Archiv der Kategorie: Zitate

Zitate, die wir gefunden haben

Dyba…

«Schwule Männer sind doch wahrlich verirrte Seelen. Was sie tun ist abartig und kann unmöglich dem entsprechen, was Gott vom Menschen fordert.
Mein Rat: Sie sollen den Arsch zusammenkneifen und sich besinnen.»

«Verfassungsrechtlichen Anspruch auf die Fürsorge der Gemeinschaft gibt das Grundgesetz den Müttern. Von importierten Lustknaben zum Beispiel ist nicht die Rede.»

«Vor 20 Jahren waren wirklich nur Geistesgestörte der Ansicht, Gleichgeschlechtliche könnten eine Familie bilden.»

«Wir werden entweder von unreifen Regierungsunfähigen regiert oder von ausgelaugten Zukunftsunfähigen oder von einer Kombination aus beiden.»

Johannes Dyba (damals Bischof in Fulda)
Es gibt heute noch Leute, die behaupten, er sein in «der Familie» gewesen.
Das zweite Zitat findet sich in einem Spiegel-Interview zum Lebenspartnerschaftsgesetz, kurz darauf wurde er in einen anderen Chor berufen …

Der Papst…

Sie kritisieren immer wieder den Papst. Können Sie nicht auch etwas Positives über den Pontifex maximus sagen?
Er raucht nicht und erzählt keine schmutzigen Witze. Punkt. Aber das reicht nicht aus, um den grossen Schaden auszugleichen, den er sonst anrichtet.
Uta Ranke-Heinemann in einem Interview mit dem «Neuen Deutschland» 21.5.04 (Hinweis: da war Johannes Paul II. gemeint)

Drewermann

… Und natürlich bestärkt dies diejenigen, die schon immer die Kirche von vorgestern gewollt haben und sich nicht darüber im Klaren sind, dass die Bewegung in den letzten Jahrhunderten zu einem dramatischen Verlust der religiösen Interpretation von Wirklichkeit geführt hat. Im 16. Jahrhundert gehen die Protestanten raus, im 18. Jahrhundert, in den Tagen der Aufklärung, die Schichten der Gebildeten, im 19. Jahrhundert spaltet sich weitgehend durch den sozialen Druck die Arbeiterschaft ab, im 20. Jahrhundert bleibt die Frage der Frauenemanzipation vollkommen obsolet. Nimmt man alle diese Gruppen aus der Kirche weg, bleiben anscheinend nur noch die Kirchenmäuse: Verängstigte, verschüchterte Leute, die sich klammern an einen Fundamentalismus, der sich weigert, zwischen Denken und Glauben eine vernünftige Synthese zu setzen.
Eugen Drewermann in einem Interview in den «Nürnberger Nachrichten» vom 9.12.2003
gefunden bei linet-c

Der Film zum Kreuzzug

Die Juden haben Jesus ermordet? Über diese Simplizität muss man gar nicht lange reden. Dazu fällt mir ein Pfarrer der »Bekennenden Kirche« ein. Während die nazikonformen »Deutschen Christen« sich laut rühmten, immer schon gegen die Juden gewesen zu sein, erzählte er die Geschichte von einem Prediger, der vor dem Gottesdienst alle Juden auffordert, seine Kirche sofort zu verlassen. Als er diese Aufforderung zum dritten Mal wiederholt, steigt Jesu vom Kreuz und verlässt die Kirche. Das zum Thema Juden und Christen.
Gunnar Decker im «Neuen Deutschland» 18.03.04 in «Der Film zum Kreuzzug»

Zitate…

Christi Niederlage war nicht die Kreuzigung, sondern der Vatikan.
Jean Cocteau, franz. Schriftsteller, 1889-1963

Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor.
Uta Ranke-Heinemann, deutsche Theologin

Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heißt ihren Schöpfer beleidigen.
Rousseau, Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars

aus Zitate und Aphorismen für Atheisten – über Kirche, Religion und Moral

Wir lieben wen wir wollen

Seltsam sind einzig die Menschen, die niemanden lieben.
Rita Mae Brown

Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko zu blühen
Anaïs Nin

Es gibt Leute, die dir das Herz aus dem Leibe reissen, und Leute, die es dir wiedergeben
Elisabeth Davis

Fülle unsere goldenen Becher mit Liebe, in reinen Nektar gerührt
Sappho

Zur Wahrheit gehören zwei: Einer, der sie sagt, und einer der sie vernimmt
Henry David Thoreau

Als Kind gehörte ich nie dazu, und das hat mir immer schwer zu schaffen gemacht.
Hätte ich gewusst, dass mein Anderssein eines Tages ein Vorteil sein würde, wäre mein früheres Leben entschieden einfacher gewesen.
Bette Midler

Zweifle nicht daran, dass eine kleine Gruppe von bedachten, engagierten BürgerInnen die Welt verändern kann; im Grunde sind es die einzigen, denen es je gelingt
Margaret Mead

Die Bibel enthält sechs Ermahnungen an Homosexuelle und 362 Ermahnungen an Heterosexuelle. Das heisst aber nicht, dass Gott die Heterosexuellen nicht liebt. Sie müssen nur strenger beaufsichtigt werden.
Lynn Lavner (Kabarettistin)

Die These, in Sodom und Gomorrha gehe es um homosexuellen Sex, ist etwa so zutreffend wie die Behauptung, die Geschichte von Jona und dem Wal sei eine Abhandlung über Fischerei.
Peter Gomes (Baptistenprediger und Professor für Christliche Ethik in Harvard)

Es geht hier nicht um Akzeptanz, sondern um Vergebung.
Die Frage ist nicht, ob ihr uns akzeptiert, sondern ob wir es über uns bringen, euch zu vergeben.
James Baldwin

Ohne Zusammenhalt gibt es keine Befreiung.
Audre Lorde

Diese Zitate stammen aus dem Buch «Wir lieben wen wir wollen» von Ellen Bass und Kate Kaufmann (Orlando)

Berlin-Brandenburg 1991

Die Ausgrenzung homosexuell geprägter Menschen hat in unserer Gesellschaft eine lange, leidvolle Vorgeschichte. Wir bedauern, dass daran auch die christliche Kirche eine erhebliche Mitschuld trägt. Das Schweigen von Christen in der Nazizeit zu der Ermordung Homosexueller in den Konzentrationslagern ist ein Teil dieser Mitschuld. Deshalb haben wir allen Anlass, aus dieser Geschichte zu lernen. Toleranz ist geboten, gerade auch gegenüber dieser Minderheit. Wir bitten daher unsere Gemeinden, homosexuelle Mitchristen als Schwestern und Brüder anzunehmen. Wir appellieren an die Menschen in unserem Land, Toleranz gegenüber den homosexuellen Mitbürgern zu üben und ihnen die Furcht vor Verunglimpfung zu nehmen, damit sie ihre geschlechtliche Prägung nicht verleugnen müssen.
Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg am 2. August 1991

John J. McNeill

Die folgenden Zitate stammen von John J. McNeill:

Danke für das Leben mit all seinem Schmerz, seinem Leid und seiner Tragik. Danke für meine Homosexualität mit all ihrer Entfremdung und allem Leiden, und doch auch mit all der Kraft zu spirituellem Wachsen, Reichtum und Segen.
aus: «Sie küssten sich und weinten»

Homosexuelle Ausrichtung ist nicht verbunden mit Sünde, Krankheit. Sie ist eher eine Gabe Gottes, die angenommen und mit Dank gelebt sein soll. Die Menschen wählen nicht ihre sexuelle Ausrichtung. Sie erleben sie als etwas, das ihnen gegeben ist.

Wenn es keine Lesben und Schwule mehr gäbe, wäre die Entwicklung unserer Gesellschaft zu einer grösseren Menschlichkeit seriös gefährdet.

Jeder Mensch hat ein von Gott gegebenes Recht auf sexuelle Liebe und Intimität.
aus: «The church and the Homosexual»

Oscar Wilde

Zu seinem 100. Todestag dürfen sie sicher nicht fehlen: Aperçus von Oscar Wilde!

Immer, wenn jemand meiner Meinung ist, habe ich das Gefühl, im Unrecht zu sein.

Entweder sollte man ein Kunstwerk sein oder eines tragen.

Öffentliche Meinung setzt öffentliche Ideenlosigkeit voraus.

Heutzutage wirkt nichts überzeugender als eine optimistische Phrase.

Die einzige Möglichkeit, mit einer Versuchung fertig zu werden, ist, ihr zu erliegen.

Es ist unsittlich, das Privateigentum dazu zu benützen, die schrecklichen Übel zu lindern, die die Institution des Privateigentums erzeugt hat.

Das Glück des verheirateten Mannes hängt von denen ab, die er nicht geheiratet hat.

Die Ehe ist gegenseitige Freiheitsberaubung in beiderseitigem Einvernehmen.

Zu einer glücklichen Ehe gehören mehr als zwei Personen.

In unserem vulgären Zeitalter braucht jeder eine Maske.

Religionen sterben, sobald sie bewiesen sind.

In Wahrheit wird der Betrachter und nicht das Leben durch die Kunst abgespiegelt.

Hier darf man nie mit einem Skandal debütieren. Man muss sich das aufsparen, um noch im Alter interessant zu sein.

Wer sich durch Argumente überzeugen lässt, ist absolut unvernünftig.
Selbst Männer von erhabenster moralischer Gesinnung sind äusserst anfällig gegen den Einfluss körperlicher Reize.

In existenziellen Fragen ist Eleganz, nicht Ehrlichkeit das Entscheidende.

Ich verabscheue Demonstrationen in jeglicher Hinsicht. Sie sind immer vulgär und oft überzeugend.

Ich kenne niemanden, der mehr redet und weniger sagt. Sie ist wie geschaffen für die Politik.

Peter Heisch in den «Schaffhauser Nachrichten» vom 30.11.2000