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Aus unserer Zitatesammlung

Johannes XXIII

Das 2. vatikanische Konzil beunruhigte viele gläubige Katholiken wegen der Reformen. Einer wandte sich direkt an den Papst und fragte: „Heiliger Vater, die Kirche besitzt doch den Schlüssel zum Himmelreich. Warum braucht es dann noch Reformen, wenn wir die geheiligten Traditionen haben?“
Johannes XXIII. lächelte freundlich: „Das ist ganz einfach: Die Protestanten haben nämlich inzwischen das Türschloss geändert.“

Martin Niemöller

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen;
Ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.

Martin Niemöller

Pharisäer

Ein Mensch betrachtete einst näher
die Fabel von dem Pharisäer,
der Gott gedankt voll Heuchelei,
dafür, dass er kein Zöllner sei.
„Gottlob“, rief er in eitlem Sinn
„dass ich kein Pharisäer bin.“
Eugen Roth

Pharisäer: Einer der auf das Leben anderer Menschen herabblickt und ihnen das Recht abspricht in ihrem Anders-sein genauso von Gott angenommen zu sein wie die Rechtgläubigen.
Jesus hat dieses Denken auf’s Schärfste verurteilt.
„Banji“ im Forum von jesus.de

Dyba…

«Schwule Männer sind doch wahrlich verirrte Seelen. Was sie tun ist abartig und kann unmöglich dem entsprechen, was Gott vom Menschen fordert.
Mein Rat: Sie sollen den Arsch zusammenkneifen und sich besinnen.»

«Verfassungsrechtlichen Anspruch auf die Fürsorge der Gemeinschaft gibt das Grundgesetz den Müttern. Von importierten Lustknaben zum Beispiel ist nicht die Rede.»

«Vor 20 Jahren waren wirklich nur Geistesgestörte der Ansicht, Gleichgeschlechtliche könnten eine Familie bilden.»

«Wir werden entweder von unreifen Regierungsunfähigen regiert oder von ausgelaugten Zukunftsunfähigen oder von einer Kombination aus beiden.»

Johannes Dyba (damals Bischof in Fulda)
Es gibt heute noch Leute, die behaupten, er sein in „der Familie“ gewesen.
Das zweite Zitat findet sich in einem Spiegel-Interview zum Lebenspartnerschaftsgesetz, kurz darauf wurde er in einen anderen Chor berufen …

Drewermann

… Und natürlich bestärkt dies diejenigen, die schon immer die Kirche von vorgestern gewollt haben und sich nicht darüber im Klaren sind, dass die Bewegung in den letzten Jahrhunderten zu einem dramatischen Verlust der religiösen Interpretation von Wirklichkeit geführt hat. Im 16. Jahrhundert gehen die Protestanten raus, im 18. Jahrhundert, in den Tagen der Aufklärung, die Schichten der Gebildeten, im 19. Jahrhundert spaltet sich weitgehend durch den sozialen Druck die Arbeiterschaft ab, im 20. Jahrhundert bleibt die Frage der Frauenemanzipation vollkommen obsolet. Nimmt man alle diese Gruppen aus der Kirche weg, bleiben anscheinend nur noch die Kirchenmäuse: Verängstigte, verschüchterte Leute, die sich klammern an einen Fundamentalismus, der sich weigert, zwischen Denken und Glauben eine vernünftige Synthese zu setzen.
Eugen Drewermann in einem Interview in den „Nürnberger Nachrichten“ vom 9.12.2003
gefunden bei linet-c

Der Film zum Kreuzzug

Die Juden haben Jesus ermordet? Über diese Simplizität muss man gar nicht lange reden. Dazu fällt mir ein Pfarrer der »Bekennenden Kirche« ein. Während die nazikonformen »Deutschen Christen« sich laut rühmten, immer schon gegen die Juden gewesen zu sein, erzählte er die Geschichte von einem Prediger, der vor dem Gottesdienst alle Juden auffordert, seine Kirche sofort zu verlassen. Als er diese Aufforderung zum dritten Mal wiederholt, steigt Jesu vom Kreuz und verlässt die Kirche. Das zum Thema Juden und Christen.
Gunnar Decker im „Neuen Deutschland“ 18.03.04 in „Der Film zum Kreuzzug“