Theologen

Kardinal Ratzinger, Richard Rohr und Eugen Drewermann fahren mit dem Ruderboot auf dem See Genezaret. Draussen geht ihnen das Bier aus. Da bietet Drewermann an, zu Fuss über den See zu gehen und ein paar Flaschen zu holen. Gesagt, getan.
Doch der Tag ist heiss und bald ist das Bier wieder aus – diesmal geht Richard Rohr über den See und kommt bald darauf mit dem Arm voll Bierflaschen zurück. Als die zu Ende sind, ist die Sache klar: Kardinal Ratzinger wird zum Getränkeholen aufgefordert. Er tritt aus dem Boot auf das Wasser – und geht unter wie ein Stein. Die beiden anderen sehen sinnend den aufsteigenden Bläschen nach, und Drewermann sagt: „Wir hätten ihm sagen sollen, wo die Steine liegen.“
Darauf Richard Rohr: „Welche Steine?“
Nach einer halben Stunde steigt plötzlich Ratzinger aus dem See auf, in den Händen ein (durch den Gang auf dem Seeboden) wunderschön gekühltes Biertragerl. Darauf Drewermann, bewundernd: „So wie er kann einfach keiner im Untergrund arbeiten!“