsüchte und Träume. Erfahrungen und Konfrontationen. Ein wahrer Schatz an Erinnerungen. (Klappentext)

In diesem Band liegen nun die von Natascha Milde, Sascha Berger und mir ausgewählten Beiträge des WEST-Kurzgeschichten-Wettbewerbs zum Thema »Die Weisheit des Alters« vor. Einzige Teilnahmebedingung war, dass die Autorinnen und Autoren, die ihre Erfahrungen mit Homosexualität schildern sollten, zwischen 48 und 88 Jahre alt sein mussten. Dabei spielte es keine Rolle, ob sie lesbisch, schwul, bi- oder heterosexuell waren.
Mit diesem Kurzgeschichten-Wettbewerb sollte ein Zeichen gesetzt werden gegen das raube Klima der homosexuellen Subkultur, in der das Alter eher als störend, denn als bereichernd empfunden wird. Und dieses Buch soll ein Beitrag dazu sein, die Kluft zwischen den Generationen abzubauen, indem es den Älteren die Gelegenheit gibt, Geschichten aus ihrem Leben zu erzählen. (Gerd Hoffmann im Vorwort)

Alte Hasen, junges Herz Book Cover Alte Hasen, junges Herz
Sascha Berger, Gerd Hoffmann, Natascha Milde
Sammlungen
Gmünder, Bruno, Verlag GmbH
1996
Taschenbuch
168
978-3-86187-512-3

When I Knew

When I Knew is a collection of smart, hilarious, and often poignant stories about that revelation for all gay men and women: when they first knew. In this gorgeously illustrated, cleverly designed, and colorful book, acclaimed fashion and celeb-rity photographer Robert Trachtenberg brings humor and style to the EUREKA! moments of more than eighty contributors, including B. D. Wong, Arthur Laurents, Simon Doonan, Stephen Fry, Marc Shaiman, Michael Musto, and more. Also mixed in are tales about when parents knew and when everyone else knew, as well as laugh-out-loud coming-out stories.

Readers will fall in love with these anecdotes, from the seven-year-old who looked under the television set to sneak a peek under Tarzan’s loincloth, to the inquisitive grandmother who asked her grandson, „You don’t like a girl to get married? You prefer a boy?“, to the courageous field trip participant who passed up the universal favorite burger-and-fry combo in favor of the fruit plate with cottage cheese.

Filled with original art by New Yorker illustrator Tom Bachtell, historical images, and personal photographs from the contributors, When I Knew is a vibrant and witty celebration of that sometimes glorious, sometimes painful, but always captivating moment when everything suddenly makes sense.

When I Knew Book Cover When I Knew
Robert Trachtenberg
Englische Bücher
Regan Books
2005
120
978-0-06-057146-7

Das lesbischwule Coming-out- Buch

Lesben und Schwule erzählen ihre Geschichte

Frauen und Männer erzählen über ihr Coming Out. Jede Geschichte ist anders als die anderen, trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl „So gings mir auch“.
Dieses Buch ist aber keine Anleitung zum CO aber eine gute Illustration, auch für „die Anderen“

Das lesbischwule Coming-out- Buch Book Cover Das lesbischwule Coming-out- Buch
Freiburger Lesbisches u. Schwulen Schulprojekt
Coming Out
Verlag Rosa Winkel
1999
255
3-861490-89-7

Die verbotene Frucht

Schwule berichten von ihrem ersten Sex-Erlebnis

Über 70 Männer erzählen von ihrem ersten schwulen Sex: Die einen hatten ihn im Alter von fünf Jahren, die anderen erst mit 36. Um der Zeitspanne von über sechs Dekaden gerecht zu werden, hat der Herausgeber sechs sinnvolle epochale Kapiteleinteilungen vorgenommen. Die ersten Texte sind vor den bahnbrechenden Ergebnissen des Kinsey-Reports situiert (1930-1948), die zweite Gruppe beschreibt das erste Mal in der Nachkriegszeit (1949-1959), die dritte und vierte Gruppe werden durch die Stonewall-Ereignisse getrennt (1960-1969 und 1970-1977) und der Schritt von der fünften zur sechsten Gruppe markiert den Einschnitt, den Aids mit sich brachte (1978-1985 und 1986-1994).

Von einigen Ausnahmen abgesehen, handelt es sich hier um keine professionellen Schriftsteller, viele Texte sind anonym veröffentlicht. Es verwundert daher nicht, dass die meisten Geschichten sicherlich keinen literarischen Höchstgenuss bieten. Doch sie sind ansprechend für zwei unterschiedliche Lesergruppen. Für junge Leser, die einen fiktiven „Erfahrungsaustausch“ suchen, um ihre eigene Sexualität verorten zu können, bietet diese Sammlung jede Menge identifikatorisches Material. Und dem kulturgeschichtlich interessierten Leser gibt die Anthologie Aufschluss über die Entwicklung amerikanischer Sexualmoral, schwuler Sexualität und sexueller Praktiken. Erstaunlich sind besonders zwei Befunde: Es gibt nur eine einzige Schilderung, bei der das erste Mal mit einem Transvestiten stattfand, und es zeichnet sich ein Trend ab, demzufolge die früheren Erlebnisse generell optimistischer dargestellt werden als die aus jüngster Zeit. Es ist demnach gerade nicht so, dass mit einer zunehmenden schwulen Emanzipierung Sex zwischen Männern leichter wurde. Im Gegenteil: Früher durfte Mann relativ unbeschwert Sex untereinander haben, ohne darüber nachdenken zu müssen. Die gesellschaftliche „Unsichtbarkeit“ des Schwulen machte Homo-Sex leichter, das suggerieren die frühen Geschichten immer wieder. Mit der allmählichen gesellschaftlichen Aufklärung und Akzeptanz allerdings wuchs auch der Zwang, „sich zu bekennen“, d.h. ein Coming-out zu haben. Mag die „Frucht“ heute auch nicht mehr verboten sein, der erste schwule Sex ist deshalb noch lange nicht frei von Schuldgefühlen. „Paradiesisch“ wird es meist erst später, aber davon erzählt eher Jack Harts frühere Anthologie My Biggest O: Gay Men Describe „the Best Sex I Ever Had“. –RJ Poole
© amazon

Die verbotene Frucht Book Cover Die verbotene Frucht
von Jack. Hart (Herausgeber), Gerold Hens (Übersetzer)
Erotik
Gmünder, Bruno, Verlag GmbH
2000
285
3-861873-15-X