Archiv der Kategorie: Nachrichten

Neues aus aller Welt

Valentinstag: Die Feier für allerlei Liebende

Liebe braucht Momente der Feierlichkeit. Sie braucht ihre Feste jenseits des Alltags. Darum laden wir euch ein, mit uns diese Stunde der Liebe zu feiern.

Wir feiern am Valentinstag, dem 14. Februar, wieder gemeinsam mit unserem Blumenpartner und Nachbarn «Au Bouquet» die Segnungsfeier für allerlei Liebende: «Härzwärts».

Und auch wie letztes Jahr dabei ist wieder unser Fotograf, der allen Paaren ein wunderschönes Foto schenkt.

Allerlei Liebende heisst, dass weder in der Konstellation einer Liebesbeziehung noch in der Zahl der Liebenden eine Beschränkung von uns kommt: die erotisch-exklusive Paarbeziehung, der Lebensbund von drei oder mehr Menschen oder eine Familie mit zwei oder mehr Generationen. Alle lieben, und wer liebt, den/die segnen wir.

Weil letztes Jahr auch eine Person mitfeierte, die gerade eine Partnerschaft beendete und um einen Segen bat, sei auch dies deutlich gesagt: Die Einladung gilt auch für jene, die nach einer Liebe verletzt sind, wund und heilungsbedürftig. Wir, die Segnenden, sind auch liebende und lebenserfahren. Wir wissen um den Schmerz, den das Schwert Liebe durch einen Schlag verursachen kann. Und sagen:

Kommt und schenkt uns eure ehrlichen, echten Gefühle und bereichert uns! Wir schenken euch dafür einen Segen für euren Weg.

Härzwärts, Dienstag, 14. Februar, 17.30 Uhr, in der OKE.

In der Regenbogenfamilie zu Hause

Erste Namensfeier für Trans*, inter* und non binäre Menschen

Erstmals im deutschsprachigen europäischen Raum fand in der Offenen Kirche Elisabethen in Basel eine Namensfeier für Trans*, inter* und non binäre Menschen statt. Sie erhielten einen Segen für ihre neue Identität, die in ihrem neuen Namen sichtbar wird.

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Abstimmung über die “Ehe für alle”

Das Resultat

Am 26. September 2021 stimmte die Schweiz über das Referendum gegen die “Ehe für alle* ab. Das Resultat: 64,1% Ja bei einer Stimmbeteiligung von 52.6% (Basel-Stadt 73.96% und 58.67% Beteiligung). Kein Kanton hatte eine Nein-Mehrheit erreicht.

Am 1. Juli 2022 trat das Gesetz in Kraft. Neben vielen Feiern tat auch die Schweizer Post mit einer Sonderbriefmarke mit:

Briefmarken
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Für alle Liebenden: Regenbogen-Gottesdienste

Ein Gottesdienst für alle Liebenden, gleich welcher Konstellation die Paare sind. Die “lesbische und schwule basiskirche” (LSBK) feiert seit 30 Jahren in der “offenen Kirche Elisabethen” (OKE) ihre Gottesdienste.

Seit diesem Jahr unterstützt die OKE, die im Juli dieses Jahres das Swiss-LGBT Label als erste kirchliche Institution erhalten hat, die Gottesdienste noch stärker. Zusammen wollen die OKE und die LSBK die Kirche und ihre Spiritualität als «Regenbogenkirche» in der Öffentlichkeit positionieren. Sobald im zweiten Halbjahr 2022 die Möglichkeit zur Heirat juristisch besteht, wird die Regenbogen-Kirche natürlich auch die kirchliche Trauung anbieten. Bis dahin feiern wir noch einige Regenbogen-Gottesdienste, wie zum Beispiel am 9. Januar um 17 Uhr mit Jermain Sprosse am Piano, dem «Regenbogen-Pfarrer» Frank Lorenz und Rebecca Burkhardt für die Liturgie.

Kirchenbote Kanton Basel-Stadt / 30.12.2021

Die Harvey-Milk-Ikone in der Offenen Kirche Elisabethen

Harvey Milk, ein Heiliger der LGBT-Bewegung

Die Ikone in der OKE

Ikone des US-Amerikanischen Künstlers Robert Lentz OFM

Harvey Milk war der erste offen gleichgeschlechtlich Liebende, der in den USA in ein hohes öffentliches Amt gewählt wurde. Er war kein Berufspolitiker, kandidierte aber für den Stadtrat in San Francisco, weil er der Meinung war, dass gewöhnliche Menschen dort von monetären Interessen beiseite geschoben wurden. «Es braucht kein Geld, um einen Menschen als Individuum zu respektieren», sagte er. «Menschen sind wichtiger als Worte.» Als Stadtrat kämpfte er in diesem Sinn konsequent für die Rechte all derer, die keine Stimme hatten. Zu diesen Menschen gehörten Niedriglohn-ArbeiterInnen, Veteranen, Alte, rassische Minderheiten und die LGBT-Community.

Am Tag seiner Wahl nahm Harvey auf Band auf, was sich rückblickend als sein Testament herausstellen sollte. Er ahnte, dass er wohl gewaltsam sterben würde. Für den Fall, dass dies zuträfe, schrieb er: «Sollte ich eine Kugel in den Kopf bekommen, möge diese Kugel all jene Türen zerstören, hinter denen sich Homosexuelle verstecken müssen». Und die letzten Worte dieser Botschaft waren: «Wir müssen allen Hoffnung geben».

Am Nachmittag des 27. November 1978, nach kaum 5 Monaten im Amt, wurde er tatsächlich ermordet: Von einem anderen Stadtrat, der über Harveys Engagement dermassen wütend war, dass er ihn und den Bürgermeister aus nächster Nähe mit fünf Kugeln tötete. In dieser Nacht hielten 40 Tausend Menschen, Männer und Frauen, Alte und Junge, LGBT und sonst Liebende, eine Vigil, eine Nachtwache bei Kerzenlicht, vor dem Rathaus.

Auf dieser Ikone hält Harvey selbst eine Kerze und wacht damit für die Unterdrückten der Welt. Er trägt das «rosa Dreieck», mit dem Homosexuelle in den Nazi-KZs gekennzeichnet wurden. In den Todeslagern wurden geschätzte 15 bis 20 Tausend schwule Männer, neben Juden, Sinti und Roma, sog. «Bibelforscher», «Asoziale» und «Kriminelle» ermordet. Behinderte und «Lebensunwerte» wurden in Heimen und Einrichtungen «euthanasiert», mit Giftspritzen.

Harvey wird vom US-Amerikanischen Franziskaner Robert Lentz in der traditionellen byzantinischen Anmutung mit dem Nimbus oder Lichtkranz hinter dem Kopf dargestellt; Symbol dafür, dass seine Abbildung zur Kontemplation einer anderen Wirklichkeit lädt: Milk steht für all jene, die aus Angst und Hass aufgrund einer schlicht menschlichen Sexualität gefoltert oder getötet werden oder in ihren Herkunftsländern mit Verfolgung, Inhaftierung oder gar der Todesstrafe rechnen müssen. Mehrere Millionen Menschen sind dies weltweit, und ihre Zahl wächst von Jahr zu Jahr, da einige Länder ihre ehemals liberale Gesetzgebung wieder «zurückdrehen». So hören wir aus der Ikone des Heiligen «Harvey Milk von San Francisco» Jesus sprechen: «Was ihr für einen der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan». Mit der Kerze werden wir zu Jesu’ Wachsamkeit geladen: «Wachet und betet!».

Diese Ikone wurde im Regenbogen-Gottesdienst vom 17. Oktober 2021 feierlich nach orthodoxem Ritus geweiht. Auf der Website von “Trinity Stores” ist dieses Motiv in verschiedenen Ausführungen zu sehen und käuflich zu erwerben.
In der Kirche sind Postkarten zu CHF 2.50 erhältlich.

Podcasts

Es gibt unzählige Podcasts zu theologischen und queeren Themen, einige sogar mit queer-theologischen Inhalten.

Wer uns weitere nennen will, kann das hier gerne tun.

Theologie

  • Worthaus: Der Worthaus e. V. wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, den aktuellen Diskussionsstand der christlichen Hochschultheologie einem breiten Publikum verständlich und in Form von Video- und Audiovorträgen im Internet kostenfrei zugänglich zu machen. Worthaus will allen, die sich für den christlichen Glauben interessieren, ein spannendes, informatives und inspirierendes Angebot auf hohem inhaltlichem Niveau machen. Dabei legt Worthaus Wert auf theologische Substanz, Verständlichkeit und gesellschaftliche Relevanz.
    Einer der bekanntesten Vorträge ist “Die schwule Frage – Die Bibel, die Christen und das Homosexuelle” von Siegfried Zimmer.
  • Das Wort und das Fleisch: Worthaus-Podcast-Projekt “Ein Atlas der Christenheit” Prof. Thorsten Dietz im Gespräch mit Martin Christian Hünerhoff. Die Serie ist abgeschlossen.
  • Unter Pfarrerstöchtern:Sabine Rückert und Johanna Haberer sind Schwestern. Als Pfarrerstöchter sind sie mit der Bibel aufgewachsen.
    Sabine Rückert ist stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT.
    Johanna Haberer ist Professorin für Theologie und Medien an der Universität Erlangen-Nürnberg.
    Hinweis: Die einzelnen Folgen sollten in ihrer Reihenfolge gehört werden, also unterste zuerst.
  • Ausgeglaubt: Bei RefLab.ch
    Was heisst das eigentlich, Christ zu sein? Woran glauben Christen und was können sie getrost aufgeben? Logisch, dass sich Manu & Stephan dabei nicht immer einig sind. Aber sie versuchen in diesem Podcast zusammen herauszufinden, was für sie wirklich zählt und was ihnen eher im Weg steht. Und klar: Beide wissen es auch nicht wirklich. Aber vielleicht regt es dich an zum Mitdenken. Oder es regt dich auf und du magst mit ihnen streiten. Oder du schreibst ihnen einfach mal, was du nicht mehr glauben kannst oder musst oder willst.

Post-evangelikal und anderes

Queere Themen

  • Willkommen im Club – der LGBTIQ*-Podcast von PULS Willkommen im Club der LGBTIQ*-Community! Aber wer ist das eigentlich und wieso braucht sie so viele Buchstaben im Titel? Welche Klischees ärgern Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans* und andere queere Menschen so richtig? Was beschäftigt sie gerade? Gemeinsam mit euch entdecken Kathi und Julian, die eine lesbisch, der andere schwul, die wunderbare Welt der “Alle-Buchstaben-Community”.
    Ein christlicher Beitrag: Christlich und queer – wie passt das zusammen? 
  • QUEERKRAM
    Mit Johannes Kram vom Nollendorfblog und queer.de haben sich zwei wichtige queere Stimmen Deutschlands zusammengeschlossen, um spannende Menschen (nicht nur) aus der Community vorzustellen und mit ihnen intensiv und sehr persönlich über drängende Themen wie Homophobie, Queerfeindlichkeit, queere Sichtbarkeit oder die Situation von LGBTI Gesellschaft, Kultur und Medien zu sprechen. Kein anderer ist dafür als Interviewpartner besser geeignet als Johannes Kram, der mit seinem Blog und seinem Buch ‘Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber…’ den Finger immer wieder tief in die Wunde legt und es gleichzeitig schafft, ein neues Wir-Gefühl in der Community zu schaffen.
    (queer.de vom 27.02.2020)
    QUEERKRAM wurde von Apple als einer der zehn besten neuen Podcasts 2020 ausgezeichnet.
  • Zwischenfunk
    ein Podcast von Zwischenraum.
    Christlicher Glaube, Bi- oder Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit: mancherorts vereinbar – anderswo undenkbar!
    Wir geben queeren Christ*innen eine Stimme und erzählen ihre Lebensgeschichten. Auch ihre Freund*innen oder Familienmitglieder kommen zu Wort. Ausserdem erzählen Theolog*innen von ihrem Weg mit queeren Themen.

Terminliste

Wir sammeln alle Veranstaltungshinweise aus dem Bereich Queerness und Religion. Wer beitragen will, sende uns ein Mail.

14. Februar, 17.30 Uhr
Offene Kirche Elisabethen: “Härzwärts” Segensfeier zum Valentinstag

11. März 2023, 9.30 Uhr
Bienenberg BL: Zwischenraum-Tag mit Thorsten Dietz

16. April, 17.00 Uhr
Offene Kirche Elisabethen: Regenbogenfeier

8. Mai, 19.00 Uhr
Offene Kirche Elisabethen: Jahresversammlung LSBK, gemeinsam mit dem Förderverein OKE.

17. Mai
Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

20. Mai
Offene Kirche Elisabethen: Queer Upgrade Celebration

4. Juni, 17.00 Uhr
Offene Kirche Elisabethen: Regenbogenfeier

10 Juni, 13.30 Uhr
Marche des Fiertés 2023 in Genf

16. – 17. Juni
Pride in Zürich

26. – 29. Juli
EuroGames 2023 in Bern

29. Juli
Bern Pride “Bern wird bunt”

11. Oktober 2023
Coming Out Day

19. November, 17.00 Uhr
Offene Kirche Elisabethen: Regenbogenfeier
mit Transnamensfeier


Gottesdienste und Veranstaltungen in der Region Zürich

Mosaic Church und Fachstelle Zürichmosaic church Eure Kirche für alle Fragen rund um die Themen Glauben und Queer-sein.

Kalender der Milchjugend.

Zeichen und Wunder

Kurzbericht der Tagung des Europäischen Forums Christlicher LGBT-Gruppen (EF) 26.-30. Juni 2019.

Am Mittwoch, 26. Juni sollten die Vorkonferenzen beginnen. Am Donnerstag zuvor kam ein E-Mail: Die Örtlichkeiten in London ständen nicht zur Verfügung, die Konferenz fände in Canterbury statt. Wie viel Zusatzarbeit und guter Wille von vielen Menschen notwendig ist, um eine Konferenz mit 140 Teilnehmenden kurzfristig zu zügeln, lässt sich von aussen höchstens erahnen. Die Tagung war perfekt improvisiert, mit vielen Durchsagen und manchmal ungewöhnlicher Zeitplanung.

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Zum Bilde Gottes geschaffen

Transsexualität in der Kirche

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat im März 2018 als erste Deutsche Landeskirche eine Handreichung zum Thema Transsexualität in der Kirche herausgegeben. Die zehnköpfige Fachgruppe Gendergerechtigkeit hat die Handreichung verfasst. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Kommentar von Dr. Kerstin Söderblom bei Evangelisch.de

Den Text gibt es bei der EKHN als pdf.