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Beiträge zum Thema Homosexualität

Coming Out to Truth

Aus dem Vorwort:

Ich muss euch etwas von mir erzählen. Es ist etwas, was euch (zuerst) nicht viel Freude machen wird. Ich bin lesbisch. Da ich weiss, dass dies ein Schock für manche von euch ist (es war ein Schock für mich!), möchte ich die ganze Situation in den folgenden Seiten erklären. Ich bin nicht von heute auf morgen zu der Erkenntnis gekommen, dass ich lesbisch bin. Es hat viele Wochen gedauert, Wochen von Kampf, aber auch Wochen von Freisetzung. Ich arbeite mich am besten durch Dinge, indem ich sie niederschreibe. Dies ist Teil meiner Niederschrift und ich hoffe, dass sie euch dieselbe Klarheit gibt, wie sie mir gegeben hat.

COTT – Anette Seiler – Mobi für Kindle (Amazon-Familie)

COTT – Anette Seiler – EPUB für die meisten E-Readers (Tolino, Sony, Kobo u.s.w.)

Coming Out to Truth Book Cover Coming Out to Truth
Anette Seiler
Coming Out
Eigenverlag
1998 / 2011
EBook

Eine Brücke bauen

Wie die katholische Kirche und schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Menschen eine wertschätzende Beziehung finden.

Mit diesem mutigen Buch hat der amerikanische Jesuit und Bestseller-Autor in den USA eine heftige Debatte in Gang gesetzt: Viele schwule, lesbische, transgender Katholiken fühlen sich in ihrer Kirche nicht willkommen und ausgeschlossen. Für James Martin sind sie Mitglieder der Kirche wie alle anderen auch: »Für Jesus gibt es nicht die und wir«.

Anhand dreier zentraler Begriffe aus dem katholischen Weltkatechismus (Respekt, Mit-Fühlen und Empathie) entwirft er einen Weg, wie VertreterInnen der katholischen Kirche ihren schwulen, lesbischen und transgender Gläubigen begegnen können und umgekehrt: wie diese eine Beziehung zu ihrer Kirche aufbauen können. Für eine Kirche im Umbruch ein Buch zur rechten Zeit!

Eine Brücke bauen Book Cover Eine Brücke bauen
James Martin
Kirche
Patmos
2018
Hardcover
224
978-3-8436-1050-6

«Liebe ist»

fünfte Feier für gleichgeschlechtlich Liebende

Am Freitag, 1. Juni feierten gleichgeschlechtlich Liebende, ihre Freunde und Angehörige sowie weitere interessierte Menschen zusammen in der katholischen Kirche Suhr. Eine bewegende Stunde, während der die einen weinten und andere Freudensprünge vollführten.

Gefunden in „Horizonte“, Marie-Christine Andres Schürch, 3.6.18

Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber …

Die schrecklich nette Homophobie mitten in der Gesellschaft

Der Sound der neuen Homophobie klingt nicht böse, sondern nett. Schrecklich nett. Er greift Homosexuelle nicht offensiv an, aber unterstellt ihnen eine gemeinsame Agenda, die in Gestalt einer ominösen Homolobby Sonderrechte durchsetzen möchte.
Man hat ja nichts gegen Homosexuelle, aber …
Die neue Homophobie ist nicht das Problem dumpfer Stammtische. Sie schwelt hinüber zu den Orten des links-intellektuellen Milieus bis hin zu den Grünen. Sie findet sich im Feuilleton, am Theater, im politischen Kabarett. Im Prinzip ist die neue Homophobie natürlich die alte. Neu ist, dass es sich um eine Homosexuellenfeindlichkeit handelt, die auf ihrer Homosexuellenfreundlichkeit beharrt.
Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber … ist ein Buch für Heteros und Homos, eines das Brücken schlägt, aber auch konstruktiven Streit provoziert. Johannes Kram ist überzeugt: Wenn Heterosexuelle Homophobie nicht reflexhaft von sich weisen, sondern sich mit der strukturellen, gesellschaftlichen, aber auch mit der versteckten individuellen beschäftigen, könnten sie eine Menge über sich selbst und die Verfasstheit unserer Gesellschaft lernen.

Portrait

Johannes Kram ist Autor, Blogger und Marketingstratege. Sein Nollendorfblog („Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber“) erhielt 2016 eine Nominierung für den Grimme Online Award. Es ist eines der meistdiskutierten deutschen schwulen Blogs. Er ist Kolumnist beim medien- (und BILD-) kritischen BILDblog. Die „Charta der Vielfalt“ wählte ihn zum Themenbotschafter für den Bereich „Sexuelle Orientierung und Identität“. Sein medienkritisches Theaterstück „Seite Eins“ wurde bisher in sieben verschiedenen Inszenierungen produziert.

Eine weitere Rezension gibt es von Matthias Albrecht bei evangelisch.de.

Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber … Book Cover Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber …
Johannes Kram
Homosexualität allgemein
Querverlag
2018
Taschenbuch
160
978-3-89656-260-9
9783896566454 / B07B647V8B

„Nashville“ und „Denver“ im Vergleich

„Nashville“ geistert seit einer knappen Woche (Anfang September 2017) durch die (frommen Teile der) sozialen Medien: 150 Evangelikale haben dort eine in ihren Augen längst überfällige theologische Erklärung veröffentlicht: Gegen jegliche Sexualität jenseits der klassischen Ehe. Die Erklärung ist in eine Präambel und 14 Statements aufgeteilt, in denen jeweils eine Aussage bekräftigt und eine verneint wird. Konservative auf der ganzen Welt jubeln – auch in Deutschland.

Am nächsten Tag veröffentlichte die (nicht nur) durch ihre Tattoos bekannte Pastorin Nadia Bolz-Weber eine Antwort und taufte sie kurzerhand „Die Denver-Erklärung“ nach der Stadt, in der sie selbst wohnt. Sie antwortet Statement für Statement und entwirft ein ganz anderes Bild von christlichem Glauben: Frei, offen, leidenschaftlich, ohne Abgrenzung.

Mehr gibt es bei Rolf Krügers Auf’n‘ Kaffee

Lesben raus!

Für mehr lesbische Sichtbarkeit

Es heisst, Lesben sind unsichtbar und eine aussterbende Identität. Angesichts der historisch einmaligen Situation, dass mehrere Generationen in einer toleranteren Gesellschaft sich offen zeigen können, hätte es über die Jahre eine steigende lesbische Präsenz geben müssen. Stattdessen dominieren schwule Männer Bild und Themen.

Wenn von Homosexuellen gesprochen wird, dann werden Lesben „mitgemeint“. Wenn es um LSBTTI*-Themen geht, werden selten lesbische Expertinnen befragt. Angeblich gäbe es sie nicht, heißt die Entschuldigung. Auch scheint es, „Queer“ wird lieber zu einer alternativen Identität erhoben, als sich „Lesbe“ zu nennen. Was ist da los?

Sicher ist: Kein Mensch ist unsichtbar! Man wird unsichtbar gemacht oder entscheidet sich für Unsichtbarkeit, um Konflikte zu vermeiden.
28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen und Transgender? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Mit Beiträgen von Christoph R. Alms, Gwendolin Altenhöfer, Monika Barz, Gabriele Bischoff, Birgit Bosold, Maria Braig, Carolina Brauckmann, Maria Bühner, Traude Bührmann, Lovis Cassaris, Stephanie Gerlach, Max Helmich, Doris Hermanns, Angela Jäger, Manuela Kay, Ria Klug, Juliane Kronen, Stephanie Kuhnen, Mariella Müller, Eva von Redecker, Babette Reicherdt, Jenny Renner, Corinne Rufli, Lili Sommerfeld, Gabi Stummer, Pia Thilmann, Simone Tichter und Judith Völkel

Lesben raus! Book Cover Lesben raus!
Kreischreihe
Stephanie Kuhnen (Hrsg.)
Lesben
Querverlag
2017
Taschenbuch
296
978-3-89656-257-9

Heteros fragen, Homos antworten

In 50 Kolumnen hat das Queerspiegel-Team Woche für Woche den Leserinnen und Lesern des Berliner Tagesspiegels die Homo-Welt erklärt. Im September erscheint nun das gesammelte Wissen dieser Expert*innen im Querverlag und verspricht, Licht ins Dunkel zu bringen – zumindest was die Fragen Heterosexueller angeht bezüglich der Mysterien ihrer homosexuellen Mitbürger*innen.

Zahlreiche Fragen, die sich viele sonst nicht zu stellen trauen, werden mit fachlicher Kompetenz, journalistischer Sorgfalt und einer Prise Humor beantwortet. Die Autor*innen prüfen Stereotypen auf ihren Wahrheitsgehalt und räumen mit Mythen und Vorurteilen auf.

Ob als Nachhilfe für den besten Freund, als kleiner Ratgeber für die Eltern oder die verklemmte Arbeitgeberin – Heteros fragen, Homos antworten ist das perfekte Geschenk für die neugierigen Heterosexuellen in Deinem Leben. Und eine Argumentationshilfe für alle queeren Menschen, denen ähnliche Fragen gestellt werden.

Heteros fragen, Homos antworten Book Cover Heteros fragen, Homos antworten
Anja Kühne, Nadine Lange, Björn Seeling & Tilmann Warnecke
Homosexualität allgemein
Querverlag
2017
Im handlichen Geschenkbuchformat!
176
978-3-89656-254-8

Apokalyptische Regenbogen-Einhörner?

„Und ich sah, dass der Bundestag das letzte Siegel auftat, und ich hörte eine Stimme sagen: Komm! Und ich sah ein pinkes Einhorn. Und der, der darauf sass, hatte eine Sense, und ihm wurde eine Fahne in den Farben des Regenbogens gegeben, und er kam, um die Familien der Erde zu zerschlagen.“

Hanno Terbuyken im Nachgang zur Bundestagsabstimmung „Ehe für Alle“ am 30. Juni 2017 auf Evangelisch.de.

Beim Lesen von einzelnen Kommentaren muss man ja fast glauben, gestern habe in Deutschland die Endzeit begonnen…

Der erste Stein

Als homosexueller Priester gegen die Heuchelei der katholischen Kirche

»Wenn jemand homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist, wer bin ich, über ihn zu richten?« Diese Worte von Papst Franziskus liessen die Welt aufhorchen und viele homosexuelle Priester Hoffnung schöpfen. Doch ein grundlegender Wandel in der Haltung der katholischen Kirche gegenüber Homosexualität lässt weiter auf sich warten. Umso mehr Wirbel verursachte das Coming-out des hochrangigen polnischen Priesters Krzysztof Charamsa im Oktober 2015. Charamsa lehrte an der Gregoriana und war Mitglied der Kongregation für die Glaubenslehre. Charamsa, der mit einem Mann zusammenlebt, wählte bewusst den Zeitpunkt kurz vor Beginn der Familiensynode im Vatikan, um auf das »unmenschliche« Verhältnis der Kirche zu Homosexuellen hinzuweisen und auf die Tatsache, dass der Klerus in weiten Teilen homosexuell sei. In seinem Buch berichtet Charamsa von seinem persönlichen Werdegang und seiner Kirchenkarriere, eröffnet erschreckende Einblicke in den Alltag von kirchlicher Ausbildung und Klerus, beschreibt die Absurdität von Doktrinen und Vorschriften wie dem Zölibat. Dabei greift er immer wieder die homophoben Strukturen der katholischen Kirche an. Sein Coming-out wird für ihn zur grossen Befreiung. Seine persönliche Geschichte ist die Geschichte „einer Kirche, die besessen ist vom Sex, die der Sex krank macht.“

Der erste Stein Book Cover Der erste Stein
Krzysztof Charamsa
Kirche
Bertelsmann
2017
Gebunden
320
978-3-570-10327-2
9783641206734 / B01N0NS6BW