Schlagwort-Archive: Geschichte

Geschichte unserer Bewegung, Aufsätze und Medien

Schweizer Eherecht

“Ehe für alle”

Mit der Abstimmung vom 26. September 2021 wurde das Zivilgesetzbuch geändert: Die Ehe steht ab 1. Juli 2022 gleichgeschlechtlichen Paaren offen.

Mit dem neuen Eherecht gibt es keine Unterschiede zwischen gleich- und gemischtgeschlechtlichen Ehen mehr.

Das Partnerschaftsgesetz wurde geändert: Neue Partnerschaften können nicht mehr eingegangen werden. Bestehende Partnerschaften bleiben bestehen oder können in Ehen umgewandelt werden. Paare, deren im Ausland geschlossene Ehe in der Schweiz nur als eingetragene Partnerschaft anerkannt worden ist, brauchen keinen “Upgrade”, da ihre Ehe jetzt anerkannt wird. Bitte erkundigt euch beim Zivilstandesamt.

Rechtliches, Merkblätter

Das eidgenössische Amt für Zivilstandswesen EAZW hat eine Sammlung “häufiger Fragen” (auch FAQ genannt) bereitgestellt. Hier interessieren Punkt 1. Eheschliessung und die “Ehe für alle” und ihre Auswirkungen und 2. Eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare.

Merkblatt über die Eheschliessung in der Schweiz Nr. 150.1 des Bundesamtes für Justiz.

Merkblätter des Amtes für Zivilstandswesens.

Ein Schutzraum mitten in der Kirche

Der Verein und die Gottesdienstgemeinde «lesbische und schwule basiskirche» (lsbk) feiert im 26. Jahr in der Offenen Kirche Elisabethen regelmässig ökumenische Gottesdienste, mit Abendmahl oder Eucharistie. 

Die Gemeinde ist als selbstständiger Verein unter dem Dach der OKE organisiert.

Im ersten Jahrzehnt der OKE gab es neben der LSBK, die damals monatlich feierte, auch noch das Format der «Experimentellen Gottesdienste». Seit geraumer Zeit aber ist die LSBK die einzige, regelmässig unter dem Dach der Elisabethenkirche feiernde Gottesdienstgemeinde. Die Gottesdienste haben sich über die Jahre immer wieder verändert. Ein Schutzraum mitten in der Kirche weiterlesen

20 Jahre LSBK

Am 20. November 2011 feierten wir unser Jubiläum und erinnerten uns an die letzten 20 Jahre.

In der Zeit um 1990 entstanden überall Initiativen homosexueller Christinnen und Christen, die der vorherrschenden Theologie der «Homosexualität ist Sünde» ihren Glauben und ihr Bibelverständnis gegenüber stellten. So entstand auch in Basel die «lesbisch-schwule Basiskirche» unter dem Dach des gleichzeitig entstehenden Projekts «Offene Kirche». Wunsch und Ziel war es, regelmässige Gottesdienste für Lesben und Schwule durchzuführen. Der erste Gottesdienst wurde am 15. Dezember 1991 gefeiert. 20 Jahre LSBK weiterlesen

15 Jahre LSBK «leise, aber präsent»

Seit Dezember 1991 feiern wir Gottesdienste in und für die lesbisch-schwule Community. Die letzten 12 Jahre in der «Offenen Kirche Elisabethen», unter deren Dach wir uns gestellt haben.

Aus einem Projekt, das anfangs in der Lage war zu polarisieren und Emotionen hochzuschaukeln, ist in dieser Zeit eine Gemeinde gewachsen, die allgemein respektiert wird und sich mit den christlichen lesbisch-schwulen Gemeinschaften Europas vernetzt hat. 15 Jahre LSBK «leise, aber präsent» weiterlesen

Ewald Merkelbach im Jahresbericht 2005

Vor Jahren bemerkte ein Mann an einem Podiumsgespräch der LSBK, dass er auf eine Zukunft hoffe, in der eine LSBK nicht mehr nötig sei!

So weit sind wir noch nicht. Doch wir lassen deshalb den Kopf nicht hängen. Wir haben dazu überhaupt keinen Grund, denn das Leben hat uns im Jahre 2005 etwas besonders Schönes gebracht. Wir sind stolz, dass das Schweizer Stimmvolk das Partnerschaftsgesetz angenommen hat!

Das ist ein grosser Schritt vorwärts. Deshalb gehen wir mit Bedacht unseren Weg weiter, feiern Gottesdienst und betonen mit Ernsthaftigkeit und Selbstbewusstsein, dass da Einer ist, der uns schön findet, weil wir seine Geschöpfe sind. Diese Botschaft kann nicht oft genug gesagt werden. Und sie hat auch im vergangenen Jahr Frauen und Männer gestärkt, die mit uns unterwegs sind.

Ewald Merkelbach war damals Präsident der LSBK und schrieb dies im Jahresbericht der OKE

Loving

Männer, die sich lieben – Fotografien von 1850-1950

LovingEs gibt einen unverwechselbaren Blick, den zwei Menschen haben, wenn sie verliebt sind. Und wenn Sie es spüren, können Sie es nicht verbergen. Dieses Buch ist eine Hymne auf die Liebe.

Die aussergewöhnliche Sammlung des New Yorker Ehepaars Hugh Nini und Neal Treadwell gewährt Einblicke in bisher unbekannte Fotografien von Männern, die sich lieben, über ein Jahrhundert hinweg: von 1850–1950. Sie erstreckt sich über den gesamten Globus von den USA und Kanada bis hin zu den europäischen, südamerikanischen, asiatischen und australischen Kontinenten.
LOVING präsentiert uns in 350 erstmals veröffentlichten Bildern die Kraft, die Magie der Liebe, zeigt sie in ihrer Fürsorge, Mitmenschlichkeit, im Menschsein, als Universalkategorie.
Der opulente Bildband wirft ein neues Licht auf die Universalität der am meisten geschriebenen, inszenierten oder gefilmten Emotionen – der Liebe. Ihre Botschaft ist für alle da.


Titel: Loving
Männer, die sich lieben - Fotografien von 1850-1950
Autor_In: Neal Treadwell, Hugh Nini
Genre: Schwule
Verlag: Elisabeth Sandmann Verlag, 2020
Format: Gebunden, 336 Seiten, 28.4/22.6/3.5 cm
ISBN: 978-3-945543-82-5

Neal Treadwell wurde im Juni 1964 in Stamford, einer kleinen Bauerngemeinde in West-Texas, geboren und wuchs in der Viehwirtschaft des Familienunternehmens Bowie Livestock Commission Co. auf. Seit über 30 Jahren arbeitet er in der Kosmetikbranche mit Marken wie Bobbi Brown, Nars, Bare Miner-als und Artis. Neal lernte seinen Ehemann Hugh Nini im März 1992 kennen. Obwohl Hugh und Neal sich seit 28 Jahren verheiratet fühlen, nutzten sie die frühestmögliche Gelegenheit, um 2006 ihre Gewerkschaft zu gründen, als der Bundesstaat Massachusetts der erste Bundesstaat in Massachusetts wurde die USA, um die Gleichstellung der Ehe zu verabschieden. In seiner Freizeit geniesst Neal das Vogelbeobachten im Central Park und das Radfahren mit seinem Ehemann..
Hugh Nini wurde in Beaumont, TX, als zweites von sieben Kindern geboren. Er wuchs in Houston, TX auf und besass und betrieb dreiunddreissig Jahre lang eine Ballettschule, die Denton Ballet Academy, bevor er 2012 nach New York zog. Hugh betrachtet seinen wundervollen Ehemann als den zweitglücklichsten Mann der Welt. Sich zu treffen, sich in Neal zu verlieben und ihn zu heiraten, macht ihn zum glücklichsten Mann der Welt.

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Teil der gelebten Vielfalt sein

Sehr oft habe ich in den vergangenen zwei Jahren vor unseren Gottesdiensten den Präsenzdienst abgelöst oder die Kirche überhaupt geöffnet. Während ich das Material herbei trage, Mikrophone aufstelle, manchmal Musik laufen lasse, Kaffee trinke habe ich Gelegenheit, die Besucherinnen und Besucher zu beobachten. Teil der gelebten Vielfalt sein weiterlesen

Schweizer Partnerschaftsgesetz

Hinweis zum Partnerschaftsgesetz und zur “Ehe für alle”

Am 1. Januar 2007 trat das Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare (PartG) in Kraft. Den damaligen Gesetzestext findet ihr im Portal der Schweizer Regierung unter Bundesrecht. Die Bundesverwaltung hat mit Stand vom 1. Januar 2007 ein Infoblatt über die eingetragene Partnerschaft veröffentlicht. Das damalige Gesetz war einerseits ein Fortschritt, war aber auch in queeren Kreisen nicht unumstritten (extra Rechtsinstitut, unfreiwilliges Outing).

Mit der Abstimmung vom 26. September 2021 wurde das Zivilgesetzbuch geändert: Die Ehe steht seit dem 1. Juli 2022 gleichgeschlechtlichen Paaren offen.

Das Partnerschaftsgesetz wurde geändert: Neue Partnerschaften können seither nicht mehr eingegangen werden. Bestehende Partnerschaften bleiben bestehen oder können in Ehen umgewandelt werden.

Diese Seite wird nicht mehr nachgeführt! Wir verweisen auf unsere neue Seite Schweizer Eherecht.

Der homosexuelle Mann

Anmerkungen und Beobachtungen aus zwei Jahrzehnten

TitelbildDer Band enthält eine Auswahl von Glossen, die zwischen 1985 und 2003 in der (alten) Siegessäule, in magnus und in der taz erschienen sind.
Seit zwei Jahrzehnten kommentiert Elmar Kraushaar das Geschehen rund um den “homosexuellen Mann”, berichtet ironisch-belustigt oder zornig-erbost vom Wechselspiel zwischen Schwulen, Medien und Politik.
Die Schwulen mit ihren Eigenarten, ihrer Kultur und Subkultur treffen auf ihre Freunde und Feinde. Der Bogen reicht von Volker Beck zu Klaus Wowereit, von Rosa von Praunheim zu Alfred Biolek, von Helmut Kohl zu Ole von Beust, von der Gustaf-Gründgens-Gedächtnis-Klappe” bis zur “Eingetragenen Lebenspartnerschaft”.
Elmar Kraushaar, Jahrgang 1950, Journalist und Autor, lebt in Berlin.   

Titel: Der homosexuelle Mann
Anmerkungen und Beobachtungen aus zwei Jahrzehnten
Reihe: Bibliothek rosa Winkel 35
Autor_In: Elmar Kraushaar
Genre: Politik, Geschichte
Verlag: Maennerschwarm 2004
Format: Taschenbuch 200 Seiten
ISBN: 978-3-935596-35-0