Schlagwort-Archive: Sprüche und Weisheiten

Aphorismen, Sprüche, Weisheiten zu allen Themen

Pharisäer

Ein Mensch betrachtete einst näher
die Fabel von dem Pharisäer,
der Gott gedankt voll Heuchelei,
dafür, dass er kein Zöllner sei.
„Gottlob“, rief er in eitlem Sinn
„dass ich kein Pharisäer bin.“
Eugen Roth

Pharisäer: Einer der auf das Leben anderer Menschen herabblickt und ihnen das Recht abspricht in ihrem Anders-sein genauso von Gott angenommen zu sein wie die Rechtgläubigen.
Jesus hat dieses Denken auf’s Schärfste verurteilt.
„Banji“ im Forum von jesus.de

Zitate…

Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.
Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963

Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor.
Uta Ranke-Heinemann, deutsche Theologin

Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heißt ihren Schöpfer beleidigen.
Rousseau, Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars

aus Zitate und Aphorismen für Atheisten – über Kirche, Religion und Moral

Wir lieben wen wir wollen

Seltsam sind einzig die Menschen, die niemanden lieben.
Rita Mae Brown

Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko zu blühen
Anaïs Nin

Es gibt Leute, die dir das Herz aus dem Leibe reissen, und Leute, die es dir wiedergeben
Elisabeth Davis

Fülle unsere goldenen Becher mit Liebe, in reinen Nektar gerührt
Sappho

Zur Wahrheit gehören zwei: Einer, der sie sagt, und einer der sie vernimmt
Henry David Thoreau

Als Kind gehörte ich nie dazu, und das hat mir immer schwer zu schaffen gemacht.
Hätte ich gewusst, dass mein Anderssein eines Tages ein Vorteil sein würde, wäre mein früheres Leben entschieden einfacher gewesen.
Bette Midler

Zweifle nicht daran, dass eine kleine Gruppe von bedachten, engagierten BürgerInnen die Welt verändern kann; im Grunde sind es die einzigen, denen es je gelingt
Margaret Mead

Die Bibel enthält sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Das heisst aber nicht, dass Gott die Heterosexuellen nicht liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden.
Lynn Lavner (Kabarettistin)

Die These, in Sodom und Gomorrha gehe es um homosexuellen Sex, ist etwa so zutreffend wie die Behauptung, die Geschichte von Jona und dem Wal sei eine Abhandlung über Fischerei.
Peter Gomes (Baptistenprediger und Professor für Christliche Ethik in Harvard)

Es geht hier nicht um Akzeptanz, sondern um Vergebung.
Die Frage ist nicht, ob ihr uns akzeptiert, sondern ob wir es über uns bringen, euch zu vergeben.
James Baldwin

Ohne Zusammenhalt gibt es keine Befreiung.
Audre Lorde

Diese Zitate stammen aus dem Buch „Wir lieben wen wir wollen“ von Ellen Bass und Kate Kaufmann (Orlando)

…die Apokalypse naht!

Wenn die Apokalypse wegen Auschwitz, dem armenischen Genozid, den Völkermorden in Ruanda u.s.w.. nicht gekommen ist, wird sich Gott in Fragen einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft nicht gleich in Unkosten stürzen ….
Hängt doch mal endlich das Problem ein bisschen tiefer ………
„Banji“ in einem Forum von „jesus.de“ zum Thema «Segnung von Homosexuellen in der Kirche»

Aber ein gutes hat die Diskussion hier. Ich kann mir mein Haargel sparen, weil mir den ganzen Tag die Haare zu Berge stehen… *grins*
„Bruder Jo“ in einem ähnlichen Thread im gleichen Forum etwas später.

G. C. Lichtenberg (1742-1799)

G. C. Lichtenberg (1742-1799)

Glaubt ihr denn, daß der liebe Gott katholisch ist?

Was hilft alle Aufklärung, alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen.

Kein Wort im Evangelium ist in unseren Tagen mehr befolgt worden als das: Werdet wie die Kindlein.

Die Bibel ist ein Buch, von Menschen geschrieben, wie alle Bücher. Von Menschen, die etwas anders waren als wir, weil sie in etwas anderen Zeiten lebten, etwas simpler in manchen Stücken waren als wir, dafür aber auch sehr viel unwissender. Also ein Buch, worin manches Wahre und manches Falsche, manches Gute und manches Schlechte enthalten ist.

Ist es nicht seltsam, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?

Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, das heißt vermutlich: Der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.

Das in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.

Unsere Welt wird noch so fein werden, daß es so lächerlich sein wird, einen Gott zu glauben als heutzutage Gespenster.

Es ist ein grosser Unterschied zwischen etwas noch glauben und es wieder glauben. Noch glauben, dass der Mond auf die Pflanzen wirke, verrät Dummheit und Aberglaube, aber es wieder glauben zeigt von Philosophie und Nachdenken.

Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

Die grosse Regel: Wenn dein Bisschen an sich nichts Sonderbares ist, sag es wenigstens ein bisschen sonderbar.

Es gibt Leute, die glauben, alles wäre vernünftig, was man mit einem ernsthaften Gesicht tut.

Ich habe Leute gekannt, die haben heimlich getrunken und sind öffentlich besoffen gewesen.

Es regnete so stark, dass alle Schweine rein und alle Menschen dreckig wurden.

Dann gnade Gott denen von Gottes Gnaden.

Damals, als die Seele noch unsterblich war.

Die kleinsten Unteroffiziere sind die stolzesten.

Leib und Seele: ein Pferd neben einen Ochsen gespannt.

Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen.

Vom Wahrsagen läßt sich’s wohl leben in der Welt, aber nicht vom Wahrheitsagen.

Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen, und es klingt hohl, ist das allemal im Buch?

Das Wort Gottesdienst sollte verlegt und nicht mehr vom Kirchengehen, sondern bloß von guten Handlungen gebraucht werden.

Es ist sehr gefährlich, sagt Voltaire, in Dingen recht zu haben, wo große Leute unrecht gehabt haben.

“Es ist schade, daß es keine Sünde ist, Wasser zu trinken”, rief ein Italiener, “wie gut würde es schmecken!”

Der Duft eines Pfannkuchen, bindet mehr ans Leben, als alle philosophischen Argumente.

„Lichtenberg Sudelbücher“, insel taschenbücher it792.
Zitate und Aphorismen über Religion, Kirche und Moral

Woran erkennt man…

eine christliche Familie?

  1. Es ist niemand daheim,weil alle in der Gemeinde aktiv sind.
  2. Sie essen Sonntags später als andere Familien.
  3. Sie sind Sonntags unausgeschlafen.
  4. Wenn Teenager im Haus sind:Unter dem Stapel Bravo-Hefte im Wohnzimmer liegt christliche Literatur.
  5. Die Satelitenschüssel trägt nicht den Modellnamen SatAn!

 einen Christen im Freibad?

  1. Er geht auf dem Wasser.
  2. Wenn eine Frau in einem Stringtanga vorbeikommt bewundert er nur die Farbe des Tangas oder springt schnell ins kalte Wasser.
  3. Wenn es ein katholischer Pfarrer ist:Er schwimmt sehr vorsichtig: Eine falsche Handbewegung und es ist Weihwasser.
  4. Wenn er Baptist ist: Er hat viel Freude am Untertauchen.
  5. Er stellt sich bei der Schlange am Kiosk ganz hinten an und ist nach zwei Stunden immer noch der letzte.

ein christliches Buch?

  1. Der Einband hat so eine überirdische postive Ausstrahlung.
  2. In einer öffentlichen Buchhandlung:Es sieht völlig unbenutzt aus.
  3. Bei US-Büchern: Das einzige Four-Letter-word das darin vorkommt ist „Amen“.
  4. Es kommt ungefähr 256-mal das Wort Freude vor, aber es gibt nichts zu lachen.
  5. Bei einer Biographie: Das Leben vor der Bekehrung wird ausführlich und plastisch erzählt,dann kommt der Satz:“Und da trat Jesus in mein Leben“- und von da an wird die Erzählung kurz und allgemein und besteht nur noch aus Phrasen.
    (Drum haben die Herausgeber der Josefine Mutzenbacher, den phraseologischen Teil von vornherein weggelassen, damit sich die christlichen Leser nicht langweilen.)

Manche Menschen nehmen einfach alles ernst, sogar ihren Glauben.
JensM, aus einem Forum