Inhaltsverzeichnis
Gottesvergiftung

«Aber weisst du, was das Schlimmste ist, das sie mir über dich erzählt haben? Es ist die tückisch ausgestreute Überzeugung, dass du alles hörst und alles siehst und auch die geheimsten Gedanken erkennen kannst … In der Kinderwelt sieht das dann so aus, dass man sich elend fühlt, weil du einem lauernd und ohne Pausen des Erbarmens zusiehst und zuhörst und mit Gedankenlesen beschäftigt bist … Dein Hauptkennzeichen für mich ist Erbarmungslosigkeit. Du hattest so viel an mir verboten, dass ich nicht mehr zu lieben war. Deine Bedingungen waren zu hoch für mich …»
Destruktive Religion
Der Autor, selbst Psychoanalytiker und Therapeut, kehrt als erwachsener Mann im Zug einer schweren Krise zurück an den Ort, an dem er aufgewachsen ist und verfasst da eine schonungslose Abrechnung mit dem Gott seiner Kindheit, der seine «schlimmste Kinderkrankheit» war und seine «kleine Seele vergiftet» hat. Was Missbrauch von Religion heisst, wird hier besonders deutlich.
Dieses Buch ist sehr empfehlenswert. Viele Passagen bieten ausgezeichnete Diskussionsgrundlagen.
Autor_In: Tilmann Moser
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Suhrkamp 1980
Format: gebunden 100 Seiten
ISBN: 3-518370-33-2
Von der Gottesvergiftung zu einem erträglichen Gott

Psychoanalytische Überlegungen zur Religion
Tilmann Mosers «Gottesvergiftung» ist längst ein Klassiker. Mit seinem neuen Buch zeigt er nun, dass Menschen, deren Leben durch das Bild eines erbarmungslosen Richtergottes vergiftet ist, durch Erfahrungen der liebevollen Berührung – in körperlicher oder spiritueller Hinsicht – zu einem positiven und lebensfördernden Gottesbild gelangen können.
Psychoanalytische Überlegungen zur Religion
Autor_In: Tilmann Moser
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Kreuz-Verlag, Stuttgart 2003
Format: gebunden 160 Seiten
ISBN: 3-783123-18-6
Nein und Amen

Mein Abschied vom traditionellen Christentum
«Jesus wurde nicht von einer Jungfrau geboren, er hatte Geschwister. Er hat keine Toten auferweckt, lief nicht über das Wasser, und seine Krankenheilungen waren nicht Ausfluss übernatürlicher Wunderkraft.» Der katholischen Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann wurde die kirchliche Lehrbefugnis wegen ihrer Zweifel an der Jungfrauengeburt entzogen. Im vorliegenden Buch beschäftigt sie sich mit dem Ballast von Märchen und Legenden innerhalb des Neuen Testaments, sie wendet sich gegen den Sadismus des Höllen-Glaubens und führt hin zu einem «sanften» Gott, einem Gott des Lebens und nicht des Tötens.
Mein Abschied vom traditionellen Christentum
Autor_In: Uta Ranke-Heinemann
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Heyne 2002
Format: 446 Seiten
ISBN: 3-453211-82-0
Eunuchen für das Himmelreich

Katholische Kirche und Sexualität von Jesus bis Benedikt XVI.
Die bekannte Theologin Uta Ranke-Heinemann setzt sich anhand umfangreichen Quellenmaterials mit der Entwicklung der Sexualmoral im Katholizismus auseinander und zeichnet ein höchst differenziertes Sittenbild der katholischen Kirche.
Die erweiterte und aktualisierte Neuausgabe 2012 wurde u. a. um das Kapitel «Meine grosse Enttäuschung» ergänzt.
Katholische Kirche und Sexualität von Jesus bis Benedikt XVI.
Reihe: Heyne-Bücher Sachbuch 705
Autor_In: Uta Ranke- Heinemann
Genre: Theologie kritisch
Verlag: Heyne 2003
Format: gebunden 574 Seiten
ISBN: 978-3-453-16505-2
Am Anfang war die Floskel

Sie werden lachen – die Kirche meint’s ernst
Was für die einen seit jeher irgendwie vertraut daherkommt, ist den meisten Menschen inzwischen total fremd: die Sprache der Kirche. Andreas Malessa ist nicht nur Autor und Hörfunkjournalist, er predigt bisweilen sonntags von der Kanzel und kennt die fromme Welt seit Jahrzehnten bis ins Detail. Wortgewandt nimmt er den «Kirchensprech» auseinander. Kreist um wohlfeile, aber nahezu unverständliche Formulierungen, leuchtet in die Tiefen kirchlicher Tradition und fördert dabei auch den einen oder anderen Sprachschatz zutage. Spiesst sperrige Begrifflichkeiten und neudeutsche Worthülsen auf, führt genüsslich vor Augen, wie absurd manches ist. Inspirierende Notizen zu diskriminierungsfreier und geschlechtergerechter Sprache inklusive.
«Was sich liebt, das neckt sich», sagt Andreas Malessa. Und: «Kaum zu glauben, die Kirche meint’s ernst.»
Kostprobe gefällig?
Raubkatzen in Afrika riechen, wessen Revier sie gerade durchwandern. Christen hören, zu welchem spirituellen Claim und Clan einer gehört. «Wir schliessen Sie in unsere Gebete ein», sagen Katholiken. «Wir wollen in der Fürbitte für Sie vor Gott treten», sagen Protestanten. «Wir werden Sie umbeten», sagen Evangelikale und betonen es auf der zweiten Silbe. Wie um-zingeln oder um-ringen. Nicht wie umhauen.
«Den werde ich mal ordentlich ins Gebet nehmen», sagen Vorgesetzte, Eltern, Lehrer und Autoritätspersonen jeglichen Glaubens. Das ist eine Drohung, kommt sprachgeschichtlich gar nicht von Gebet, sondern von Gebiss und wird auf «ordentlich» betont. Jemanden mal ordentlich ins Gebet nehmen.
Manche Redewendungen sind in unsere Umgangssprache gedrungen und werden dort, ausserhalb jeglicher Religiosität, sofort verstanden. Ohne Anstoss zu erregen: Martin Luther erfand 1522 zum Beispiel «jemandem die Leviten lesen», «aus dem Herzen keine Mördergrube machen», «sein Scherflein beitragen», «Perlen nicht vor die Säue werfen», sein «Licht nicht unter den Scheffel stellen», «keine Mätzchen machen», «als Lückenbüsser herhalten», jemanden «zum Sündenbock machen», «die Hände in Unschuld waschen» – alles Bibel. Alles Luther.
Kein einziges Sprichwort, aber verwendet jene Begriffe, die man im Sprachgebrauch pfingstlich-charismatischer Freikirchen antrifft. «Öl des Heils», «Salbung», «Sieg drüber», «Weissagung empfangen», «ein Bild haben», «Land einnehmen», «Fülle erleben» – alles zwar metaphorisch übertragen gemeinte, aber unübersetzt gesprochene Worte aus der Bibel. Wortverwendungen, die nicht auf 500 Jahre allgemeines Verständnis setzen können. Und deshalb nichts weiter bewirken, als konfessionelle Duftmarken zu setzen.
Sie werden lachen – die Kirche meint's ernst
Autor_In: Andreas Malessa
Genre: Theologie kritisch
Verlag: Bene!, 2022
Format: Gebunden 144 Seiten
ISBN: 978-3-96340-151-0
EAN/ASIN E-Book: 9783963401527 / B09KX8ZSMV
Wer leichter glaubt, wird schwerer klug

Wie man das Zweifeln lernen und den Glauben bewahren kann
Glauben Sie uns kein Wort! Fundamentalisten, religiöse Fanatiker, Betrüger – Menschen sind leicht zu verführen. Martin Urban zeigt uns, wie wir unsere Leichtgläubigkeit überwinden, ohne den Glauben zu verlieren. Immer wieder lässt sich der Mensch überlisten, obwohl er es besser wissen könnte. Kein Wunder, ist er doch – neurologisch gesehen – mit einem Gehirn ausgestattet, das sich seit der Steinzeit nicht verändert hat. Und das vor allem auf eins ausgerichtet ist: Homo sapiens das Überleben zu ermöglichen, indem es unvollständige Informationen ergänzt und das Unbekannte in bekannte Bilder einordnet. Weniger sein Wissen als vielmehr der Drang nach Sicherheit und Überschaubarkeit bestimmt bis heute das menschliche Handeln; doch die einfachen Bilder, mit denen sich der Mensch die Welt erklärt, werden der komplexen Wirklichkeit immer weniger gerecht. Ja schlimmer noch, sie werden zur Fangleine dafür, sich manipulieren und überlisten zu lassen. Das heisst aber freilich nicht, dass Religion Unsinn und Werbung per se schlecht wäre – man muss nur lernen, mit seinen Fähigkeiten richtig umzugehen. In seinem Buch Wer leichter glaubt, wird schwerer klug lehrt uns Martin Urban anhand zahlreicher Beispiele aus Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft und Religion, wie wir gleichzeitig das Zweifeln lernen und dennoch unseren Glauben bewahren können.
Wie man das Zweifeln lernen und den Glauben bewahren kann
Autor_In: Martin Urban
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Eichborn 2007
Format: Taschenbuch 240 Seiten
ISBN: 3-821857-96-X
Abschied vom Kinderglauben

Ein Kursbuch für aufgeklärtes Christsein
Die Welt, in der wir leben, entfernt sich geradezu in dramatischem Tempo von den Glaubenslehren der Kirchen. Mit seinem Buch zeigt der Autor an zehn thematischen Brennpunkten auf, wie diese gewaltige Lücke mit kreativer Aufklärung geschlossen werden kann.
Die Kirchen und die Gläubigen können die Fragen von heute nicht mehr mit Antworten beantworten, wie sie im Mittelalter formuliert wurden. Im Stil der Vergangenheit lassen sich auch die biblischen Bilder nicht mehr ohne Weiteres für die Menschen unseres Zeitalters in ihrer Aussage erschliessen. Neue Fragen verlangen zeitlich konkrete Antworten. Zum Beispiel: Was heisst Schöpfung in heutiger Sicht im Dialog mit den Naturwissenschaften? Welchen Wahrheitswert haben biblische Geschichten im Kontext der Moderne? Was hat es mit dem Teufelsglauben und der Teufelsaustreibung auf sich? Kann man heute noch an Wunder glauben? Wie ist der Erlösungstod Jesu zu verstehen? Ist Beten eine magische Beschwörung? Zu guter Letzt: die Glaubenszweifel der Mutter Teresa.
Worum geht es dem Autor? Kreativ denkend mit den Mitteln der aufklärenden Wissenschaft in gläubiger Sicht den Kern der Botschaft des Jesus von Nazaret zu erschliessen und von geschichtlich gewachsenen Engführungen und Verobjektivierungen zu befreien.
Dr. Wolfgang Pauly, Jahrgang 1954, ist Akademischer Direktor am Institut für katholische Theologie der Universität Koblenz-Landau.
Ein Kursbuch für aufgeklärtes Christsein
Autor_In: Wolfgang Pauly
Genre: Theologie kritisch
Verlag: Publik-Forum 2008
Format: 256 Seiten
ISBN: 3-880951-73-X
Bibel falsch verstanden

Hartnäckige Fehldeutungen biblischer Texte erklärt
Amüsant und fundiert: Was Bibelstellen wirklich bedeuten. Schein-Argumente und Halbwissen enttarnen.
Aber in der Bibel steht … Sind Sie sich da ganz sicher?
Ständig müssen Bibelstellen als Argument für diese oder jene Position herhalten. Doch bedeutet «Macht euch die Erde untertan!», dass Menschen die Natur ausbeuten sollen? Wie ist das Frauenbild in der Bibel zu verstehen – spricht Kapitel 31 im Buch der Sprichwörter von einer «idealen Hausfrau» oder von einer «starken Frau»? Und was steht in der Bibel wirklich über Homosexualität?
«Bibel falsch verstanden» entlarvt oberflächliches Bibelwissen, traditionelle Fehlinterpretationen und den Missbrauch von Bibel-Zitaten in kurzen Kapiteln. Engagiert und auf den Punkt liefern die Autoren und Autorinnen damit Argumente für Diskussionen mit Atheisten, Traditionalisten und Besserwissern.
Augenzwinkernd, locker und gut verständlich: Frischen Sie Ihre Bibelkenntnisse auf!
Heilige Drei Könige oder Sterndeuter? Christliche Traditionen hinterfragen, Fakten prüfen
Jungfrau oder junge Frau? Falsche Übersetzungen und missverständliche Formulierungen
Absicht oder ungenaues Lesen? Wenn Bibelstellen als Belege missbraucht werden
Bonus-Kapitel: Zehn Empfehlungen zur kompetenten Auslegung der Bibel
Schluss mit Halbwissen, Missverständnissen und Missbrauch von Bibelzitaten!
Wie oft wird fälschlich behauptet, dieses oder jenes stehe in der Heiligen Schrift! Wie oft werden Sätze aus dem Zusammenhang gerissen und hingeworfen! So lässt sich die Idee mancher Fundamentalisten, der Gott der Christen sei ein Gott der Rache, nur halten, wenn man die Bibellektüre an der entscheidenden Stelle abbricht.
Dieses Buch macht nicht nur Schluss mit Vorurteilen über das Wort Gottes und mit Fehldeutungen von Bibel-Texten. Anhand vieler Beispiele liefert es eine Anleitung, wie Sie die Bibel richtig lesen und verstehen können!
Portrait
Dr. Thomas Hieke, geb. 1968, ist Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Hartnäckige Fehldeutungen biblischer Texte erklärt
Autor_In: Thomas Hieke und Konrad Huber
Genre: Bibel
Verlag: Katholisches Bibelwerk 2020
Format: Gebunden, 300 Seiten
ISBN: 978-3-460-25527-2
Bibel um-gehen

Provokative und irritierende Texte der Bibel erklärt
Unerträgliche Brutalität und übertriebene Strafen, Frauenfeindlichkeit und Kindsmord: Wer die Heilige Schrift liest, wird bald auf derartige Passagen stossen. Wie können sich heutige Christen kritisch damit auseinandersetzen?
«Bibel um-gehen» beweist, dass es sich lohnt, Bibelgeschichten genau zu lesen und zu interpretieren. Dafür geben Ihnen die Autorinnen und Autoren Hilfestellungen an die Hand, mit denen Sie auch verstörende Bibelstellen auslegen können.
Schwierige und unangenehme Bibeltexte einfach und präzise erklärt
- Anregungen für das Bibelstudium zuhause und für den Bibelkreis
- Blutdurst, Rache, Völkermord: klare Position zu provokativen biblischen Texten
- Argumente für Diskussionen und exegetische Fragestellungen
- Mit vielen Beispielen aus dem Alten und Neuen Testament
- Praktische Tipps für die Bibelarbeit
«Bibel um-gehen» knüpft an das sehr erfolgreiche Buch «Bibel falsch verstanden» der beiden Herausgeber an. Doch dieses Mal gehen sie einen Schritt weiter: Im neuen Band geht es nicht um Fehldeutungen und das Hinterfragen christlicher Traditionen, sondern um Bibelstellen, bei denen andere erst gar nicht mit der Auslegung beginnen. Ihr Buch ist zugleich eine Aufforderung, ein Mutmacher und eine Anleitung: So können Sie die Heilige Schrift exakt lesen, Nuancen erkennen und die Bibel verstehen!
Über die Autor:innen
Prof. Dr. Thomas Hieke, geb. 1968, ist Professor für Altes Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Prof. Dr. Konrad Huber, geb. 1965, ist Professor für Neues Testament an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.
Provokative und irritierende Texte der Bibel erklärt
Autor_In: Thomas Hieke, Konrad Huber
Genre: Bibel
Verlag: kbw Bibelwerk, 2022
Format: Gebunden, 336 Seiten
ISBN: 978-3-460-25544-9
Eine Brücke bauen

Wie die katholische Kirche und schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Menschen eine wertschätzende Beziehung finden.
Mit diesem mutigen Buch hat der amerikanische Jesuit und Bestseller-Autor in den USA eine heftige Debatte in Gang gesetzt: Viele schwule, lesbische, und transgender Katholiken fühlen sich in ihrer Kirche nicht willkommen und ausgeschlossen. Für James Martin sind sie Mitglieder der Kirche wie alle anderen auch: «Für Jesus gibt es nicht die und wir».
Anhand dreier zentraler Begriffe aus dem katholischen Weltkatechismus (Respekt, Mitfühlen und Empathie) entwirft er einen Weg, wie VertreterInnen der katholischen Kirche ihren schwulen, lesbischen und transgender Gläubigen begegnen können und umgekehrt: wie diese eine Beziehung zu ihrer Kirche aufbauen können. Für eine Kirche im Umbruch ein Buch zur rechten Zeit!
Wie die katholische Kirche und schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Menschen eine wertschätzende Beziehung finden.
Autor_In: James Martin
Genre: Kirche
Verlag: Patmos 2018
Format: Hardcover 224 Seiten
ISBN: 978-3-8436-1050-6
Gott im Kommen?

Gegen die Unruhestifter im Namen Gottes
«Die Welt nicht ins Heil prügeln»
Eine kenntnisreiche und aufregende Studie zum Gewaltpotenzial der Religionen. Geschichte und Gegenwart zeigen, wie leicht der Glaube an Gott funktionalisiert und missbraucht werden kann. Ein einzigartiges Plädoyer, diesen fundamentalistischen Versuchen zu wehren: Neugier, Toleranz und intellektuelle Verantwortung – statt apokalyptischem Umsturz.
Gegen die Unruhestifter im Namen Gottes
Autor_In: Antje Vollmer
Genre: Theologie kritisch
Verlag: Kösel Verlag, München 2007
Format: Taschenbuch 192 Seiten
ISBN: 3-466367-76-X
EAN/ASIN E-Book: 9783641034009 / B004OL2H4S
Gott ist Feministin

Mein Leben mit Eva, Maria und Lady Gaga
Sex, Lust und selbstbewusste Frauen – dafür ist in der Bibel und in der Kirche kein Platz! Oder doch? Die Pastorin und Feministin Mira Ungewitter nimmt kein Blatt vor den Mund. Kritisch hinterfragt sie alte Tabus, Rollenbilder und Schamgefühle. Ihre Role Models: Eva, Maria Magdalena, Hildegard von Bingen, ihre Mutter und Lady Gaga. Persönlich, provokant, mal witzig und selbstironisch, mal wütend und ernst, schreibt sie über Britney Spears und Sexismus, die Jungfrauengeburt und Pro-Choice, das Hohelied der Liebe und unverschämt guten Sex.
Ein Buch, das Schluss mit alten Klischees macht und zu einem selbstbestimmten, unverschämten Leben in Freiheit inspiriert.
Auch als Hörbuch bei Amazon Audible erhältlich.
Bei «Hossa Talk» gibt es ein Gespräch mit der Autorin über dieses Buch.
Mein Leben mit Eva, Maria und Lady Gaga
Autor_In: Mira Ungewitter
Genre: Theologie
Verlag: Herder, 2023
Format: Gebunden 192 Seiten
ISBN: 978-3-451-39035-7
EAN/ASIN E-Book: 9783451830525 / B0C2W22B65
Gott queer gedacht

«Queer» steht für Lebenswirklichkeiten, die patriarchale und heteronormative Muster unterlaufen. An deren Durchsetzung war und ist das Christentum in grossem Mass beteiligt. Gott queer zu denken, schliesst darum die radikale Dekonstruktion überkommener religiöser Bilder ein – und eröffnet gerade damit ungeahnte Zugänge zu einem Gott, der/die sich als immer schon anders erweist, als von uns gedacht.
Das Buch führt in queer-theologische Diskurse ein, die sich bislang vor allem im angelsächsischen Sprachraum entwickelt haben. Darüber hinaus zeigt es, dass «queer» mehr ist als ein Modeausdruck. Als Leitbegriff eines kritischen Empowerments kann er zugleich dabei helfen, zu neuen Dimensionen der Gottesrede vorzustossen.
Queer sein gehört zur Kirche dazu.
Autor_In: Andreas Krebs
Genre: Theologie
Verlag: Echter Verlag GmbH, 2023
Format: Taschenbuch, 150 Seiten
ISBN: 978-3-429-05779-4
EAN/ASIN E-Book: 9783429065805(epub), 9783429052249(pdf) / B0BYDY4HGT
Gott, wie findest du schwulen Sex?

Die Bedeutung der Wahrheit für die Realität
Homosexualität stand lange Zeit unter Strafe, galt lange Zeit als Krankheit und ist noch immer ein Thema, das gerne mal tabuisiert wird. Jene Frage im Titel dieses Buches ist sowohl provokativ als auch ironisch: Gott, wie findest du schwulen Sex? Sie dient dem Autor einerseits dazu, die Diskussion zum Thema Homosexualität innerhalb der Kirche und Gesellschaft fortzuführen. Andererseits dient sie ihm auch als Ausgangspunkt zum Thema Wahrheitsfindung. Mit seiner Definition von Wahrheit ruft der Autor zu Toleranz, Verständigung und einem gemeinsamen Weg in die Zukunft auf.
Die Bedeutung der Wahrheit für die Realität
Autor_In: Rainer Langlitz
Genre: Kritisches Denken und Glauben
Verlag: BoD – Books on Demand, 2019
Format: Gebunden, 76 Seiten
ISBN: 978-3-7494-4950-7
EAN/ASIN E-Book: 9783749423507 / B07RGW7PNS
Der erste Stein

Als homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche
«Wenn jemand homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist, wer bin ich, über ihn zu richten?» Diese Worte von Papst Franziskus liessen die Welt aufhorchen und viele homosexuelle Priester Hoffnung schöpfen. Doch ein grundlegender Wandel in der Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexualität lässt weiter auf sich warten. Umso mehr Wirbel verursachte das Coming-out des hochrangigen polnischen Priesters Krzysztof Charamsa im Oktober 2015. Charamsa lehrte an der Gregoriana und war Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre. Charamsa, der mit einem Mann zusammenlebt, wählte bewusst den Zeitpunkt kurz vor Beginn der Familiensynode im Vatikan, um auf das «unmenschliche» Verhältnis der Kirche zu Homosexuellen hinzuweisen und auf die Tatsache, dass der Klerus in weiten Teilen homosexuell sei. In seinem Buch berichtet Charamsa von seinem persönlichen Werdegang und seiner Kirchenkarriere, eröffnet erschreckende Einblicke in den Alltag von kirchlicher Ausbildung und Klerus, und beschreibt die Absurdität von Doktrinen und Vorschriften wie dem Zölibat. Dabei greift er immer wieder die homophoben Strukturen der katholischen Kirche an. Sein Coming-out wird für ihn zur grossen Befreiung. Seine persönliche Geschichte ist die Geschichte «einer Kirche, die besessen ist vom Sex, die der Sex krank macht.»
Als homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche
Autor_In: Krzysztof
Genre: Kirche
Verlag: Bertelsmann 2017
Format: Gebunden 320 Seiten
ISBN: 978-3-570-10327-2
EAN/ASIN E-Book: 9783641206734 / B01N0NS6BW
Der heilige Schein

Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche
David Berger ist schwul. Führende Kirchenvertreter nutzen seine sexuelle Orientierung, um ihn auf der Spur zu halten. In diesem Buch deckt der hochrangige Theologe auf, was sich in den erzkonservativen Kreisen der katholischen Kirche abspielt. Ein Insiderbericht, der aufrüttelt und einen Schlüssel zu den Skandalen in der katholischen Kirche liefert.
Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche
Autor_In: David Berger
Genre: Kirche
Verlag: Ullstein Verlag 2012
Format: Taschenbuch 304 Seiten
ISBN: 978-3-548-61098-6
EAN/ASIN E-Book: 9783843707701 / B00FQK1I8W
Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren

Anleitung zum subversiven Denken
Anhand zahlreicher Beispiele entlarvt der Philosoph Hubert Schleichert – wienerisch charmant, witzig und bissig – die rhetorischen und argumentativen Tricks von Politikern und Fundamentalisten jeder Couleur.
Er zeigt, wie man die Schwachstellen ihrer Diskussionsweisen und Weltanschauungen nutzt und den Gegner aushebelt. Ein leicht verständlicher Grundkurs in Logik und Argumentation, ein wahres Lesevergnügen.
Philosophie-Kurs vom feinsten.
Anleitung zum subversiven Denken
Autor_In: Hubert Schleichert
Genre: Theologie kritisch
Verlag: C.H.Beck 2001
Format: Taschenbuch 196 Seiten
ISBN: 3-406421-44-X
Wir bleiben!

Warum sich Frauen nicht aus der katholischen Kirche vertreiben lassen
Kirchenkritik – ja! Austreten – nein! 17 prominente katholische Frauen erzählen ehrlich und unerschrocken ihre Kritik an der katholischen Kirche und wieso sie trotzdem bleiben.
Ist die katholische Kirche noch zu retten? Massenhaft sind die Austritte, die Gründe sind bekannt. Und dennoch! Engagierte Katholikinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft halten dagegen. Sie erzählen, wie sie trotz ihrer Enttäuschungen, ja ihres Zorns, in innerer Freiheit und aufrechtem Gang ihren Weg in der Kirche finden.
Es sind ermutigende Beispiele entschieden kritischer Frauen, die sich behaupten – und bleiben: «Es braucht gerade jetzt Frauen – und Männer –, die sich selbstbewusst bekennen» (Monika Grütters). Nicht aus Nostalgie und diffusem Weihrauchgefühl, sondern überzeugt, weil ihnen der Glaube viel bedeutet.
Für alle, die wissen wollen, was Frauen über die katholische Kirche wirklich denken
Austreten oder bleiben? Die Autorinnen erzählen, warum sie trotz allem bleiben und die Zukunft der Kirche mitbestimmen.
17 Frauen, die Kirche neu denken: Mit Beiträgen von Politikerinnen Ulrike Böhmer und Gesine Schwan, Schriftstellerinnen Nora Gomringer und Felicitas Hoppe, Influencerin Claudia Danzer von Mein Gott diskriminiert nicht u.v.m.
Der Synodale Weg und Maria 2.0 kämpfen für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, die Zulassung von Frauen als Priesterinnen, Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare, Frauenquoten und mehr. Zurecht, finden die Autorinnen dieses Buchs. Doch sie entscheiden sich gegen den Kirchenaustritt, weil es auch ihre Kirche ist und sie für eine gleichberechtigte Gemeinschaft im Christentum kämpfen – auch das ist Feminismus.
«Wenn unsere katholische Kirche sich nicht öffnet, sich nicht modernisiert, wird sie grosse Probleme bekommen. Und sie wird einen grossen Teil der jungen Generation verlieren.» (Kathrin Budde)
«Nach der Erstkommunion durften meine Brüder Ministranten werden. Ich nicht. Das habe ich nicht verstanden. Es hiess damals zur Begründung: Du bist ‹bloss› ein Mädchen. Aber: Warum bin ich ‹bloss›? Innerlich rebellierte ich dagegen. Die Kirche versuchte, mich kleinzumachen.» (Gerlinde Kretschmann)
Portrait
Elisabeth Zoll hat Politik, Volkswirtschaft und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert. Seit 1993 arbeitet sie als Journalistin bei der Südwest Presse in Ulm. Ihre Schwerpunkte: Politik, Gesellschaft, Kirche und Religionen. 2023 gab sie das Buch «Wir bleiben» im Hirzel-Verlag heraus..
Ulrike Böhmer, 1962 geboren, wohnt in Iserlohn. Sie durfte/musste zwei Diplomarbeiten in Religionspädagogik und Sozialpädagogik schreiben, hat sich dann aber entschieden, lieber freiberuflich zu arbeiten: zuerst als Kirchenkabarettistin, dann kam das Bücherschreiben dazu und seit Kurzem sogar wieder die Religionspädagogik..
Katrin Budde wurde 1965 in Magdeburg geboren. Sie hat ein Studium zur Diplom-Ingenieurin für Arbeitsgestaltung absolviert und zog 1990 für die SPD in den Landtag von Sachsen-Anhalt ein. Von 2001 bis 2002 war sie dort Ministerin für Wirtschaft und Technologie, von 2006 bis 2016 Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion. Seit 2017 ist sie Mitglied des Bundestages.
Claudia Danzer, geboren 1992 in Karlsruhe, ist katholische Theologin. Sie arbeitet als Wissenschaftliche Assistentin und Doktorandin am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Als Mitgründerin der Initiative «Mein Gott* diskriminiert nicht. Meine Kirche schon» ist sie kirchenpolitisch aktiv und schreibt als Autorin und Redakteurin für y-nachten.de, den theologischen Blog der Generation Y.
Nora-Eugenie Gomringer, geboren 1980 in Neunkirchen/Saar, ist eine schweizerisch-deutsche Lyrikerin. Sie lebt in Bamberg, wo sie seit 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia als Direktorin leitet. Die Autorin, Dozentin und Performerin ist rund um den Globus unterwegs. Im Herbst/Winter 2019 war sie Max-Kade-Gastprofessorin am renommierten Oberlin College in Ohio/USA. Sie errang zahlreiche Preise, unter anderem den wichtigen Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache und den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die zitierten Texte entstammen ihrem 2020 bei Voland & Quist erschienenen Band «Gottesanbieterin». Wir danken für die Abdruckrechte.
Andrea Fleming, 1968 geboren, lebt und arbeitet in München als freie Journalistin. Kindheit und Jugend waren geprägt vom Engagement in der katholischen Jugendverbandsarbeit. Danach engagierte sie sich in einer religiösen Gemeinschaft, der Fokolar-Bewegung, die sich für den ökumenischen und interreligiösen Dialog stark macht. Christsein und Spiritualität in Gemeinschaft sind für sie ein zentrales Thema. Dazu hat sie verschiedene Wohn- und Lebensformen ausprobiert.
Monika Grütters, 1960 geboren, ist Politikerin und seit 2005 für die CDU im Bundestag. Von 2013 bis 2021 war sie als Staatsministerin Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Sie bekleidet nicht nur viele Ämter innerhalb der CDU. Sie ist auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und wirkt mit am Reformprozess Synodaler Weg. Seit 1991 hat sie einen Lehrauftrag, zunächst an der Hochschule für Musik «Hanns-Eisler» Berlin, seit 1999 an der Freien Universität Berlin.
Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, lebt in Berlin und im Schweizer Wallis und ist neben zahlreichen anderen Auszeichnungen Trägerin des Georg-Büchner-Preises. Sie verfasst Romane, Erzählungen und Kinderbücher und ist schreibend und vortragend weltweit unterwegs. Zuletzt erschien «Die Nibelungen». 2021 erhielt sie den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor.
Ursula Kalb, geboren 1959 in Nürnberg. Nach dem Studium der Theologie arbeitete sie beim Caritasverband für die Diözese Würzburg auf einer Referentenstelle «Gemeindecaritas». Sie ist Mitgründerin der Gemeinschaft Sant’Egidio in Deutschland und seit vielen Jahren Mitglied im Internationalen Präsidialrat der Gemeinschaft Sant’Egidio. Ursula Kalb wohnt in München und ist verheiratet.
Gerlinde Kretschmann, geboren 1947, studierte nach dem Abitur auf Lehramt und unterrichtete bis zu ihrer Pensionierung als Grundschullehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, hat sie drei erwachsene Kinder. Gerlinde Kretschmann war selbst viele Jahre politisch aktiv: unter anderem als Stadträtin für Bündnis 90/Die Grünen in Sigmaringen, davon einige Jahre als Fraktionsvorsitzende, und als Mitglied im Kreistag. Sie engagiert sich vielfältig ehrenamtlich, zum Beispiel bei der Stiftung Singen mit Kindern oder im Kuratorium der Alzheimer Stiftung Baden-Württemberg.
Gudrun Lux, geboren 1980 in Schweinfurt, ist Stadträtin für die Grünen in der Landeshauptstadt München. Nach einem Freiwilligeneinsatz in Guatemala hat sie Politikwissenschaft studiert und arbeitet heute als Redakteurin, Krisenkommunikationsberaterin und Rettungssanitäterin. Sie ist Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Mitglied der Synodalversammlung und des Frauenforums des Synodalen Weges sowie Mitglied des Allgemeinen Rats der Katholischen Akademie in Bayern.
Andrea Nahles, 1970 geboren, ist eine ehemalige deutsche Politikerin und seit dem 1. August 2022 Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit. Sie war von April 2018 bis Juni 2019 Vorsitzende der SPD-Bundespartei und von September 2017 bis Juni 2019 Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, in beiden Positionen als erste Frau. Zuvor war sie Bundesministerin für Arbeit und Soziales (2013-2017), SPD-Generalsekretärin und von 1995 bis 1999 Bundesvorsitzende der Jusos. Sie hat eine Tochter.
Christel Neudeck, geboren 1942 am Niederrhein, ist Sozialpädagogin. Mit ihrem 2016 verstorbenen Mann, Rupert Neudeck, hat sie das Komitee Cap Anamur (1979) und die humanitäre Organisation Grünhelme (2003) gegründet. Das Paar hat drei Kinder und sechs Enkelkinder.
Hubertine Underberg-Ruder, geboren 1962, ist promovierte Mikrobiologin und war zunächst für das Landwirtschaftsministerium der Niederlande tätig. Seit 1991 ist sie Präsidentin des Verwaltungsrates der Underberg AG in Dietlikon in der Schweiz. Sie ist in verschiedenen Leitungsgremien von Tochtergesellschaften der Underberg-Gruppe tätig. Daneben ist sie unter anderem stellvertretende Vorsitzende des Gesellschafterrats des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (vormals GfK e.V.) und Präsidiumsmitglied der Deutschen Universitätsstiftung. Sie beteiligt sich an diversen Umweltprojekten. Seit ihrer Jugend engagiert sie sich in Kirche und Ökumene. Sie ist Mutter von vier erwachsenen Kindern.
Susanne Marianne Wasum-Rainer, 1956 geboren, ist eine deutsche Diplomatin und war von 2018 bis 2022 Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Israel. Zuvor war sie deutsche Botschafterin in Italien (2015-2019) und Frankreich (2012-2015). Sie ist in Mainz aufgewachsen und hat an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, später auch an der Universität Passau und an der Ludwig-Maximilians-Universität München Rechtswissenschaften studiert. 1981 absolvierte sie ihr erstes, 1984 ihr zweites juristisches Staatsexamen. Sie ist verwitwet und hat eine Tochter.
Annette Schavan, geboren 1955, war 25 Jahre in Politik und Diplomatie tätig, unter anderem als Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg (1995–2005), als Bundesministerin für Bildung und Forschung (2005–2013) sowie als Botschafterin Deutschlands beim Heiligen Stuhl (2014-2018). Heute ist sie international tätig, nimmt seit 2014 eine Gastprofessur an der Shanghai International Studies University wahr und ist u.a. die Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft in Berlin.
Gesine Schwan, 1943 geboren, ist deutsche Politikwissenschaftlerin und Mitglied der SPD. Viele Jahre lang war sie Mitglied der Grundwertekommission ihrer Partei, seit 2014 ist sie Vorsitzende des Gremiums. Von 1999 bis 2008 war sie Präsidentin der neu gegründeten Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und von 2010 bis 2014 Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance. Heute leitete sie als Präsidentin das Nachfolgeprojekt Humboldt-Viadrina Governance Plattform. Sie hat 2004 und 2009 für die Bundespräsidentenwahl kandidiert.
Johanna Beck, 1983 geboren, ist Literaturwissenschaftlerin, Theologin und Publizistin. Als Mitglied des Betroffenenbeirats der Deutschen Bischofskonferenz arbeitet sie seit Anfang 2021 mit beim Synodalen Weg, dem Reformprozess der katholischen Kirche. Sie engagiert sich öffentlich für die Aufarbeitung des geistlichen und sexuellen Missbrauchs in der Kirche. Die Journalistin lebt mit ihrer Familie in Stuttgart.
Malu Dreyer, 1961 in Neustadt/ Weinstraße geboren, ist seit 2013 Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Die Juristin, die davor in Mainz auch Anglistik und Theologie studierte, begann ihren Weg in der Politik 1995 als Bürgermeisterin in Bad Kreuznach. 2002 wurde sie in Mainz zur Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit ernannt. Die bekennende Katholikin lebt mit ihrem Ehemann Klaus Jensen im Schammatdorf, einem inklusiven und generationenübergreifenden Wohnprojekt nahe der Benediktinerabtei St. Matthias in Trier. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken wählte sie 2016 und erneut 2021 als eine von 45 Einzelpersönlichkeiten unter seine Mitglieder.
Warum sich Frauen nicht aus der katholischen Kirche vertreiben lassen
Autor_In: Elisabeth Zoll (Hg.)
Genre: Kritisches Denken und Glauben
Verlag: S. Hirzel Verlag, 2023
Format: Taschenbuch, 183 Seiten
ISBN: 978-3-7776-3198-1
EAN/ASIN E-Book: 9783777632001 / B0G1XSVY97
Die neuen Gesichter Gottes

Was die Menschen heute wirklich glauben
Zwischen der offiziellen Glaubenslehre, wie sie Dogmen und Katechismen spiegeln, und dem Glauben vieler Menschen verlaufen tiefe Gräben. Wie tief sie sind und wo sie liegen, beschreibt dieses Buch:
Es stellt die Ergebnisse einer in ausgewählten west- und ostdeutschen Gebieten durchgeführten Befragung vor und zeigt, dass es eine Wechselwirkung gibt zwischen dem Glauben der Menschen und ihren Beziehungen zu Personen, zur Erde, zu Werten und Ordnungen und zur Transzendenz.
Was die Menschen heute wirklich glauben
Autor_In: Klaus-Peter Jörns
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: C.H.Beck 1000
Format: gebunden 267 Seiten
ISBN: 3-406450-50-4
Glaubensverlust

Warum sich das Christentum neu erfinden muss
Memoranden und Missbrauchsfälle, Problemstau und Priestermangel, Zank um den Zölibat und die Zukunft – mit unbestechlicher Klarheit durchleuchtet Halbfas die strukturellen Reformerfordernisse und geht ihnen buchstäblich auf den Grund: Die Krise der Kirche(n) ist eine handfeste Glaubenskrise. Die Glaubenslehre ist vielfach zur Glaubensleere verkommen. Wenn es nicht gelingt, diese Leere mit neuem Leben anzufüllen, dürfte es um die Zukunft der Kirche geschehen sein. Den Schlüssel findet Halbfas beim historischen Jesus selbst, der in den Glaubensbekenntnissen der christlichen Kirchen nicht vorkommt bzw. durch theologische Formeln ersetzt ist. Denn er hat eine Lebensweise angeboten, die sich im Alltag bewähren muss, aber keine Lehre, damit sie sich argumentativ bewahrheitet. Halbfas unternimmt nicht weniger als eine Neuvermessung des Glaubens. Er zeichnet ein Programm, das die Kirchen unter Umständen mehr verändern würde, als diese sich zu ändern bereit sind.
Hubertus Halbfas (1932–2022), Dr. theol., hat der Religionspädagogik über Jahrzehnte wegweisende Impulse gegeben und ist als Theologe von grosser Breitenwirkung über den deutschsprachigen Raum hinaus bekannt. Zuletzt erschien sein monumentales Werk «Der Glaube.»
Warum sich das Christentum neu erfinden muss
Autor_In: Hubertus Halbfas
Genre: Theologie
Verlag: Patmos 2020
Format: Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN: 978-3-8436-0100-9
EAN/ASIN E-Book: 9783843691000 / B00EZTT0RQ
Jakobs Fluch

Die Folgen von Bibel- und Koran-Texten für Homosexuelle
Im Namen des jüdisch-christlichen Gottes und des islamischen Allah müssen sich noch heute gleichgeschlechtlich Liebende ducken. Sexuelle Aussenseiter erleben Mobbing, Belästigung, Gewalt und Diskriminierung. Sie leiden und sterben oder fliehen vor ihren Peinigern. Bibel und Koran enthalten Texte, deren Autoren, Übersetzer und Interpreten mehr Tote auf dem Gewissen haben als irgendein Schöpfer eines weltliterarischen Werkes. Genau deshalb müssen wir uns damit beschäftigen. Der Autor begegnete Menschen, die sich wegen ihrer sexuellen Identität und Orientierung auf die Flucht begeben haben. Ihre Berichte belegen: Homophobie ist immer mit Bibel- und Koran-Zitaten unterfüttert. Ideologische Verblendung und Machtbesessenheit führen zum Missbrauch der Quellentexte in den monotheistischen Religionen und Gesellschaften. Wer sich ohne Scheuklappen auf den Weg durch die biblische und koranische Botschaft macht, ist bestimmt nicht verkehrt gelaufen, wenn er am Ende Gottes Zuwendung zur gleichgeschlechtlichen Liebe vorfindet.
Die Folgen von Bibel- und Koran-Texten für Homosexuelle
Autor_In: Josef Burri
Genre: kritisches Denken
Verlag: Rex, 2022
Format: Taschenbuch, 282 Seiten
ISBN: 978-3-7252-1090-9
Levitikus und Co. – ein trauriges Erbe
In seinem Buch «Jakobs Fluch» geht der Publizist Josef Burri der Frage nach, ob und wie der immer noch existierende Hass auf homosexuelle Menschen mit den heiligen Schriften begründet werden kann.
Andreas Faessler
Selbst im fortschreitenden 21. Jahrhundert leiden gleichgeschlechtlich liebende Menschen unter Ausgrenzung, Unterdrückung und Verfolgung. In vielen Ländern müssen sie gar um ihr Leben bangen. Für diese feindliche Gesinnung werden vor allem Bibel und Koran herangezogen, mit ihnen wird Homophobie gerechtfertigt. Abertausende haben über die Jahrhunderte hinweg «im Namen Gottes» wegen der sexuellen Neigung ihr Leben lassen müssen. Die Suche nach den zugrunde liegenden Textstellen in den Schriften fällt allerdings sehr spärlich aus. In der Bibel schneiden lediglich zwei kurze Verse das Thema konkret an – je eine im Buch Levitikus und im Römerbrief. Wenige Worte, viel Leid.
In seiner neuen Publikation «Jakobs Fluch» widmet sich der Autor, Filmproduzent und Theologe Josef Burri den erschütternden Folgen von Bibel- und Koranversen für homosexuelle Menschen bis heute. Er zeigt auf, dass Ächtung, Verfolgung und Bestrafung von Betroffenen aus religiösen Gründen bei weitem nicht eine Angelegenheit für die Mottenkiste ist. Im Gegenteil: Unterdrückung, Mobbing, Gewalt und Diskriminierung dieser Menschen im Namen Gottes oder Allahs sind gegenwärtiger denn je.
Das hat sich auch Josef Burri offenbart: Am Anfang seines Buchprojektes standen Begegnungen mit homosexuellen Flüchtlingen. Deren Erlebnisse sollten in einem Dokumentarfilm verarbeitet werden. Sie alle hatten eines gemeinsam: religiös begründete Homophobie, am eigenen Leib erfahren. Burri trieb darauf die Frage um, ob und inwiefern auf die monotheistischen Schriften als Grund für die Ablehnung von Homosexualität verwiesen werden kann. Schliesslich war die Idee zu «Jakobs Fluch» geboren.
Worte – missbraucht und instrumentalisiert
Burri taucht tief in die Bibelgeschichte ein, bildet die gesellschaftlichen Verhältnisse sowie die moralischen Vorstellungen von damals ab – die mit dem modernen, gesunden Verständnis der Geschlechterrollen freilich wenig mehr gemein haben. Was nach all den Exkursen in die biblische Welt von vor über 2000 Jahren hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Sexualität bleibt, sind die im Vergleich verschwindend kleinen Verse, welche eingangs angeführt worden sind.
Das Unfassbare: Diese Textstellen werden bis heute unreflektiert missbraucht und instrumentalisiert, um die ungeheuren Verbrechen an homosexuellen Menschen respektive den Hass auf sie zu rechtfertigen. Ohne die mehrfach tradierten, veränderten und wiederholt übersetzten Verse in den notwendigen zeitlichen und gesellschaftlichen Kontext zu stellen, werden sie im heutigen Wortlaut 1:1 ausgelegt. Diese Praxis erweist sich als brandgefährlich und fatal. In Tat und Wahrheit nämlich – so sind sich ernst zu nehmende Exegeten weitgehend einig – ist weder in der Bibel noch im Koran auch nur ein einziges wertendes Wort zu lesen über die Homosexualität, wie sie im heutigen Sinne verstanden wird: eine auf Dauer angelegte Liebesbeziehung von Menschen gleichen Geschlechts.
Im Laufe seiner Recherchen zum Thema kommt Josef Burri zum denkwürdigen Schluss, dass neben Machtbesessenheit vor allem ideologische Verblendung Hauptgrund für den Missbrauch der besagten Texte ist. Burri aber ist überzeugt: Wer die monotheistischen Schriften mit Offenheit, ohne Voreingenommenheit und vor allem ernsthaft lesen und verstehen will, der kommt zum Schluss, dass sich Gott der gleichgeschlechtlichen Liebe nicht weniger zuwendet als derjenigen zwischen Mann und Frau.
Den Weg der Reflexion gehen
Seine Folgerung begründet der Autor auf rund 220 Seiten in aller Ausführlichkeit. Er liefert fundierte Nachhilfe für die Interpretation gern zitierter Schriften wie etwa diejenigen von Augustinus, welcher ein gestörtes persönliches Verhältnis zur Sexualität allgemein hatte. Oder Paulus. Dass es ihm in seinen Botschaften um einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Frau- und Mannsein ging und nicht um eine moralische Verurteilung gleichgeschlechtlicher Liebe, wird grundsätzlich ausgeblendet. Und Thomas von Aquin? Der hat ohnehin jegliche sexuelle Handlung verteufelt, die nicht explizit die Zeugung neuen Lebens zum Ziel hat.
Josef Burri greift im Buch auch einige der persönlichen Schicksale auf, von denen er bei seinen Begegnungen schmerzlich erfahren hat. Mit der Obrigkeit, welche diese unsäglichen Zustände verantwortet, geht er hart ins Gericht und findet klare, auch weniger diplomatische Worte. Josef Burris Fazit bleibt: Weder Bibel noch Koran verurteilen die gleichgeschlechtliche Liebe.
Aus «Christ + Welt» 18. November 2022, mit freundlicher Genehmigung des SKPV (Schweizerischer Katholischer Presseverein).
Der Jargon der Betroffenheit

Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt
Verschrobene, gefühlsduselige Wortbilder reihen sich Sonntag für Sonntag auf den Kanzeln aneinander. Die Kirche scheint sprachlich in den Achtzigern hängengeblieben. Der Kommunikationsprofi Erik Flügge bricht mit Gewohntem und entwickelt Strategien für eine zeitgemässe Sprache, damit Kirche bei den Menschen «ankommt». Das Buch ist ein Appell an die Veränderung der Kommunikation in der Kirche und macht Hoffnung, dass es ein mögliches Unterfangen ist.
Wie die Kirche an ihrer Sprache verreckt
Genre: kritisches Denken
Verlag: Kösel, 2016
Format: Paperback, 160 Seiten
ISBN: 978-3-466-37155-6
EAN/ASIN E-Book: 9783641188535 / B0196U2LLK
Die Kirchen und ihre Tabus

Die Verweigerung der Moderne
Neues religiöses Interesse und die Unfähigkeit der Kirchen zu zeitgemässen Antworten
Ursachen und Folgen der Unfähigkeit zum Dialog · Kritik der gegenwärtigen Verfassung von Theologie und Kirchen · zukunftsweisende Ansätze
Die Kirchen haben unverkennbar einen deutlichen Modernitätsrückstand. Sie haben die kritischen Fragestellungen, die seit der Aufklärung aufgekommen sind, ignoriert. Während die katholische Kirche seit jeher eine Abwehrstellung einnahm, ging auf evangelischer Seite ein konstruktiver Umgang mit ihr verloren. Dies geschah, als die dialektische Theologie Karl Barths im 20. Jahrhundert gegenüber der Liberalen Theologie die Oberhand gewann. Kritisch-konstruktive Anfragen an Theologie und Kirche blieben ohne Echo. Unter der Maxime, dass die Theologie Offenbarungswissenschaft sei, ist ihre Gesprächsfähigkeit auf der Strecke geblieben. Kirche und Theologie muten auf diese Weise den Christen zu, in zwei Welten zu leben. Herbert Koch greift sechs kirchliche Tabuthemen auf, an denen die Folgewirkungen ablesbar sind, und bedenkt zukunftsweisende Perspektiven. Dabei hat er beide grossen Kirchen im Blick, wobei notwendige Differenzierungen nicht unterbleiben.
Die Tabus der Kirchen: Gleichgültigkeit gegenüber dem Glaubensbekenntnis – Ignoranz gegenüber der Moderne – Reform des Gottesdienstes – Demokratie – Sexualität – Einheit der Christen
Die Verweigerung der Moderne
Autor_In: Herbert Koch
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Patmos Verlag, Düsseldorf 2006
Format: 230 Seiten
ISBN: 3-491724-98-8
Lexikon der biblischen Irrtümer

Von A wie Auferstehung Christi bis Z wie Zeugen Jehovas
Lügt die Bibel? Irrten die Propheten?
So spannend waren die biblischen Geschichten noch nie: Von A wie Auferstehung bis Z wie Zeugen Jehovas zeigt Walter-Jörg Langbein die Irrtümer der Bibel auf. Die Flucht des Volkes Israel aus Ägypten etwa ist frei erfunden, Noahs Sintflut war ein Plagiat, und Jesus kam nicht aus Nazareth … Auf intelligente wie amüsante Weise wird das Buch der Bücher entstaubt und verständlich gemacht.
Von A wie Auferstehung Christi bis Z wie Zeugen Jehovas
Autor_In: Walter-Jörg Langbein
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Aufbau 2006
Format: 364 Seiten
ISBN: 3-746681-40-5
Im religiösen Umbruch der Welt

Der fällige Ruck in den Köpfen der Kirche
In diesem Buch werden zentrale, längst inner- und ausserkirchlich vor sich gehende, vielfach aber verleugnete religiöse und theologische Wandlungen unserer Gegenwart zusammengefasst und in ihren Konsequenzen beschrieben: warum «Religion» («Spiritualität») fundamental, gleichwohl hoch gefährdet und verführbar ist (denn wir sind religiös, nicht aber göttlich, wie oft verwechselt wird); inwiefern besonders die östliche («ungegenständliche») Meditation bei uns im Verständnis des Göttlichen viel bewirkt und somit alte innerchristliche Forderungen in einem non-theistischen Gottesverständnis zentral gemacht hat («Gott» keine metaphysische Person, sondern Name des göttlichen Geheimnisses in allen Dingen dieser Welt); warum auch im Verständnis des Jesus von Nazareth eingreifende Revisionen («Christus allein», sein Tod blutiges Satisfaktionsopfer) überfällig sind. Was diese Einsichten für ein beglückend neu zugängliches Verständnis christlicher Grundworte («Gott», «Gnade», «Gesetz» u. a.) im Zeichen der alternativen Spiritualität bedeuten, wird ausführlich dargestellt. Indem Anweisung und Legitimation solch eingreifenden, interreligiös geprägten Wandels dem Potential der Reformation Luthers entnommen werden, ergibt sich die Möglichkeit, die weitgehende religiöse Transformationsverweigerung der Kirchen in deren eigenen Fundamenten zu überwinden. Die alternative Spiritualität der christlich längst Distanzierten kann erst so von der Öffnung und Aufbereitung der traditionellen religiösen Schätze der Kirche profitieren.
Der fällige Ruck in den Köpfen der Kirche
Autor_In: Matthias Kroeger
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Kohlhammer 2004
Format: genunden 424 Seiten
ISBN: 978-3170221024
Notwendige Abschiede

Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum
Provozierend und notwendig. Die kritische Revision christlicher Glaubensaussagen. Eine scharfe Analyse in grosser Sympathie. Für einen Glauben, der Leben schafft. Das Unbehagen wächst – aber niemand tut etwas. Die Menschen wenden sich gelangweilt ab. Selbst Pfarrer und Pfarrerinnen glauben kaum, was ihr Amt ihnen zu bekennen aufgibt – doch niemand traut sich, die Wahrheit offen auszusprechen: Die Kirche muss sich von vielen ihrer Glaubensaussagen verabschieden. Es gilt, Neues zu bedenken. Klaus-Peter Jörns unterzieht alle zentralen Glaubensaussagen der Christen einer kritischen Revision. Ob die Bedeutung der Bibel oder Jesus Christus, ob Offenbarungsglaube oder Schöpfungsbericht – alles prüft er mit scharfer Analyse und in grosser Sympathie. Sein Ziel: die Neuformulierung eines Glaubens, der Leben schafft.
Auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum
Autor_In: Klaus-Peter Jörns
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: Gütersloher Verlagshaus 2004
Format: gebunden 512 Seiten
ISBN: 978-3-579-06408-6
EAN/ASIN E-Book: 9783641028190 / B004OL2TOG
Der totgeglaubte Gott

Politik im Machtfeld der Religionen
Religiöse Leidenschaften erweisen sich als Triebkraft der Weltpolitik. Die Bestrebungen, das politische Leben unter Gottes Herrschaft zu stellen, sind wiedererwacht und fordern das moderne Gemeinwesen heraus.
Mark Lilla zeichnet in seinem international viel beachteten Buch den langen und opferreichen Weg zum säkularen, aufgeklärten Staat nach und plädiert für die konsequente Verbannung des Religiösen aus der politischen Sphäre.
Der totgeglaubte Gott ist ein Buch über die Verwundbarkeit der Welt, jener Welt, die aus der intellektuellen Rebellion gegen die politische Theologie des Westens geboren wurde. Das Thema mag ein wenig ungewohnt wirken, angesichts der Tatsache, dass die westlichen Nationen augenblicklich in Frieden leben und dass die Normen der liberalen Demokratie, gerade was die Religion angeht, allgemein akzeptiert werden. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass aus unserer Mitte je wieder Theokratien entstehen oder bewaffnete Banden religiöser Fanatiker einen Bürgerkrieg anzetteln könnten. Und doch ist diese Welt verwundbar – einerseits, weil das politische System seine Versprechen nicht mehr einlöst, andererseits, weil unser politisches Denken gar keine Anstrengungen mehr unternimmt, überhaupt noch Versprechen zu formulieren.
Die Geschichte, die im Buch nachgezeichnet wird, soll daran erinnern, dass wir uns als moderne Gesellschaft keineswegs am Scheideweg zwischen Vergangenheit und Gegenwart oder dem Westen und «dem Rest der Welt» finden. Es soll klar werden, welche Alternativen es gibt, für die wir uns entscheiden können und wir mit der Konsequenz unserer Wahl leben müssen.
Politik im Machtfeld der Religionen
Autor_In: Mark Lilla
Genre: Theologie kritisch
Verlag: Kösel Verlag, München 2013
Format: gebunden 304 Seiten
ISBN: 978-3-466-37072-6
EAN/ASIN E-Book: 9783641105204 / B00B6PG4RQ
War Jesus schwul?

100 unerschrockene Fragen und Antworten zu Bibel, Kirche und Religionen von Reinhard Rolla
War Jesus schwul? Diese und 99 weitere Fragen werden vom Autor unerschrocken gestellt und mutig beantwortet. Er ist evangelisch-reformierter Theologe und war fast 50 Jahre lang Gemeindepfarrer in der Schweiz. Er bezeichnet sich als «schwergläubig», was ihn die Bibel und die kirchlichen Traditionen sehr genau und kritisch studieren liess. Dieses Studium hat ihn nah an den historischen Jesus geführt. Konsequenterweise nennt er sich seit vielen Jahren „Jesuaner“.
Mit diesem Buch bietet Reinhard Rolla 100 Anregungen, sich mit der Bibel und der Kirche kritisch auseinanderzusetzen. Wer auf der Suche nach einem zeitgemässen Glauben ist, wird hier Impulse für seinen Weg finden. Die 100 kurzen Texte belehren nicht und offenbaren keine endgültigen Wahrheiten. Sie zeigen aber Wege auf, führen ins jesuanische Denken ein, bestärken und stellen gleichfalls in Frage. Ein herausforderndes Buch für Anfänger und Profis gleichermassen.
Portrait
Reinhard Rolla hat sich ein Leben lang als Pfarrer durch die biblischen Texte «gefressen» wie der Regenwurm durch die Erde. Am Ende hat er die meisten dieser Texte für «wertvoll, aber museumsreif» befunden und sich «Peruaner» genannt. Dies als Abgrenzung zu denen, die sich «Christen» nennen, aber von Jesu «Vision von der Menschwerdung des Menschen» weit entfernt sind. Seine Erkenntnisse veröffentlicht er jeden Sonntagabend auf der Seite seiner Facebookgruppe «Bibel, Kirche(n), Religion(en) kritisch beleuchtet». Nun liegen seine Texte erstmals gesammelt als Buch vor.
100 unerschrockene Fragen und Antworten zu Bibel, Kirche und Religionen von Reinhard Rolla
Autor_In: Reinhard Rolla
Genre: Theologie kritisch
Verlag: Omnino Verlag 2017
Format: Taschenbuch 304 Seiten
ISBN: 978-3-95894-065-9
EAN/ASIN E-Book: 9783958940666 / B074HB5JY3
Sodom

Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan
Eine fesselnde Reportage aus dem Innersten des Vatikans: Der französische Journalist Frédéric Martel beschreibt, wie katholische Priester, Kardinäle und Bischöfe die rigide, homophobe Sexualmoral verteidigen. Obwohl die meisten von ihnen selbst homosexuell sind.
Warum diese Doppelmoral? Warum wird so hartnäckig geschwiegen, warum wird gegen Papst Franziskus intrigiert, den ersten Papst, der homophobe Positionen lockern will?
Dahinter steckt ein weltweiter Machtzirkel homosexueller Priester und Würdenträger, die sich selbst als die «Gemeinde» bezeichnen.
Sie verhindern jede Liberalisierung, um ihr Doppelleben zu schützen: Ob es um Kondome geht, um die gleichgeschlechtliche Ehe oder die wichtigste Bastion: das Zölibat. Auch das Schweigen über sexuellen Missbrauch ist Teil dieses Systems.
Ein Buch, mit dem Martel die Geschichte des Vatikans seit den 1970er Jahren neu schreibt. Er zeigt die Pontifikate von Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus in gänzlich anderem Licht. Grandios geschrieben, hautnah, spannend wie ein Roman über Macht und Intrigen im Vatikan.
«Sensationell!» Sunday Times
Macht, Homosexualität und Doppelmoral im Vatikan
Autor_In: Frédéric Martel
Genre: Theologie kritisch,
Verlag: S. Fischer Verlag 2019
Format: gebunden 672 Seiten
ISBN: 978-3-10-397483-6
EAN/ASIN E-Book: 9783104911687 / B07R3WPGM4
Plädoyer für ein anderes Christentum

Nach dem illusionslosen Blick auf die kirchliche und geistige Situation der Gegenwart wagt Georg Schmid mit seinem neuen Buch eine neue christliche Identitätsbestimmung: «Wir beobachten eine epochale spirituelle Flaute. Die Segel der westlichen Zivilisation hängen schlaff vom Mast. Die Kirchenchristen bemühen sich um geistige Impulse mit Fantasie und Engagement. Aber das Christentum wirft keine Wellen mehr auf und bläht keine Segel. Neue Winde sind gefragt. Das Abendland braucht neue Perspektiven, ein neues Ufer, das wir ansteuern könnten, vielleicht sogar einen neuen Kontinent, den es zu entdecken gilt.»
Autor_In: Georg Schmid
Genre: Theologie allgemein
Verlag: Kreuz-Vlg., Stgt. 1998
Format: Taschenbuch 217 Seiten
ISBN: 3-268002-20-X
Aber schwul bin ich immer noch

«Aber schwul bin ich immer noch», erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der in einem zutiefst religiösen, konservativen Milieu im Kanton Bern aufwächst. Bereits als Kind merkt er, dass er «anders» ist. Am Anfang bleibt dieses Gefühl diffus, nicht benennbar. Mit zunehmendem Alter und Erwachen seiner Sexualität wird der Grund für sein Anderssein immer konkreter. Anfänglich versucht er seine Homosexualität wegzubeten, zu verdrängen, da sie in seinem Umfeld als Schande, als Strafe Gottes, als Krankheit angesehen wird. Aus dieser Prägung resultiert eine derart tiefe, internalisierte Homophobie, dass er sich in der Hoffnung, «geheilt» zu werden, in ein «Therapieprogramm» nach US-amerikanischem Vorbild begibt. Drei Jahre lang, einmal die Woche, gewährt er dort den Seelsorger:innen Einblick in seine Biografie, seine Familie, sein Innerstes. Jedes noch so kleine Vergehen, oder negative Ereignis, in seinem, sowie im Leben seiner Verwandten, wird als möglicher Auslöser der Homosexualität betrachtet. Nach drei Jahren Selbstöffnung realisiert er, dass all die «Therapiesitzungen», die Gruppengespräche und Seelsorge ihr Ziel verfehlen – an seinen Gefühlen ändert sich nichts – er ist homosexuell. Als er sich entscheidet, aus dem Programm auszusteigen, wird er von seinem Umfeld verstossen. Die Homosexualität – auch nach jahrelangem Kampf dagegen – einfach anzunehmen, scheint keine Möglichkeit zu sein. Er steht vor einem gewaltigen Gewissenskonflikt. Entscheidet er sich für ein Leben mit gelebter Sexualität, fürchtet er dafür seinen Glauben zu opfern. Dieser ist – ebenso wie seine Sexualität – fundamentaler Bestandteil seiner Person. Er trägt ihn und gibt ihm Halt. Nach Jahrzehnten des inneren Ringens findet er schliesslich einen Weg, seinen Weg, beides, den Glauben und die Sexualität, miteinander zu versöhnen. Grundlage für die Erzählung bilden Biografien, Zeugnisse und Interviews mit verschiedenen Personen zu ihren Erfahrungen mit Homosexualität und Kirche. Einige von ihnen haben Konversionstherapien und andere Massnahmen zur «Heilung» ihrer Homosexualität selbst erlebt, andere setzen sich politisch mit dem Thema auseinander. Die Erzählung steht somit für das Erlebte von vielen. Sie wird zum Schutz der einzelnen Personen aus der Sicht eines fiktionalisierten Protagonisten wiedergegeben. Die Interviews fanden im Zeitraum von 2021 bis 2023 statt und beziehen sich in der Schilderung der Lebensrealitäten auf die letzten dreissig Jahre. Die Zeichnungen sind als Reaktion auf die Interviews entstanden; sie sollen diese Erzählung verorten: Sie führen durch das ländliche Berner Oberland, hinein in die Abgeschiedenheit schattiger Täler, auf Schulhausspielplätze und in Sporthallenduschen. Immer wieder stösst der Blick an geografische und architektonische Grenzen – Mauern, welche den:die Betrachter:in auf sich zurückwerfen und den inneren Dialog und die Zerrissenheit des Protagonisten illustrieren. Meist zeigen die skizzenhaften, suchenden Bleistiftzeichnungen – die sich wie eine Bühne unter die Worte legen – das Banale, das Alltägliche und erzählen erst in Kombination mit dem Text auf subtile Weise von der Gewalt, und dem Versuch, sich bis zur Selbstaufgabe zu verändern.
Autor_In: Dimitri Grünig
Verlag: edition clandestin, 2023
Format: Taschenbuch, 128 Seiten
ISBN: 978-3-907262-47-4
Christentum – kann das weg?

Glauben in Zeiten der Kirchen-Erschöpfung
Rechenschaft darüber, was mir für meinen Gottesglauben elementar wichtig ist und nicht in die gegenwärtige Kirchenverzweiflung hineingerissen werden darf: Das ist die grosse Herausforderung, der sich glaubende Menschen derzeit ausgesetzt sehen. Denn: Die «Verkirchlichung» des biblischen Gottesglaubens ist am Ende.
Für Jürgen Werbick ist die Befreiung des Glaubens aus den Zwängen eines selbstbezüglichen Glaubensverwaltungs-Systems unverzichtbar – und sie hat vielfach schon begonnen. Was darf dabei nicht auf der Strecke bleiben? Was muss neu, biblischer, menschlicher, verstanden werden? Was muss bei diesem Aufbruch zurückgelassen werden? Was hat sich kirchlich falsifiziert? Und was tritt neu in den Vordergrund?
Ein ermutigendes Buch, das zeigt, was Christsein heute als immer wieder herausfordernde Hoffnungs-Perspektive für die Menschen im Entscheidenden ausmacht.
Glauben in Zeiten der Kirchen-Erschöpfung
Autor_In: Jürgen Werbick
Genre: kritisches
Verlag: Grünewald/Patmos, 2023
Format: Gebunden, 240 Seiten
ISBN: 978-3-7867-3329-4
Über den Autor
Jürgen Werbick, Dr. theol., ist emeritierter Professor für Fundamentaltheologie an der Universität Münster. Aufgabe seines Faches ist die Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich der Glaube vor der Vernunft verantworten lässt und wie man überhaupt etwas über Gott aussagen kann. Dazu und zu verwandten Themen hat er vielfach publiziert.
Die Spur des Bösen

Wenn Fanatismus tödlich endet | Wahre Sektenverbrechen | Zehn packende True-Crime-Fälle
Eingeschworene Gemeinschaften, deren Mitglieder mithilfe von Gehirnwäsche gefügig gemacht werden und die gefährlichen Machenschaften ihrer Anführer*innen decken – Sekten faszinieren und ängstigen gleichermassen. Ihr Bild in der Öffentlichkeit ist oft von düsteren Klischees geprägt, aber in vielen Fällen bieten ihre Strukturen den optimalen Nährboden für Verbrechen.
Mit seinem Buch «Die Spur des Bösen» taucht der Theologe und Sekten-Experte Fabian Maysenhölder tief in die verborgenen Welten religiöser Kulte ein. Er erzählt zehn wahre Kriminalfälle, die sich im Umfeld einer Sekte ereigneten, und beleuchtet zudem deren psychologische und soziologische Hintergründe.
Dabei begegnen ihm Phänomene wie Massensuizide, Teufelsaustreibungen und Folter, aber auch drängende, uns alle betreffende Fragen: Wann wird Religion problematisch?
Was können wichtige Warnzeichen dafür sein, dass sich eine Eskalation anbahnt? Und wie können wir als Gesellschaft vorbeugen, damit es gar nicht erst zu einer Katastrophe kommt?
Fabian Maysenhölder ist Herausgeber des Podcasts «Secta»
Wenn Fanatismus tödlich endet | Wahre Sektenverbrechen | Zehn packende True-Crime-Fälle
Autor_In: Fabian Maysenhölder
Genre: Kritisches
Verlag: Edition Michael Fischer / EMF Verlag, 2024
Format: Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN: 978-3-7459-2247-9
EAN/ASIN E-Book: 9783745922486 / B0CMQM8F5R
Nulla Exclusio

Ehe für alle vor dem Altar
Wer darf vor den Altar treten – und welche Liebe gilt der Kirche als Ort der Gnade? Nulla Exclusio stellt eine der drängendsten theologischen Fragen der Gegenwart: Kann eine Kirche, die sich als Zeichen der Einheit, als Volk Gottes und als Raum universaler Gnade versteht, gleichgeschlechtliche Paare dauerhaft von der sakramentalen Anerkennung ihrer Liebe vor dem Altar ausschließen?
Solange die Kirche die Ehe an Geschlecht, Reproduktionslogik und biologische Passfähigkeit bindet, bewegt sie sich näher an einer eugenischen Selektionslogik, als ihr bewusst ist. Nulla Exclusio legt diese Spannung offen, widerspricht und fragt den Klerus, sich in der Ehefrage zu entscheiden: Bezeugt die Kirche Gnade – oder betreibt sie eine implizite Selektion menschlicher Lebensgeschichten, indem sie Zugehörigkeit biologisch vorfiltert? Wo das geschieht, steht nicht mehr das Evangelium im Zentrum, sondern ein Denken der Selektion.
Ausgehend vom Zweiten Vatikanischem Konzil, von Schrift, Tradition, Naturrecht, Sakramententheologie und Kirchenrecht entfaltet dieses Buch eine katholisch argumentierende Vision: Die Öffnung der Ehe vor dem Altar für alle Getauften erscheint nicht als Novum oder Bruch mit dem Glauben, sondern als zeitnah mögliche Vertiefung seiner eigenen Quellen des Evangeliums. Dabei wird der gegenwärtige Stand der kirchlichen Lehre ernst genommen – gerade um seine inneren Spannungen und den daraus folgenden dringenden Veränderungsbedarf sichtbar zu machen.
Zwischen Treue zur Tradition und Hoffnung auf Entwicklung fragt Nulla Exclusio, ob die katholische Kirche ihrer Sendung näherkommt, wenn sie treue, verantwortete Liebe nicht länger am Rand duldet, sondern vor Gott und der Gemeinde sichtbar am Altar traut und segnet.
«Ehe für alle vor dem Altar» wird hier nicht als Parole, sondern als theologische Verheissung verstanden – keine Vision für irgendwann, sondern ein dringender Auftrag an die Kirche von heute.
Portrait
Eureka Circe ist Herausgeberin und Kuratorin verschiedener Buch-Reihen zur Theologie (z.B. «Unauthorized Grace» oder «Deus Ex Machina») sowie von Reihen zur Persönlichkeitsentwicklung und Naturheilkunde. Ebenso sind erschienen die frauenpolitischen Bände «Alice und der Wunderglaube – Wo und warum der Feminismus versagt», «MAIDEN‘S MANIFESTO – Die Feuer-Fackel», «DEAD DANCE – Die Trans-Bibel» sowie «DIGNITAS OMNIUM – Die Würde aller: Vatikans Enzyklika der Menschenrechte (noch nicht in Stein gemeisselt)» sowie zuletzt: «Die 10 Säulen des Modernen Feminismus», «gender:goals – Zwölf Ziele der Frauenbewegung» und «Das Frauen-Lexikon Diskursverschiebung» erschienen.
Ehe für alle vor dem Altar
Autor_In: Eureka Circe (Hsg.)
Genre: Theologie
Verlag: BoD – Books on Demand, 2026
Format: Gebunden, 310 Seiten
ISBN: 978-3-696-37840-0 / 978-3-695-16947-4