Schlagwort-Archive: Theologie

Theologie allgemein

Coming Out to Truth

Aus dem Vorwort:

Ich muss euch etwas von mir erzählen. Es ist etwas, was euch (zuerst) nicht viel Freude machen wird. Ich bin lesbisch. Da ich weiss, dass dies ein Schock für manche von euch ist (es war ein Schock für mich!), möchte ich die ganze Situation in den folgenden Seiten erklären. Ich bin nicht von heute auf morgen zu der Erkenntnis gekommen, dass ich lesbisch bin. Es hat viele Wochen gedauert, Wochen von Kampf, aber auch Wochen von Freisetzung. Ich arbeite mich am besten durch Dinge, indem ich sie niederschreibe. Dies ist Teil meiner Niederschrift und ich hoffe, dass sie euch dieselbe Klarheit gibt, wie sie mir gegeben hat.

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Coming Out to Truth Book Cover Coming Out to Truth
Anette Seiler
Coming Out
Eigenverlag
1998 / 2011
EBook

Feed: Herz im Wandschrank

Herz im Wandschrank Gedanken und Erfahrungen eines schwulen Christen

  • Queerer Buchstabensalat
    von Markus am 11. Februar 2018 um 18:14

    Ich bin schwul. Das ist ein schöner, kompakter, einfacher Satz, mit dem erst mal vieles gesagt ist – zumindest im Bezug auf das Thema dieser Seite. Aber ich habe auch weibliche Leser, die natürlich, wenn sie sich zu Menschen gleichen Geschlechts hingezogen fühlen, nicht schwul, sondern lesbisch sind. Und dann kommen noch die Menschen beiderlei […]

  • No Place in Heaven
    von Markus am 28. Januar 2018 um 17:55

    So lautet der Titel eines Liedes des libanesisch-britischen Sängers Mika, auf das ich letzte Woche gestoßen bin, und das mich sehr angesprochen hat. Der Titel und das gleichnamige Album wurden allerdings schon vor zweieinhalb Jahren veröffentlicht. Ich kann beides nur sehr empfehlen. Ich möchte den Text des Liedes hier nur auszugsweise wiedergeben, um das Zitatrecht […]

  • Die Heiligen Drei Könige
    von Markus am 7. Januar 2018 um 16:29

    Gestern war Dreikönigstag. Ursprünglich und eigentlich heißt der Tag Epiphanias, also Erscheinungsfest. Es geht dabei auch nicht darum, dass orientalische Würdenträger in Betlehem erschienen, sondern dass der Messias höchstselbst in der Welt erschienen ist. Viele christliche Kirchen feiern Weihnachten traditionell am 6. Januar. Dazu passt, dass die drei Könige eine spätere Erfindung sind. Der Evangelist […]

  • Inter
    von Markus am 12. November 2017 um 19:31

    In einem wegweisenden Urteil hat das Bundesverfassungsgericht in dieser Woche festgestellt, dass die Auswahlmöglichkeit männlich  und weiblich zur Beschreibung des Geschlechts einer Person nicht ausreichend sind, und dass es auch nicht genügt, wenn man Menschen die Möglichkeit gibt, diese Stelle leer zu lassen. Wie üblich liefert das Verfassungsgericht keine genaue Lösung, wie das Personenstandsrecht geändert werden muss, sondern […]

  • Huhn und Schwein
    von Markus am 22. Oktober 2017 um 18:10

    Ein Huhn und ein Schwein wollen ein Restaurant eröffnen. Das Schwein frag das Huhn: „Was wollen wir anbieten?“ Das Huhn antwortet: „Wie wär’s mit Eier und Speck?“ Darauf sagt das Schwein: „Das ist unfair. Ich bin persönlich betroffen, du bist nur beteiligt.“ Die Geschichte von Huhn und Schwein wird gerne erzählt, wenn es um Projektmanagement […]

  • Brot, Steine und Wunder
    von Markus am 1. Oktober 2017 um 16:03

    Es ist müßig, darüber zu diskutieren, welche Wunder Gott tun kann, und wo eventuell die Grenzen seiner Macht liegen. Schon beim Versuch schlägt die menschliche Logik Purzelbäume und verknotet das Hirn. Gottes Allmacht ist zu groß für den menschlichen Geist. Es gibt aber Wunder, bei denen weigert sich Gott einfach, sie zu tun, obwohl sie […]

  • Magengrimmen
    von Markus am 17. September 2017 um 14:45

    In den letzten eineinhalb Wochen tourte die sogenannte Demo für alle mit einem Bus durch Deutschland, am Freitag wurde als letzter Stopp Berlin angefahren. Die Initiatoren kämpfen mit diesem Bus gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen, gegen trans*-Rechte und gegen vernünftige Schulaufklärung. Queer.de bezeichnet den Bus als Hass-Bus. Ich weiß nicht, ob diese Bezeichnung wirklich zutreffend ist. Ich glaube nicht, dass Hass […]

  • In a Heartbeat
    von Markus am 14. August 2017 um 18:43

    Ich bin zuweilen etwas langsam. Nicht nur, weil dieser Beitrag erst an einem Montag fertig wird, obwohl ich normalerweise versuche, sonntags zu veröffentlichen. Auch mit dem heutigen Thema springe ich auf einen längst fahrenden Zug auf. Der computeranimierte Kurzfilm In a Heartbeat, um den es heute gehen soll, wurde genau vor zwei Wochen veröffentlicht. Seitdem hat […]

  • Moral und Regenbogen
    von Markus am 30. Juli 2017 um 11:00

    Vor einer Woche war ich zum ersten Mal auf einem Christopher Street Day, und zwar ausgerechnet auf dem in Berlin, einem der größten und buntesten der Republik. Überall Regenbogenfahnen, nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch an vielen Gebäuden in der ganzen Stadt. Als Symbol der LGBTQ-Community ist diese Fahne knapp 40 Jahre alt. Der […]

  • Textkritik
    von Markus am 16. Juli 2017 um 17:08

    Im Nachgang zur Bundestagsentscheidung für die Ehe für alle hat sich auch Ulrich Parzany zu Wort gemeldet und über das Netzwerk Bibel und Bekenntnis eine Stellungnahme veröffentlicht. Sie endet in einer sogenannten Kanzelerklärung. Parzany empfiehlt, diese so oder in ähnlicher Form „in Gottesdiensten oder anderen Gemeindeversammlungen abzugeben.“ Theologische Inhalte sucht man in dieser Erklärung vergeblich. Ich denke, […]

Feed: In Ya Face

IN YA FACE Theologie ohne Schnick-Schnack

  • Hat Luther genagelt?
    von Tobias Sauer am 6. Dezember 2018 um 7:58

    Ein Interview mit Dr. Benjamin Hasselhorn Philipp Greifenstein vom Magazin für Kirche, Politik und Kultur DIE EULE hat mit Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn über Luthers Thesenanschlag gesprochen. Benjamin Hasselhorn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Luthergedenkstätten und hat gemeinsam mit Mirko Gutjahr ein Buch über den Thesenanschlag geschrieben. Lange galt der Thesenanschlag als eine Legende, … Der Beitrag Hat Luther genagelt? erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • #6 Tobias: Kein Halleluja!
    von Tobias Sauer am 30. Juni 2018 um 11:01

    Ich bin kein Liturgist. Wahrlich nicht. Und ich mache mich frei, mea non culpa, von dem gejammer über diese oder jene falsch benutzte Form, Lied, Geste, Farbe innerhalb der katholischen Messe. Aber was mich regelmäßig wahnsinnig macht, ist wenn das “Halleluja” von Leonard Cohen angestimmt wird. Nein, versteh’ mich bitte nicht falsch, ich liebe dieses … Der Beitrag #6 Tobias: Kein Halleluja! erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • #5 Tobias: Verhüllt die Kreuze!
    von Tobias Sauer am 25. April 2018 um 9:38

    Stellen Dir vor du bist der Sohn Gottes und nachdem du die Menschen von all ihren Sünden befreit hast, um Sie auf das Kommen des Reich Gottes vorzubereiten. Haben diese nichts besseres zu tun als dich und deinen Namen immer und immer und immer wieder zu missbrauchen. Es ist ja auch einfach: Denn einer irdisch-toten Person kann man wunderbar alle möglichen Sachen zu sprechen. Zum Beispiel skurrile Moralvorstellungen: Ich bin mir sicher du hast auch einen Purity Ring getragen. Kann ja nicht anders sein! Es ekelt mich an für welche Machtmissbrauchfantasien Jesus so herhalten muss. Und dann wären wir schon bei der Politik. Diese christlich-abendländische Kultur, die seit Jahren erst von Strammrechten, dann von ausschließlich besorgten Bürgern und nun in den Köpfen der CSU herumirrt und neuer Dings mit Nägeln durch Kreuze an die Wand all ihrer Machtzentren genagelt wird. Und weil Jesus damit wohl noch nicht genug erniedrigt worden ist, wird sein Symbol auch noch umgedeutet, von der Befreiung aller Menschen, reduziert auf die Teilung in Kulturen. Ja. So hat das Kreuz keine Spitze mehr nach innen, sondern nur noch nach außen. Es schmerzt nur noch denen, die Ausgegrenzt werden, statt die, die Mauern schließen daran zu erinnern Brücken zu bauen. Die Dornen in der Krone werden nach außen gedreht. Ist ja auch viel modischer. Und wie Mode nun mal so ist: Oberflächlicher. Ohne Inhalt. Ohne Gott. Die Kreuze, die nur noch als Kulturschmuck an Wände genagelt werden, sind der Ausdruck der Selbstverabsolutierung eigener Machtfantasien und keine Einsicht in den Dienst in der Liebe, die das Kreuz verlangt. Peter Aschoff hatte eine angemessene Idee. Der möchte ich mich anschließen: Wenn Menschen denken das Kreuz als Waffen demonstrativ nach außen zu tragen, sollten wir anfangen das Kreuz zu schützen: Und es zu verhüllen! Nicht um es zu verstecken! Sondern um es vor missbrauch zu schützen. Von der Wand zu nehmen, um es im Herzen zu tragen! Der Beitrag #5 Tobias: Verhüllt die Kreuze! erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • #4 Fabian: Was ein Horst
    von Tobias Sauer am 21. März 2018 um 6:00

    Er hat es gesagt. Im ersten Interview nach seinem Amtsantritt hat der neue Heimatminister Horst Seehofer diesen unsäglichen Satz wieder in die öffentliche Debatte gebracht und gesagt: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland." Ich kann es nicht mehr hören, diese Äußerung ist so nutzlos und in keiner Weise zielführend, wie übrigens auch die Äußerung "Der Islam gehört zu Deutschland". Das zeigt schon die Reaktion auf diesen Satz: Ein Ping-Pong Spiel öffentlicher Äußerungen, die einen kreischen: "Doch, doch!" Und die anderen: "Recht hat er!" Viel Applaus bekommt Seehofer natürlich von den Populisten. Das ist auch nicht verwunderlich, denn nichts anderes ist diese Äußerung: Purer Populismus. Vor rund zwei Jahren habe ich selbst mal zu dem Thema gebloggt und mich an dieser Diskussion beteiligt. Das würde ich nicht wieder tun. Denn: Der Satz ist - in welche Richtung auch immer - so sinnlos, als würde ich behaupten: "Der Horst gehört nicht zu Deutschland." Von welchem Horst reden wir denn? Und was bedeutet: "gehört"? Und was ist eigentlich "Deutschland"? Das genau zeichnet Populismus aus: Phrasendreschen mit lauter Begriffen, die jeder so füllen kann, wie es ihm selbst in den Kram passt. Nur, damit er am Ende schreien kann: Da stimme ich voll zu! Seehofers Kalkül ging übrigens auf: 76 Prozent der Deutschen stimmen ihm einer aktuellen Umfrage zufolge zu. Ich will diesen Satz einfach nicht mehr hören. Von niemandem, in keine Richtung. Es gibt Formen des Islams, die mit einem Deutschland, das ich mir vorstelle, deutlich kompatibler sind als die Religion mancher sektiererischen Gruppen, die sich Christen nennen. Es gibt Formen des Christentums, die in Deutschland keinerlei Tradition haben und weder unsere Kultur noch unsere Geschichte prägen. Statt unsere Energie in sinnentleerte populistische Debatten darüber zu verschwenden, ob der Islam oder irgendeine andere Religion nun zu Deutschland gehört oder nicht, sollten wir uns lieber darum kümmern, dass alle Menschen in unserem Land in Frieden, Freiheit und gegenseitigem Respekt miteinander leben können. Der Beitrag #4 Fabian: Was ein Horst erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • #3 Tobias: Du fastest? Ich breche!
    von Tobias Sauer am 28. Februar 2018 um 9:05

    "Dieses Jahr faste ich auf ..." Ist mir so was von egal! Rede nicht weiter. Bitte. Es ist mir egal. Ganz egal. Du kannst auf alles fasten. Zum Beispiel auch darauf es mir zu erzählen: Es interessiert mich einfach nicht. Dabei könnte es so interessant sein, denn der alljährliche Wahnsinn um das Fasten ist definitiv einer der letzten kirchlichen Traditionen, die noch Platz im Leben der Menschen hat. Mehr noch: die zum Lifestyle erhoben wird. Einmal im Jahr verzichte ich mal auf etwas, von dem ich den Rest des Jahres zu viel habe. Eigentlich könnte es interessant sein! Wenn da nicht die Motivationslage so total verquer ist. Fasten als Lifestyle nicht mehr den Verzicht auf etwas, was mich schwer und träge macht. Was mich von meinem Christ sein abhält. Dem Loszusagen, was meine Aufmerksamkeit bindet und mich beruhigt, damit ich ja keine richtigen Herausforderungen in meinem Leben angehe. Auf solche Sachen fasten ist kein Verzicht, sondern Zurückerobern meiner Freiheit. Doch Fasten als Lifestyle ist eben nur Lifestyle. Für mich absolut in Ordnung, aber eben auch absolut uninteressant. Und gerade aus diesem Grund nervt mich dieses ständige Gejammer der Fastenden, wie schwer (aber trotzdem respektabel und Anerkennungswert) ihr Fasten auf Schokolade doch ist. Da das so schwierig ist, wird es jedem erzählt "Nein danke. Ich faste.", "also ich faste ja gerade Kaffee", "ne ich faste dieses Jahr Süßkram" ... weißt du, was Du, lieber Fastende, genau in diesem Moment machst? Fastenbrechen! Du fastest auf etwas, weil es dich in Deinem Leben hemmt, schön! Gut für dich! Aber hol Dir von mir keine Ersatzbefriedigung, keine Anerkennung oder kein Lob. Mäste mich nicht mit Deinen Vorsätzen, solange bis Du von dieser Ersatzbefriedigung satt bist. „Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten." (Mt 6,16) Der Beitrag #3 Tobias: Du fastest? Ich breche! erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • #2 Fabian: Liebe für alle!
    von Fabian Maysenhölder am 24. Januar 2018 um 5:30

    In der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gibt es einen Aufstand. Einen Aufstand gegen eine Entscheidung, die die Synode Ende vergangenen Jahres getroffen hat: Statt endlich als eine der letzten Landeskirchen die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zu ermöglichen, wurde ein entsprechender Entwurf  zur Öffnung abgelehnt.  Der Beschluss hat eine Schockwelle durch die Landeskirche geschickt und viele verzweifelt … Der Beitrag #2 Fabian: Liebe für alle! erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • #1 Tobias: Yeah Jesus
    von Tobias Sauer am 10. Januar 2018 um 5:00

    "Mission. Jesus. Whoop whoop!" So lässt sich die Präsentation von Mission Manifest ( https://www.missionmanifest.online/ ) zusammenfassen. Tobias hätte zu den 10 Thesen mal 2 Anti-Thesen. Der Beitrag #1 Tobias: Yeah Jesus erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • Die letzte Folge?
    von Tobias Sauer am 24. Dezember 2017 um 7:00

    Im April sind wir an den Start gegangen. Als kleiner Sandkasten. Und jetzt ist es Zeit den Sandkasten nochmal ordentlich umzugraben. Wir verändern IN YA FACE. Wie? Das hört ihr in unserer letzten Folge nach dem alten Muster. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auch weiterhin begleitet und abonniert lasst! Der Beitrag Die letzte Folge? erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • Folge 8: Teufel
    von Tobias Sauer am 13. November 2017 um 11:47

    So der 31. Oktober ist geschafft und was läge da näher als mal über den Teufel zu reden. (Fabian zwingt mich dazu, zu erwähnen, dass ich auf Halloween anspiele.) Wer ist dieser Teufel? Gibt es ihn? Braucht man ihn? Ist es ein zweiter Gott? Anbetungswürdig? All dem gehen wir, dieses mal leider mit teuflisch schlechter … Der Beitrag Folge 8: Teufel erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

  • Folge 7: Reformation
    von Tobias Sauer am 30. Oktober 2017 um 9:34

    Reformation. Vor 500 Jahre schlug Luther, in guter deutscher Beschwerdekultur, 95 Thesen an die Schlosskirche von Wittenberg. Zack, feddisch: Zwei Kirchen. Jetzt haben wir den Salat. In dieser Folge von IYF geht es um die Reformation (genauso historisch ausführlich wie in dieser Beschreibung) und vor allem darum wie wir zusammen glauben können. Theologischer Vorschlag: Abendbrotgemeinschaft … Der Beitrag Folge 7: Reformation erschien zuerst auf IN YA FACE. […]

War Jesus schwul?

100 unerschrockene Fragen und Antworten zu Bibel, Kirche und Religionen von Reinhard Rolla

War Jesus schwul? Diese und 99 weitere Fragen werden vom Autor unerschrocken gestellt und mutig beantwortet. Er ist evangelisch-reformierter Theologe und war fast 50 Jahre lang Gemeindepfarrer in der Schweiz. Er bezeichnet sich als „schwergläubig“, was ihn die Bibel und die kirchlichen Traditionen sehr genau und kritisch studieren liess. Dieses Studium hat ihn nah an den historischen Jesus geführt. Konsequenterweise nennt er sich seit vielen Jahren „Jesuaner“.
Mit diesem Buch bietet Reinhard Rolla 100 Anregungen, sich mit der Bibel und der Kirche kritisch auseinanderzusetzen. Wer auf der Suche nach einem zeitgemässen Glauben ist, wird hier Impulse für seinen Weg finden. Die 100 kurzen Texte belehren nicht und offenbaren keine endgültigen Wahrheiten. Sie zeigen aber Wege auf, führen ins jesuanische Denken ein, bestärken und stellen gleichfalls in Frage. Ein herausforderndes Buch für Anfänger und Profis gleichermassen.

Portrait

Reinhard Rolla hat sich ein Leben lang als Pfarrer durch die biblischen Texte „gefressen“ wie der Regenwurm durch die Erde. Am Ende hat er die meisten dieser Texte für „wertvoll, aber museumsreif“ befunden und sich „Jesuaner“ genannt. Dies als Abgrenzung zu denen, die sich „Christen“ nennen, aber von Jesu „Vision von der Menschwerdung des Menschen“ weit entfernt sind. Seine Erkenntnisse veröffentlicht er jeden Sonntagabend auf der Seite seiner Facebookgruppe „Bibel, Kirche(n), Religion(en) kritisch beleuchtet“. Nun liegen seine Texte erstmals gesammelt als Buch vor.

War Jesus schwul? Book Cover War Jesus schwul?
Reinhard Rolla
Kritisches
Omnino Verlag
2017
Taschenbuch
304
978-3-95894-065-9
9783958940666 / B074HB5JY3

Homosexualität

Auf dem Weg in eine neue christliche Ethik?

„Eine Debatte ist unbedingt nötig!“ Carsten „Storch“ Schmelzer widmet sich einem heißen Eisen: Homosexualität. Es gibt nur wenige Themen, die geeignet sind, die Menschen in den Gemeinden – gleich welcher Denomination – so zu spalten wie dieses. Ist es für den einen schlichtweg Sünde, werden in den letzten Jahren wiederholt Stimmen laut, die sich an einer positiven Sicht versuchen, wobei die Auslegung der betreffenden Bibelstellen oft sehr willkürlich erscheint. Storch beleuchtet die Argumente beider Seiten und nähert sich dem Thema ganzheitlich. Hierzu betrachtet er die gängigen Bibelstellen und (Un-)Möglichkeiten der Auslegung, beleuchtet die Situation homosexuell empfi ndender Menschen in unseren Gemeinden und gibt einen Einblick in die gängigen Theorien über Ursachen und Entstehung von Homosexualität. Dabei gibt er keine fertigen Antworten, sondern stellt dem Leser frei, wie er die verschiedenen Sichtweisen bewerten möchte. Statt eine Marschrichtung vorzugeben, lautet sein Appell: „Wir müssen miteinander reden!“

Dieses Buch ist umstritten: Den einen zu liberal, den anderen zu konservativ. Im Kapitel, in dem er sich mit den „Homoheilern“ auseinandersetzt, erwartete ich mehr kritische Distanz.

Homosexualität Book Cover Homosexualität
Carsten "Storch" Schmelzer
Theologie und Homosexualität
Brendow&Sohn Verlag GmbH
2015
Taschenbuch
336
978-3-86506-741-8
9783865067746 / B018FY8OYG

Was glaubte Jesus?

Ruth Lapide erzählt in der ihr eigenen Art und Weise über die Geschichten und Menschen der Bibel. Es geht jedoch nicht um das Alte Testament, das in weiten Teilen ja auch für sie als Jüdin eine entscheidende Rolle spielt, sondern sie setzt sie sich hier als eine der wenigen jüdischen Neutestamentlerinnen mit den Geschichten und Menschen um Jesus auseinander und kommt zu überraschenden Ein- und Ansichten.

Was glaubte Jesus? Book Cover Was glaubte Jesus?
Ruth Lapide, Henning Röhl
Theologie allgemein
Kreuz-Verlag, Stuttgart
2007
200
978-3783125894

Heiligung des Lebens

Zur Wirkungslogik religiöser Erfahrung

Wege in religiöse Erfahrung. Gegen die Erfahrungslosigkeit christlicher Glaubenspraxis. Mit der Macht des Heiligen rechnen. Einen spirituellen Weg gehen heißt, sich einem Einfluss aussetzen, der das Leben heiligt. Wie aber vollzieht sich diese Heiligung und wohin führt sie?. Manfred Josuttis macht die Einflüsse sichtbar, die in religiöser Erfahrung wirken. Er erschließt, wie sie den Menschen verändern und lässt sichtbar werden, wie religiöse Erfahrung möglich werden kann. Im Kontext evangelischer Praktischer Theologie geht Josuttis mit seinem Ansatz einen neuen Weg. Ein spannendes Buch für PfarrerInnen, SeelsorgerInnen wie auch für spirituell interessierte Menschen.

Aus dem Inhalt: Einflüsse: Das Göttliche – Das Böse – Die Bilder – Die Katastrophen – Die Therapie – Der Sport. Resonanzen: Leiblichkeit – Verständlichkeit – Vereinigung – Gefährdung – Bürgerlichkeit. Konversionen: Passagen – Trennungen – Mystagogik – Einweihung – Austritt – Die Toten – Die Heiligen

Heiligung des Lebens Book Cover Heiligung des Lebens
Manfred Josuttis
Theologie allgemein
Gütersloher Verlagshaus
2004
Broschiert
286
978-3579054216

Das Christentum

Erschlossen und kommentiert

Der aussergewöhnliche Band entfaltet ein facettenreiches Bild des Christentums. Er verbindet lebendige Zeugnisse mit klaren Linien thematischer Konzentration. Lesern, die Wirkungsgeschichte und aktuelle Perspektiven der prägenden Kraft unserer Kultur verstehen wollen, bietet das Werk ein faszinierendes Panorama. Hubertus Halbfas stellt das Christentum im Spiegel geschichtlicher Zeugnisse in völlig neuartiger Weise vor. Statt einlinig durch die Zeiten zu führen, setzt er unter wechselnden Fragestellungen immer wieder erneut an, um möglichst vielschichtig wahrzunehmen. Thematisch differenzierte Längsschnitte – wie Kirche und Staat, Krieg und Frieden, Ketzer, Frauen, Nächstenliebe – ermöglichen den Blick auf Tendenzen, latente Prägungen, Richtungen und Probleme. Er greift Schlüsselbereiche auf, die es erlauben, sich „dem“ Christlichen zu nähern, seinen Grundlagen, Leistungen und Lehren, seinen Versäumnissen und Irrwegen. Dies geschieht nicht durch Darstellung aus einer Feder – vielmehr kommt das, was Geschichte machte, in Originaltexten selbst zu Wort. Die Kommentierung erlaubt die Einordnung in die jeweilige Zeit. Begleitende Stimmen verbinden die Vergangenheit mit der Gegenwart.Zahlreiche Abbildungen helfen zu vertieftem Verständnis und stellen neue und aktuell bedeutsame Sichtweisen vor.

Das Christentum Book Cover Das Christentum
Hubertus Halbfas
Theologie allgemein
Patmos Verlag, Düsseldorf
2004
591
978-3-491-70377-3

Was würde Jesus heute sagen?

Die politische Botschaft des Evangeliums.

Was würde Jesus heute sagen?
Warum gerieten die Leute ausser sich, wie der Jesus-Biograph Matthäus schreibt, als sie seine Worte hörten? Was an ihm hat die Menschen fast verrückt gemacht? Warum forderten die Machthaber seinen Tod? Was würde Jesus heute sagen?
Heiner Geissler erzählt die unerhörte Geschichte des Jesus von Nazareth. Dabei beschäftigt er sich mit Originaltexten, kommt falschen Übersetzungen auf die Spur und schildert, mit welchen Folgen sich Jesus in die damaligen Machtverhältnisse eingemischt hat. Er überträgt die Aussagen des Evangeliums auf die heutige Zeit und konfrontiert die politische, kulturelle und ökonomische Gegenwart mit der schönsten und zugleich revolutionärsten Botschaft der Weltgeschichte.

Was würde Jesus heute sagen? Book Cover Was würde Jesus heute sagen?
Heiner Geissler
Theologie allgemein
Rowohlt TB-V., Rnb
2003
Taschenbuch
155
978-3-499-61594-8

Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist

Was Christen glauben

Gott – Menschwerdung Gottes – dreieiniger Gott – Erlösung – Heiliger Geist sind zentrale Wahrheiten des christlichen Glaubens. Wer sie Andersgläubigen zu erklären versucht, merkt, daß sie nur vermeintlich selbstverständlich sind. Können nur Fachleute sie verstehen? Nein, denn über den Glauben muß man reden können, weil Gottes Botschaft an alle gerichtet ist. In einfacher Sprache wird in diesem Buch so über die Glaubenswahrheiten gesprochen, daß sie sich verstehen lassen, ohne in abwegigen Spekulationen das Geheimnis Gottes anzutasten. Diese klare Sicht eröffnet auch überraschende Möglichkeiten für das Gespräch von Christen, Juden und Muslimen über den gemeinsamen Glauben an den einen Gott.

Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist Book Cover Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist
Herbert Vorgrimler
Theologie allgemein
Aschendorff Verlag
2003
126
978-3-8367-1006-0
9783836760171