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Über transidentische Menschen, Transition und was damit zusammenhängt

Und mittendrin ich

Wenn du dir etwas wünschst, das du noch nie hattest, musst du etwas tun, das du noch nie getan hast …

Was wäre, wenn … dein Äusseres das genaue Gegenteil deines Inneren wäre? Was, wenn du deine Sehnsucht einfach nicht mehr länger geheim halten könntest? Würdest du dann den Mut haben, du selbst zu sein? Bisher hat sich der 12-jährige Grayson in der Schule unsichtbar gemacht und zu Hause in seinen eigenen wunderschönen Träumen verloren. Doch nach und nach flattert Graysons wahres Selbst immer stärker in seiner Brust. Als eine unerwartete Freundschaft und ein verständnisvoller Lehrer Grayson ermutigen, ins Rampenlicht zu treten, findet Grayson endlich einen Weg, ihre Flügel auch im wahren Leben zu entfalten.

Und mittendrin ich Book Cover Und mittendrin ich
Ami Polonsky
Transgender
cbj
2019
Gebunden
300
978-3-570-16519-5
9783641114367 / B07K26CBD7

Endlich ich

Ein transsexueller Pfarrer auf dem Weg zu sich selbst

Als Sebastian Wolfrum an einem Sonntag im Oktober 2017 vor der versammelten Gemeinde erklärt, dass er sich seit Kindertagen im falschen Körper fühlt und fortan als Mann leben wird, sorgt die Nachricht deutschlandweit für Schlagzeilen. An diesem Sonntag wird der kleinen fränkischen Gemeinde bewusst, dass Ihr keine Pfarrerin, sondern ein Pfarrer vorsteht. Doch was Gemeinde und Presse überrascht, ist für Sebastian Wolfrum nur der konsequente letzte Schritt einer lebenslangen Auseinandersetzung mit sich selbst, dem eigenen Körper und Gott.

In seinem Buch schreibt Wolfrum einfühlsam und mitreissend von seinem Leben als Mann in einem Frauenkörper und darüber, was es bedeutet, als Teil der protestantischen Kirche mit dem gottgegebenen Körper zu hadern.

Endlich ich Book Cover Endlich ich
Sebastian Wolfrum
Transgender
Claudius
2019
Taschenbuch
160
978-3-532-62833-1
978-3-532-60046-7 / B07L5PBB99

Ach, so ist das?!

Biografische Comicreportagen von LGBTI

Lesbisch, schwul oder bisexuell zu sein… heute kein grosses Thema mehr in Deutschland, oder? Wir sind doch ein aufgeklärtes Land. Aber ist das wirklich so? Was ist denn überhaupt Intersexualität und was ist der Unterschied zwischen Transident- und Transgender-Personen? Was ist Queer und was ist homosexuell? Und noch viel wichtiger erfahren die Menschen, die ihre Geschlechtsidentität und Geschlechterrolle anders verstehen und leben wollen als die große Mehrheit, denn wirklich die Akzeptanz ihrer Mitmenschen, die Ihnen zusteht? Martina Schradi hat nicht nur sich diese Fragen gestellt, sondern die Menschen befragt, die es betrifft – direkt, persönlich und intim. Ach, so ist das?! ist eine Sammlung biografischer Comicreportagen, die LGBTI-Menschen und ihre Identität, Lebensweise und alles, was sie so bewegt, sichtbar und begreifbar machen ganz abseits von gängigen Klischees!

Es gibt einen Sequel der gleichen Autorin: Ach, so ist das ?! – Band 2, ISBN:  978-3-943547-40-5, Verlag Bunte Dimensionen

Ach, so ist das?! Book Cover Ach, so ist das?!
Martina Schradi
Comics
Zwerchfell Verlag
2014
Taschenbuch
83
978-3-943547-13-9

Teddy Tilly

Eine liebevolle Bilderbuchgeschichte zum Thema Anderssein.

Teddy Thomas möchte kein Teddybär mehr sein. Er möchte lieber Tilly heissen, denn schon lange fühlt er, dass er eigentlich eine Teddybärin ist. Er traut sich nicht, seinem besten Freund davon zu erzählen. Aber mit Finn kann er über alles reden und Finn versichert ihm, dass er ihn immer lieb haben wird, ob er nun Thomas oder Tilly heisst. Tilly ist erleichtert und ihre Freundschaft ist noch viel grösser geworden. In diesem Bilderbuch geht es um viel mehr, als um das Thema Transgender. Es ist eine zauberhafte Bilderbuchgeschichte, in der es um den Mut zum Anderssein geht. Um Mitgefühl, Akzeptanz, Toleranz und vor allem um bedingungslose Liebe. Ein Buch, das Kinder stark macht.

Teddy Tilly Book Cover Teddy Tilly
Jessica Walton
Junge Leute
Fischer Kinder- und Jugendbuch
2016
Gebunden
32
978-3-7373-5430-1

Trans*Kinder

Eine kleine Fibel

Das Buch ist ein kleiner Ratgeber für Eltern von Trans*Kindern und andere an dem Thema interessierte Menschen. Diese Themen werden behandelt: Was ist ein Trans*Kind? Was kann getan werden, um ein Trans*Kind auf seinem Weg zu unterstützen? Worauf sollte geachtet werden? Welche Schritte sind wann möglich? Wo kann Unterstützung erhalten werden? In diesem Buch werden Möglichkeiten aufgezeigt und Hintergrundinformationen gegeben.

Die Kapitelüberschriften: – Aufbau des Buchs – Einleitung: Warum dieses Buch? – Zur Sprache in diesem Buch – Was ist ein Trans*Kind? – Das Coming out – Bleibt mein Kind trans*? – Was kann wann getan werden? – Medizin – Psychologie – Biologie / Neurowissenschaften – Gesellschaftswissenschaften – Rechtliche Lage – TRAKINE e.V. – Begriffe Es gibt nicht DEN richtigen Weg. Was für ein bestimmtes Kind mit seiner Familie das gute Vorgehen ist, kann nur das Kind und seine Familie wissen. Das Buch soll beim Finden des Weges helfen.

Trans*Kinder Book Cover Trans*Kinder
Peter Keins
Nicht-Binäre
CreateSpace Independent Publishing Platform
2015
Taschenbuch
94
978-1508789666

Und morgen sag ich es!

Paul ist 10, zieht gerade um und kommt in eine neue Schule. In Berlin war er noch Paula. Doch hier, in der Stadt des deutschen Fussballmeisters, ist alles anders. Wie werden Pauls Mitschüler, wie wird seine Umwelt auf seine Geschichte reagieren? Ich mochte keine Kleider und Röcke. Keine Mädchenschuhe. Ich liebte immer schon die Farben Blau und Grün und Türkis. Spielte am liebsten mit Autos und Lego. Kletterte gerne auf Bäume, machte mich gerne dreckig. Und meine Leidenschaft ist der Fussball. Seit drei Jahren bin ich Paul. Und das fühlt sich gut an. Und richtig. Doris-Meissner Johannknecht thematisiert Identität und Geschlecht in einer sensibel und klug erzählten Geschichte und schenkt einen neuen Blick auf ein für viele schwieriges Themenfeld.

Und morgen sag ich es! Book Cover Und morgen sag ich es!
Doris Meissner Johannknecht
Junge Leute
Obelisk Verlag
Gebunden
176
978-3-85197-872-8

Vernehmlassung: Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB)

Antwort der LSBK vom 24. September 2018 auf die Vernehmlassung des EJPD vom 23. Mai 2018

Antwort auf die Vernehmlassungseinladung
Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB): Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir danken Ihnen für die Einladung zur Vernehmlassung und senden Ihnen hiermit unsere Antwort:

Wir stützen in jeder Form die Vorlage zur Änderung des Zivilstandsgesetzes, wie sie vorgelegt wurde. Wir stützen weiterhin die Ausführungen unserer Partnerorganisation TGNS und weisen insbesondere auf folgende Aspekte hin:

  • Trans Menschen, die nicht das Schweizer Bürgerrecht haben, aber hier ihren festen Wohnsitz, können auch beim jeweils zuständigen Amt ihres Wohnkantons die (Vor-)Namensänderung beantragen.
  • Die Personenstandsänderung ändert nichts an der rechtlichen Beziehung zu bereits geborenen Kindern. Das heisst, nur weil eine Person trans ist, darf nicht beispielsweise ein Besuchsrecht eingeschränkt oder die elterliche Sorge entzogen werden. Verheiratete trans Männer, deren Ehefrau ein Kind zur Welt bringen oder die als Ehepaar ein Kind adoptieren, werden automatisch Vater.
  • Es ist die freie Entscheidung jedes Menschen, ob er Hormone oder Operationen möchte, der Staat darf ihn nicht dazu zwingen. Das Recht auf körperliche Integrität, auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper, ist ein Menschenrecht, das auch trans Menschen zusteht.
  • Grundsätzlich müssen die Kosten für die medizinische Angleichung der primären und der sekundären Geschlechtsmerkmale aber von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen werden, wenn die Angleichung in der Schweiz gemacht wird. Wie alle ärztlichen Leistungen müssen auch Angleichungsmassnahmen gemäss Krankenversicherungs-Gesetz für die Einzelperson als wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich eingestuft werden.
  • Trans Menschen unter 18 Jahren dürfen auch so leben, wie es ihrer Geschlechtsidentität entspricht. Wenn du dich als Mädchen fühlst, darfst du zum Beispiel Röcke tragen, Schmuck, dich mit deinem Mädchennamen nennen lassen, etc. Fühlst du dich als Knabe, dann darfst du zum Beispiel einen männlichen Namen brauchen, die Herrentoilette benutzen, etc. Wenn du dich weder als Mädchen noch als Junge fühlst, dann darfst du dich natürlich auch so kleiden, nennen lassen, etc., wie es dir entspricht. Junge trans Menschen dürfen nicht von der Schule verwiesen werden, nur weil sie trans sind.
  • Trans gilt als anerkannter Grund für die Gewährung von Asyl. In der Arbeitswelt dürfen Menschen nicht aufgrund ihres Trans-Seins diskriminiert werden. Nicht zulässig sind Kündigungen, Lohnkürzungen oder die Versetzung in eine schlechtere Position, nur weil eine Person trans ist. Ein Verbot, entsprechend der eigenen Geschlechtsidentität am Arbeitsplatz zu erscheinen, ist nur in Ausnahmefällen zulässig.
  • Trans Menschen dürfen nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert, das heisst, ohne sachliche Rechtfertigung schlechter behandelt werden
  • Trans Menschen, die nicht Schweizer Bürger_in sind, aber hier ihren festen Wohnsitz haben, können auch am Gericht ihres Wohnorts die Änderungen beantragen.

Zum Bilde Gottes geschaffen

Transsexualität in der Kirche

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau hat im März 2018 als erste Deutsche Landeskirche eine Handreichung zum Thema Transsexualität in der Kirche herausgegeben. Die zehnköpfige Fachgruppe Gendergerechtigkeit hat die Handreichung verfasst. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Kommentar von Dr. Kerstin Söderblom bei Evangelisch.de

Den Text gibt es bei der EKHN als pdf.

Feed: Transgender Network Switzerland

  • Ent-Psycho-Pathologisierung: ICD-11 endlich endgültig!
    von Omar Blangiardi am 29. Mai 2019 um 14:53

    Die 11. Version der ICD (Internationale Klassifikation der Krankheiten) wurde am Samstag, 25. Mai 2019 von der Weltgesundheitsversammlung endgültig verabschiedet. Nebst vielen anderen Änderungen werden darin die trans Diagnosen, die nun «Geschlechtsinkongruenz» heissen, neu definiert und vom Kapitel der psychischen und Verhaltensstörungen weg verschoben in ein neues Kapitel zur sexuellen Gesundheit («conditions related to sexual […]

  • Trans-Beratungsstelle in Bern
    von Omar Blangiardi am 23. Mai 2019 um 11:11

    Myshelle Baeriswyl ist seit 1. Mai die neue Trans-Beraterin am Checkpoint Bern. Wir freuen uns sehr, dass es nun auch in Bern eine niederschwellige Beratungsmöglichkeit für trans Menschen gibt! Myshelle Baeriswyl stellt sich vor: Mein trans Coming out hatte ich vor knapp 10 Jahren. Mit 48 Jahren. Es war ein privates wie berufliches Desaster. Beinahe […]

  • Phalloplastik im Ausland
    von Omar Blangiardi am 21. Mai 2019 um 14:13

    Erstmals äusserte sich das Bundesgericht zur Kostenübernahme für geschlechtsangleichende Operationen im Ausland: Ein trans Mann, der die Phalloplastik bei erfahrenen Spezialisten in München hatte vornehmen lassen, hatte von seiner Krankenkasse die Kostenübernahme dafür verlangt. Dies weil das Risiko in der Schweiz unzumutbar hoch ist. Vor dem kantonalen Versicherungsgericht hatten er und sein Anwalt gewonnen. Die […]

  • LGBTI-feindliche Gewalt erfassen
    von Omar Blangiardi am 17. Mai 2019 um 11:53

    Zum heutigen «International Day against Homo-, Bi-, Inter-, and Transphobia» (IDAHOBIT) wird das Problem von Hate Crimes an LGBTI-Personen in 13 Kantonen auf die politische Agenda gesetzt. In der Schweiz sind LGBTI-Personen bisher nicht vor Hassverbrechen geschützt – auch, weil das Ausmass dieser Verbrechen unbekannt ist. Aus diesem Grund werden in 13 Kantonen Vorstösse zur […]

  • LGBTI-Rechte: Schweiz fällt von Platz 22 auf 27
    von Omar Blangiardi am 14. Mai 2019 um 13:01

    Die aktualisierte «Rainbow Map» zeigt: Wenn es um die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) geht, schneidet die Schweiz schlecht ab. Entscheidend dafür sind der mangelhafte Schutz gegen Diskriminierung und Hassdelikte sowie der massiv unzulängliche Schutz von trans und intergeschlechtlichen Menschen. Die jährliche Statistik von ILGA Europe zeigt mit einem Ranking […]

  • Vernehmlassungen: Ehe für alle und Schutzmassnahmen für Minderheiten
    von Omar Blangiardi am 14. Mai 2019 um 12:43

    Die Ehe für alle Paare, unabhängig ihres Geschlechts und ohne Diskriminierungen, diese Forderung unterstützen wir mit unserer Vernehmlassung. Vor allem sollen alle Paare, von denen mindestens eine Person schwanger werden kann, Zugang zu Samenspenden bekommen können. Wie es verheiratete Paare nach Schweizer Recht eben können. Unsere ausführliche Vernehmlassung zur «Ehe für alle» (in Deutsch) Der […]

  • Walk-in Zürich: neuer Wochentag ab Mai
    von Omar Blangiardi am 12. April 2019 um 14:19

    Die Fachstelle für trans Menschen und die TGNS-Rechtsberatung werden ab Mai die Walk-in-Beratung jeweils am zweiten Dienstag anbieten – statt wie bisher am Donnerstag. Die Uhrzeit bleibt gleich: 18 bis 21 Uhr. Alle Informationen zur Beratungsstelle in Zürich finden sich auf der Beratungsseite. […]

  • Tag der Sichtbarkeit von trans Menschen im Zeichen von trans welcome
    von Omar Blangiardi am 30. März 2019 um 9:26

    Zum «Transgender Day of Visibility», am 31. März, fand am Vortag auf der Zürcher Rathausbrücke eine Kundgebung gegen die Diskriminierung von trans Menschen am Arbeitsplatz statt, welche von rund 30 Aktivist_innen und Unterstützer_innen besucht wurde. Gleichzeitig wurde der Abschluss der «50 Day Challenge» von trans welcome gefeiert. Innerhalb von 50 Tagen haben wir mit aktiver […]

  • Berater_in für trans Menschen gesucht
    von Omar Blangiardi am 13. März 2019 um 8:37

    Wir freuen uns riesig! In Zusammenarbeit mit dem Checkpoint Bern wird es nun auch in Bern eine Stelle für eine Berater_in von trans Menschen und ihrem Umfeld geben. Der Job umfasst 20 Stellenprozente und ist beim Checkpoint angesiedelt. Die Bewerber_innen müssen selbst trans (binär / non-binär) sein und über ein abgeschlossenes Hochschulstudium im psychosozialen Bereich […]

  • Parlament verweigert uns Schutz gegen Diskriminierung und Hassreden
    von Janna Kraus am 3. Dezember 2018 um 20:45

    Der 3. Dezember 2018 ist ein trister Tag für die Schweizer trans und inter Communitys. Der Nationalrat hat die Forderung, Schutz vor Hassreden und Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität ins Strafrecht aufzunehmen, mit 107 zu 77 Stimmen definitiv versenkt. Zugestimmt hat er hingegen dem Schutz von sexueller Orientierung. Noch im September sprach sich eine Mehrheit des […]

„Nashville“ und „Denver“ im Vergleich

„Nashville“ geistert seit einer knappen Woche (Anfang September 2017) durch die (frommen Teile der) sozialen Medien: 150 Evangelikale haben dort eine in ihren Augen längst überfällige theologische Erklärung veröffentlicht: Gegen jegliche Sexualität jenseits der klassischen Ehe. Die Erklärung ist in eine Präambel und 14 Statements aufgeteilt, in denen jeweils eine Aussage bekräftigt und eine verneint wird. Konservative auf der ganzen Welt jubeln – auch in Deutschland.

Am nächsten Tag veröffentlichte die (nicht nur) durch ihre Tattoos bekannte Pastorin Nadia Bolz-Weber eine Antwort und taufte sie kurzerhand „Die Denver-Erklärung“ nach der Stadt, in der sie selbst wohnt. Sie antwortet Statement für Statement und entwirft ein ganz anderes Bild von christlichem Glauben: Frei, offen, leidenschaftlich, ohne Abgrenzung.

Mehr gibt es bei Rolf Krügers Auf’n‘ Kaffee