Schlagwort-Archive: Politik

Über (Lesben/Schwulen)Politik und politisches Umfeld

Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein

Als vor acht Jahren Ulli Lusts autobiographischer Comic „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ erschien, wurde er als Meisterwerk gefeiert und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. In ihrem sensationellen neuen Comic erzählt sie die heftige Geschichte einer ménage à trois, einer utopischen Liebe, die in Besitzanspruch und Gewalt umschlägt, eine Geschichte der sexuellen Obsession, der Geschlechterkonflikte und der Selbstbefreiung – ihre Geschichte.

Ungeschützt, sinnlich, kraftvoll erzählt sie in diesem autobiographischen Comic, wie sie als junge, lebensgierige Anarchistin im Wien der neunziger Jahre eine Zukunft als Künstlerin aufzubauen versucht – und von ihrer Liebe zu zwei Männern: dem zwanzig Jahre älteren „perfekten Gefährten“ Georg, Schauspieler, und dem „perfekten Liebhaber“, dem nigerianischen Lebemann Kimata. Dessen fehlende Aufenthaltsgenehmigung legt, trotz Ullis Bedenken, eine einzige Lösung nahe: Es muss geheiratet werden. Zugleich führt Kimatas Eifersucht immer öfter zu Gewaltausbrüchen, die zunehmend ihr Leben bedrohen …

Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein Book Cover Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein
Ulli Lust
Comics
Suhrkamp Verlag
2017
Gebunden
367
978-3-518-46813-5
9783518741849 / B0756JMGT4

Vernehmlassung: Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB)

Antwort der LSBK vom 24. September 2018 auf die Vernehmlassung des EJPD vom 23. Mai 2018

Antwort auf die Vernehmlassungseinladung
Änderung des Zivilgesetzbuches (ZGB): Änderung des Geschlechts im Personenstandsregister

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir danken Ihnen für die Einladung zur Vernehmlassung und senden Ihnen hiermit unsere Antwort:

Wir stützen in jeder Form die Vorlage zur Änderung des Zivilstandsgesetzes, wie sie vorgelegt wurde. Wir stützen weiterhin die Ausführungen unserer Partnerorganisation TGNS und weisen insbesondere auf folgende Aspekte hin:

  • Trans Menschen, die nicht das Schweizer Bürgerrecht haben, aber hier ihren festen Wohnsitz, können auch beim jeweils zuständigen Amt ihres Wohnkantons die (Vor-)Namensänderung beantragen.
  • Die Personenstandsänderung ändert nichts an der rechtlichen Beziehung zu bereits geborenen Kindern. Das heisst, nur weil eine Person trans ist, darf nicht beispielsweise ein Besuchsrecht eingeschränkt oder die elterliche Sorge entzogen werden. Verheiratete trans Männer, deren Ehefrau ein Kind zur Welt bringen oder die als Ehepaar ein Kind adoptieren, werden automatisch Vater.
  • Es ist die freie Entscheidung jedes Menschen, ob er Hormone oder Operationen möchte, der Staat darf ihn nicht dazu zwingen. Das Recht auf körperliche Integrität, auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper, ist ein Menschenrecht, das auch trans Menschen zusteht.
  • Grundsätzlich müssen die Kosten für die medizinische Angleichung der primären und der sekundären Geschlechtsmerkmale aber von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen werden, wenn die Angleichung in der Schweiz gemacht wird. Wie alle ärztlichen Leistungen müssen auch Angleichungsmassnahmen gemäss Krankenversicherungs-Gesetz für die Einzelperson als wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich eingestuft werden.
  • Trans Menschen unter 18 Jahren dürfen auch so leben, wie es ihrer Geschlechtsidentität entspricht. Wenn du dich als Mädchen fühlst, darfst du zum Beispiel Röcke tragen, Schmuck, dich mit deinem Mädchennamen nennen lassen, etc. Fühlst du dich als Knabe, dann darfst du zum Beispiel einen männlichen Namen brauchen, die Herrentoilette benutzen, etc. Wenn du dich weder als Mädchen noch als Junge fühlst, dann darfst du dich natürlich auch so kleiden, nennen lassen, etc., wie es dir entspricht. Junge trans Menschen dürfen nicht von der Schule verwiesen werden, nur weil sie trans sind.
  • Trans gilt als anerkannter Grund für die Gewährung von Asyl. In der Arbeitswelt dürfen Menschen nicht aufgrund ihres Trans-Seins diskriminiert werden. Nicht zulässig sind Kündigungen, Lohnkürzungen oder die Versetzung in eine schlechtere Position, nur weil eine Person trans ist. Ein Verbot, entsprechend der eigenen Geschlechtsidentität am Arbeitsplatz zu erscheinen, ist nur in Ausnahmefällen zulässig.
  • Trans Menschen dürfen nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität diskriminiert, das heisst, ohne sachliche Rechtfertigung schlechter behandelt werden
  • Trans Menschen, die nicht Schweizer Bürger_in sind, aber hier ihren festen Wohnsitz haben, können auch am Gericht ihres Wohnorts die Änderungen beantragen.

Feministisch streiten

Texte zu Vernunft und Leidenschaft unter Frauen

Feministisch streiten versammelt Thesen und Utopien eines Feminismus, der sich zwischen Vernunft und Leidenschaft bewegt: Das bedeutet einerseits eine vernünftige Gesellschaftskritik im Sinne der Aufklärung, andererseits leidenschaftliche Identitätspolitik.
Ein materialistischer, politisch handlungsfähiger Feminismus darf nicht einen der beiden Pole aus den Augen verlieren, sondern muss sich, im Bewusstsein der Widersprüche, zwischen ihnen bewegen. Er muss dazu ermutigen, für die eigenen politischen Interessen auf die Strasse zu gehen, und zugleich das kapitalistische Patriarchat als alles übergreifende Gesellschaftsform kritisieren.
Dabei wird bewusst aus der Perspektive von Frauen argumentiert. In seiner inneren Spannung zwischen Identitätspolitik und Gesellschaftskritik funktioniert Feminismus am besten als solidarische und streitlustige Auseinandersetzung von Frauen, die sich als Frauen aufeinander beziehen. Der politische Kampfbegriff Frau muss in seiner Sprengkraft und Widersprüchlichkeit neu diskutiert werden.
Diese 27 Beiträge tragen zu einer neuen Streitkultur bei.

Feministisch streiten Book Cover Feministisch streiten
Kreischreihe
Koschka Linkerhand (Hrsg.)
Politik
Querverlag
2018
Taschenbuch
336
978-3-89656-263-0

Selbsthass & Emanzipation

Das Andere in der heterosexuellen Normalität

Nicht nur Heterosexuelle betonen möglichst häufig, wie tolerant und liberal die Gesellschaft doch mittlerweile geworden sei – gerade in Bezug auf Schwule, Lesben und Transmenschen. Auch diesen ist die Normalität ein grosses Anliegen, zu der es zu gehören scheint, dass alles, so wie es ist, in bester Ordnung sei.
Die Feindseligkeit aber ist immer noch vorhanden. Am deutlichsten spürbar im Coming-out, das auch heute für die meisten ein Problem darstellt. So weit kann es also nicht her sein mit der Normalität der Anderen.
Anderssein wird abgewertet, was sich nicht zuletzt auf die Anderen und ihren Umgang mit sich selbst auswirkt. In diesem Sammelband beschäftigen sich 17 Autoren*innen mit dieser Ablehnung und dem selbstbewussten Beharren auf dem Anderssein, anstatt eines Zurechtbiegens nach heterosexuellen Massstäben.

Selbsthass & Emanzipation Book Cover Selbsthass & Emanzipation
Kreischreihe
Patsy l’Amour laLove (Hrsg.)
Politik
Querverlag
2016
Taschenbuch
264
978-3-89656-246-3

Beissreflexe

Kritik an queerem Aktivismus, autoritären Sehnsüchten, Sprechverboten

Queer steht für eine selbstbewusst perverse Entgegnung zum heterosexuellen Wahnsinn und der Feindseligkeit gegen das Anderssein. Queerer Aktivismus wurde in Zeiten von AIDS als Selbstbehauptung verstanden: Die Perversen und Unangepassten – Schwule, Lesben und Transmenschen – kümmerten sich umeinander und kämpften gemeinsam. Die Queer Theory der 1990er Jahre griff ihre Kritik mit emanzipatorischer Zielsetzung wissenschaftlich auf.
Queer hat in den vergangenen Jahren eine bedeutsame Veränderung erfahren. Queerer Aktivismus operiert häufig mit Konzepten wie „Critical Whiteness“, „Homonormativität“ und „kulturelle Aneignung“. Ein Kampfbegriff lautet „Privilegien“ und wittert hinter jedem gesellschaftlichen Fortschritt den Verrat emanzipatorischer Ideale. Oft erweckt dieser Aktivismus den Anschein einer dogmatischen Polit-Sekte. Das Ziel ist nicht selten die Zerstörung des sozialen Lebens der Angegriffenen.
In dem Sammelband Beissreflexe widmen sich mehr als 20 Autor_innen dieser Form von queerem Aktivismus und ihren theoretischen Hintergründen aus einer Perspektive, die an die teilweise vergessene oder abgewehrte selbstbewusste Entgegnung von Queer anschliesst.

Beissreflexe (Beißreflexe) Book Cover Beissreflexe (Beißreflexe)
Kreischreihe
Patsy l’Amour laLove (Hrsg.)
Politik
Querverlag
2017
Taschenbuch
978-3-89656-253-1
9783896566447 / B07661K6V3

Freiheit ist keine Metapher

Antisemitismus, Migration, Rassismus, Religionskritik

Die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen hat einmal bemerkt, dass vermutlich jede Bewegung irgendwann ihre eigene Karikatur hervorbringt. Der Genderfeminismus, der Antirassismus und der Queerfeminismus sind ebendies: Karikaturen geschlechter-, migrations- und sexualpolitischer Emanzipationsregungen.
Der Sammelband nimmt diesen pessimistischen Befund zum Ausgangspunkt, um über den Verrat an der Mündigkeit nachzudenken, der sich in den letzten zehn Jahren besonders in den vorgenannten Bereichen kenntlich gemacht hat. Am Beispiel von Antisemitismus, Migration, Rassismus und Religionskritik zeigen rund dreissig Beiträge, wie fatal die Konsequenzen einer Haltung sind, die nur noch in Kollektiven zu denken vermag, die dann entweder als Gruppenidentität eingefordert oder aber ressentimentbeladen bekämpft wird; der als politische Organisationsformen nur noch „Koalitionen“ und „Verbündete“ einfallen und die zudem längst vergessen hat, dass Kritik ein Mittel dazu ist, um schlechte Verhältnisse nicht hinzunehmen.

Freiheit ist keine Metapher Book Cover Freiheit ist keine Metapher
Kreischreihe
Vojin Saša Vukadinović (Hg.)
Politik
Querverlag
2018
400
978-3-89656-269-2

Feed: Aufbruch

Der aufbruch ist eine unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft. Er interessiert sich für das, was an den Rändern der Konfessionen und Religionen aufbricht.

  • Risse im Altar
    von redaktion.basel@aufbruch.ch (Wolf Südbeck-Baur) am 5. Dezember 2019 um 9:05

    Der ultrakonservative Erzbischof Wolfgang Haas verwandelte das Fürstentum Liechtenstein in eine pastorale Wüste. Doch der »Verein für eine offene Kirche« gibt Gegensteuer. Einblicke in ein kirchlich zerrissenes Land

  • Aufbrüche im Burgund
    von Xaver Pfister am 21. November 2019 um 9:21

    Trotz widersprüchlicher Vorstellungen vom Christsein gehen von den Klöstern im Burgund bedeutende Aufbrüche aus. Werte wie Nächstenliebe, Sorge um die Schwachen, Gebet und Frömmigkeit setzten Impulse für Europa

  • „Fördern – Fordern – Feiern“
    von Esther Gisler Fischer am 14. November 2019 um 14:33

    Zum Jubiläum „20 Jahre Frauenkonferenz des SEK“ diskutierten Pionierinnen, Prominente und Poetinnen über die Vergangenheit und warfen einen Blick in die Zukunft

  • Der äusserste Notfall – eine Geschichte von Flucht und Sicherheit
    von René Regenass am 12. November 2019 um 14:38

    Nachdem die Pfarrei St. Leodegar in Luzern während einem Jahr einer tschetschenischen Mutter mit ihrem Kind Unterschlupf geboten hat, beendete am Montag die Polizei unter Protesten das Kirchenasyl. Das elfjährige, traumatisierte Mädchen und seine Mutter wurden kurzerhand nach Belgien abgeschoben. Eine traurige Fluchtgeschichte, die René Regenass vor der Abschiebung geschrieben hatte

  • Ein kleiner Anstoss, der den Stein ins Rollen bringt
    von Erwin Koller am 4. November 2019 um 9:29

    Kommentar von Erwin Koller zur Amazonas-Synode

  • Gamification des Terrors
    von Celia Gomez am 28. Oktober 2019 um 8:42

    Wie der Schrecken sich online verbreitet. Christchurch, El Paso und Halle: Die Attentäter filmten ihre Taten, die sie zuvor online angekündigt hatten. Welche Rolle spielen soziale Medien und online Plattformen in der Verbreitung von Hass und menschenverachtenden Ideologien?

  • Kurden werden arbeitsteilig vertrieben
    von Andreas Zumach am 17. Oktober 2019 um 7:44

    Statt über eine Beistandspflicht der NATO reden, sollte sich die EU mit den dramatischen Folgen der Türkei-Invasion befassen.

  • Flüchtlinge: Fakten und Herausforderungen für die Kirche
    von Walter Ludin am 10. Oktober 2019 um 7:16

    Die Kirchen dürfen nicht vergessen, dass sie gegenüber den Flüchtlingen eine besondere Verantwortung haben. Dies betonte Hugo Fasel, Direktor von Caritas Schweiz, in einem Referat. Wir dokumentieren hier seine zusammenfassenden prägnanten Stichworte.

  • Handeln oder Untergehen
    von Xaver Pfister am 25. September 2019 um 8:02

    Der Zustand der römisch-katholischen Kirche wirkt sich an der Basis verheerend aus. Das Vertrauen in die Institution schmilzt.

  • Ein gutes Leben für alle
    von Wolfgang Kessler am 12. September 2019 um 12:32

    Wie ein sozial gerechtes Grundeinkommen aussehen könnte

Feed: bento queer

bento ist das junge Angebot von SPIEGEL ONLINE. bento zeigt, was 18- bis 30-Jährige wirklich interessiert, was uns betrifft und wie wir dazu stehen.

bento RSS News - bento – das junge Magazin vom SPIEGEL

  • Queerer Coworking Space: "Bei uns kann man auch als Dragqueen auflaufen. Jeder, wie er mag"
    von Kristin Hermann am 26. November 2019 um 17:07

    Warum gibt es diese Bürogemeinschaft und was wollen die zwei Gründer erreichen? Die Motzstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg ist in der LGBTQ-Community über die Grenzen der Hauptstadt bekannt. Dort findet jeden Sommer das lesbisch-schwule Motzstraßenfest statt, etliche Lokale und Geschäfte unterstützen die Szene. Mittendrin hat vor einigen Wochen ein Coworking Space eröffnet. Davon gibt es in Berlin zwar einige, aber während andere Bürogemeinschaften auf Goodies wie Gratis-Getränke oder Yoga-Klassen setzen, geht es bei "Darna" um einen sicheren Arbeitsplatz für die queere Community. Das sagen zumindest die Gründer. Darna heißt auf Altarabisch so viel wie "Unser Zuhause". So versteht der 28-jährige Sharif Altwal auch den Platz, den er zusammen mit seinem Freund Alexander Prill für die Mitglieder geschaffen hat.Auf den ersten Blick ist das Vorhaben der beiden gelungen. Wer die 150-Quadratmeter große Altbauwohnung betritt, bekommt Hausschuhe mit dem Logo der Firma überreicht. Im Coworking Space herrscht eher Wohnzimmer- als Bürofeeling: Jedes Möbelstück ist aufeinander abgestimmt, indirektes Licht, viele Pflanzen. Die Gründer haben aufwendig renoviert, zum Teil mithilfe der ortsansässigen Community. An den Wänden hängen Bilder, die die Künstlerin Hala Twal aus Jordanien, dem Heimatland von Sharif Altwal, in den vergangenen Wochen angefertigt hat. Ein Kontrast zur glänzenden, perfekten Einrichtung: Auf den Bildern geht es um Diskriminierung, Unterdrückung und den Wunsch, sich selbst ausleben zu dürfen.  Weiterlesen auf bento.de

  • So kommt Heidi Klums neue Drag-Show in der Szene an
    von Niklas van Schwarzdorn am 15. November 2019 um 17:20

    Ein Gastbeitrag von Drag-Künstler Niklas van Schwarzdorn Der Instagram-Post, der alles ins Rollen brachte, war schlicht: Eine für ihre Verhältnisse dezent geschminkte Heidi Klum im schwarzen Dress, dazu die knappe Info: "Die neue Show – Queen of Drags – ab Winter". Eine glattgebügelte, blonde Heterofrau soll eine Show moderieren, die queere Kultur, Vielfältigkeit und vor allem auch Sichtbarkeit von Minderheiten repräsentieren soll? "Heidi Klum als die Jurorin eines Drag-Wettbewerbs kommt ähnlich rüber, als wenn Herr Gauland das Berghain leiten würde", schrieb ich damals. (Vice)  Weiterlesen auf bento.de

  • Penis, Pool, "Prince Charming" - der "schwule Bachelor" hätte so viel mehr sein müssen
    von Alex Baur am 9. November 2019 um 16:01

    Trash unter dem Deckmantel der queeren Solidarität Ich gebe zu, als der Trash-Sender RTL groß ankündigte, mit einer schwulen Version des "Bachelors" sein Angebot auf TVNOW zu erweitern, keimte in mir eine kleine Hoffnung auf: 21 schwule Männer! Auf einem Bildschirm! Die mit Dates und Gesprächen ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Liebe und Beziehung zeigen können, die unterhalten können – und ganz nebenbei repräsentieren. Zumal diese Form des Bachelors auch gleich eine andere Revolution des Formates bedeutet: Hier steht jeder potentiell auf jeden. Anstatt nur einen Mann anzubeten, könnten die Kandidaten in der griechischen Villa auch ihren Mitstreitern die große Liebe gestehen. (Spoiler: Gleich in der ersten Nacht kuscheln zwei Konkurrenten nackt, bis zum ersten Penis muss man also nicht mal eine ganze Folge warten.)Mit dem neuen Format hat Deutschlands größter Privatsender also die riesige Chance, schwule Liebe auf alle möglichen Arten zu zeigen. Weiterlesen auf bento.de

  • Was macht eigentlich eine Diversity Managerin?
    von Korinna Kurze am 3. November 2019 um 16:17

    Lisa erklärt, wie ihr Alltag aussieht. Lisa Waloschik, 32, arbeitet als Diversity Managerin in einem großen internationalen Handelsunternehmen.bento: Lisa, was sagen deine Eltern zu deinem Beruf?Lisa Waloschik: Als ich meinen Eltern die traditionellen Begriffe genannt habe, machte das meinen Job für sie verständlicher: Schon früher gab es Frauen-, Gleichstellungs- oder Inklusionsbeauftragte. Als Diversity Managerin vereine ich das alles in einer Person. bento: Und was machst du genau?Lisa: Ich arbeite in der Personalabteilung eines großen internationalen Handelsunternehmens. Ich schaue mir an, wer eigentlich bei uns arbeitet, und ob unsere Mitarbeiter*innen alle ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Ein paar Beispiele: Ich frage mich: Kommen Rollstuhlfahrer*innen im Unternehmen überall hin? Wenn nicht: Können wir Türöffner installieren? Die helfen Menschen mit Behinderung, aber auch Besuchern mit Kinderwagen.Außerdem schaue ich, welche Ethnien bei uns im Haus vertreten sind. Sie bringen Sprach- und Kulturkenntnisse mit, die uns bei der Erschließung neuer Märkte helfen könnten.Und dann kümmere ich mich um die Anliegen von Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen: Ich bin selbst homosexuell, darum betrifft mich das auch direkt. Die Marketingabteilung könnte zum Beispiel diese Mitarbeiter*innen fragen, wie sie in Kampagnen angesprochen werden wollen.  Weiterlesen auf bento.de

  • "Ich dachte, der Teufel will mich schwul machen": Micha wollte sich von seiner Homosexualität heilen lassen
    von Alex Baur am 23. Oktober 2019 um 13:19

    Es begann ein 14 Jahre langer Kampf. Ich treffe Micha in einem Park in der Stuttgarter Innenstadt. Seit fast einem Jahr habe ich mit dem 31-jährigen Erzieher Kontakt. Lange habe ich nach Menschen gesucht, die bereit sind, mit mir über Homosexualität und Glauben zu reden. Nach einigen Gesprächen mit Vereinen, die sich für die Opfer von Konversionstherapien einsetzen, meldete sich Micha bei mir. 14 Jahre lang hat er aufgrund seines Glaubens gegen seine Homosexualität gekämpft und sich mehreren Therapien unterzogen. Nun erzählt er mir seine Geschichte.Als ich 14 Jahre alt war, konnte ich es nicht nachempfinden, wenn meine Mitschüler ein Mädchen interessant fanden. Ich dachte immer, dass ich einfach länger brauche, um mich sexuell zu entwickeln. Aber ich habe Frauen nie als sexuell anziehend empfunden.Für mich war das ein riesiges Problem. Meine Eltern haben mich freikirchlich-evangelikal erzogen. Unser Glaube war sehr bibeltreu orientiert. Mir war klar: Ich möchte mein Leben nach dem Willen Gottes gestalten – da hatte Homosexualität keinen Platz. In meinem Kopf hatte Gott immer einen Plan für mich.Mein Schwulsein habe ich als Prüfung gesehen: als das Kreuz, das ich zu tragen habe. Für mich war es der Satan, der mir homosexuelle Gedanken in den Kopf setzt, um diesen Plan zu sabotieren.Ich habe versucht, gegen meine Sexualität anzukämpfen, bin aber immer mehr verzweifelt. Weiterlesen auf bento.de

  • Warum gebe ich nicht einfach zu, dass ich schwul bin?
    von Matthias Kreienbrink am 19. Oktober 2019 um 14:42

    Eigentlich lebt unser Autor offen queer. Eigentlich. Es war zuletzt bei der Schlüsselübergabe. Ich war happy und erleichtert, nach langer Suche endlich eine neue Wohnung in Berlin gefunden zu haben. Doch dann fragte meine Vermieterin beim Blick auf den Ring an meinem Finger: "Zieht Ihre Verlobte hier auch ein?" Ich hätte sagen können, dass ich keine Verlobte habe, weil ich nicht auf Frauen stehe. Dass ich gerade auch keinen Freund habe. Es wäre ein kurzer Hinweis darauf gewesen, dass ich queer bin. Stattdessen verkürzte ich:  Weiterlesen auf bento.de

  • CSD und dann? So unterstützt du queere Menschen auch im Alltag
    von Sebastian Maas am 3. August 2019 um 7:43

    Wir haben darüber mit Spice Girl Mel C gesprochen Der Berliner Christopher Street Day feierte 2019 einen legendären Besucherrekord, mit mehr als einer Million Partygästen. Aus der ursprünglichen Demo ist ein großes Volksfest geworden: Homos, Heteros und alle dazwischen tanzten gemeinsam bunt angemalt durch die Straßen (SPIEGEL ONLINE). Gleichzeitig ist die Chefin der größten deutschen Partei eine Frau, die in der Ehe für alle eine Gefahr für den Zusammenhalt der Gesellschaft sieht und offen über Intersexuelle lacht. Die stärkste Oppositionspartei im Bundestag tut ihr Bestes, um queere Menschen zu diskriminieren (queer). Wie passt das zusammen?Es gibt leider in jeder Gesellschaft Gruppen, die aus irgendeinem Grund von der Mehrheit ausgegrenzt werden: Wegen der Hautfarbe, der Religion, des Geschlechts. Laut der Dalia-Studie von 2016 beschreiben sich etwa sechs Prozent der Menschen in Europa als queer. Laut Deutschem Jugendinstitut ist es unter jungen Menschen hierzulande sogar jeder zehnte. (Bild) In jeder Gesellschaft gibt es Mehrheiten, die sich selbst als "normal" empfinden. Die meinen, alles, was vermeintlich "anders" ist, behandeln zu dürfen, als sei es "unnormal". 50 Prozent der queeren jungen Menschen berichten daher schon in ihrer Schulzeit von Beschimpfungen und Anfeindungen, 80 Prozent werden merklich diskriminiert, etwa durch Ausgrenzung oder Andersbehandlung. Sich dagegen zu wehren, ist oft gefährlich. Vor allem, wenn man allein ist. (DJI)  Weiterlesen auf bento.de

  • Das Jobtrio erklärt: Wie kann ich offen queer sein, ohne ständig darauf reduziert zu werden?
    von Jan Petter am 9. Juli 2019 um 14:12

    Heterosexuelle Kolleginnen und Kollegen erzählen bei der Arbeit wie selbstverständlich von ihren missratenen Dates, romantischen Ausflügen zu zweit oder dem bevorstehenden Pärchen-Urlaub. Queere Menschen zögern oft: Oute ich mich am Arbeitsplatz? Oder lasse ich es lieber sein?Tatsächlich verschweigen viele queere Menschen bis heute ihre Identität im Job: In einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes von 2017 waren es etwa ein Drittel der befragten Lesben und Schwulen und mehr als die Hälfte der trans- und bisexuellen Befragten. Kein Wunder: Drei von vier Teilnehmenden der Studie gaben an, im Job bereits Diskriminierung erlebt zu haben. Offen queer bei der Arbeit? Das ist noch immer eine Grundsatzentscheidung.Wer im Büro oder der Werkstatt mit der eigenen Identität offen umgeht, muss leider immer noch mit unangenehmen Nachfragen und Kommentaren rechnen."Wer ist bei euch denn die Frau?""Schminkst du dich als Lesbe eigentlich?""Triffst du dich privat eigentlich nur mit Leuten, die auch so sind?"Oft ist es vielleicht nicht einmal böse gemeint, überschreitet aber dennoch eine persönliche Grenze. Wie kann man damit umgehen? Das Jobtrio sucht Antworten. Weiterlesen auf bento.de

  • Lilits Rede vor dem armenischen Parlament ging um die Welt – seitdem fürchtet sie um ihr Leben
    von Eva Marie Stegmann am 3. Juli 2019 um 15:19

    Mit einer Rede im armenischen Parlament löste Lilit Martirosya, 28, einen Skandal aus. Ihre Geschichte ging um die Welt, sie bekam Morddrohungen – heute ist sie untergetaucht und lebt versteckt in der armenischen Hauptstadt Yerevan. Lilit ist trans, war mal Sexarbeiterin und führt eine kleine NGO, die sich für Prostituierte und LGBTQ einsetzt. Wir haben Lilit besucht – und uns ihre Geschichte erzählen lassen. Lilit betet. Es ist der Morgen des 5. Aprils, der letzte Tag ihres alten Lebens. Lilit steht vor Jesus, der als stilisierte, gütig dreinblickende Ikone neben ihrem Bett hängt. Für das, was sie im Begriff ist zu tun, braucht sie Kraft. Sicherheit. Doch sie zweifelt: Weiterlesen auf bento.de

  • Ob queer oder nicht: Die schönste Erkenntnis zum Pride-Monat findet sich in Taylor Swifts LGBT-Video
    von Hanna Zobel am 18. Juni 2019 um 16:17

    In dem Musikvideo zu Taylor Swifts neuem Song "You Need To Calm Down" sieht man die Sängerin Seite an Seite mit ihrer einstigen Erzfeindin Katy Perry und umgeben von etlichen queeren Promis: von den "Queer Eye"-Fab-Five bis zu Talkshow-Host Ellen DeGeneres und Dragqueen RuPaul. Sie alle tanzen durch eine kunterbunte Sommerwelt, mit Glitzer, rosa Drinks und extra viel Make-up. Dazu singt Swift Lyrics wie "shade never made anybody less gay" – "Beleidigungen haben noch nie jemanden weniger schwul/lesbisch gemacht".  Weiterlesen auf bento.de

  • Wie Jens Spahn künftig Ärzten und Priestern verbieten will, Homosexuelle zu "heilen"
    von Marc Röhlig am 12. Juni 2019 um 9:31

    Die Sache ist eigentlich eindeutig: Homosexualität ist keine Krankheit – und muss deshalb auch nicht therapiert werden. Ärztinnen, Psychotherapeuten und Wissenschaftlerinnen sind sich in dieser Frage einig, die Weltgesundheitsorganisation auch. (Tagesschau)Trotzdem gibt es in Deutschland Umerziehungsangebote für Schwule und Lesben, "Konversionstherapie" genannt, Kirchenvertreter bieten sie an, Esoteriker, Ärzte und Psychotherapeutinnen. Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung geht in Deutschland von etwa 1000 Fällen pro Jahr aus. (Deutschlandfunk)Nun will Gesundheitsminister Jens Spahn diese "Konversionstherapien" gesetzlich verbieten lassen.Am Dienstag hatte Jens Spahn zwei Gutachten vorgestellt, die belegen sollen, dass ein Verbot der "Konversionstherapien" nicht nur medizinisch geboten sei – sondern auch verfassungsrechtlich. Der Tenor: Die angebotenen Umerziehungen verstoßen gegen die Menschenwürde. Die "Umpolungsversuche" sind medizinisch wirkungslos. Im Gegensatz können sie aber schwere psychische Schäden bei Betroffenen verursachen.Spahn betonte, Homosexuelle müssten stärker vor Diskriminierung und Stigmatisierung geschützt werden. Er hofft nun in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium auf ein rasches Verbot der Pseudotherapien bis Ende 2019. Weiterlesen auf bento.de

  • Linus hat gegen das neue Transsexuellengesetz gekämpft – die Regierung knickt vorerst ein
    von Marc Röhlig am 16. Mai 2019 um 15:36

    In Deutschland können Transpersonen immer noch nicht selbst über ihren Körper bestimmen. Ob und wie sie eine Geschlechtsangleichung vornehmen dürfen, regelt seit 1981 das sogenannte Transsexuellengesetz (TSG). Darin steht unter anderem eine Altersgrenze für operative Eingriffe und Regeln, wann jemand seinen Namen ändern darf. Auch unterscheidet das Gesetz nur zwischen Mann und Frau. Betroffene und Verbände kritisierten das TSG lange als veraltet und ungenau – die Bundesregierung blieb dennoch jahrelang untätig. Nun sollte plötzlich eine Neuerung her: Horst Seehofers Innenministerium und Katarina Barleys Justizministerium hatten sich auf ein Update geeinigt. Doch jetzt wurde die Umsetzung des Transsexuellengesetzes ausgesetzt – wohl auch, weil Betroffene in den vergangenen Tagen Lärm gegen den Entwurf gemacht haben.Einer, der sich besonders stark engagierte, ist Linus Giese. Linus schreibt auf seinem Blog Buzzaldrins Bücher über Literatur, die ihm besonders wichtig ist – aber auch über sein Leben als trans Mann. Zum geplanten Gesetz sagt er zu bento: Weiterlesen auf bento.de

  • "Nächste Kategorie: Sex Sirenen" – Was auf einem Abend der deutschen Voguing-Szene abgeht
    von Lisa-Marie Eckardt am 17. April 2019 um 9:42

    "Show us your face! Show us your beautiful smile! Show us your flawless skin!" Es ist es heiß. Samantha, 21, steht der Schweiß schon auf der Stirn. In rosa Body und Netzstrumpfhose sitzt sie neben dem DJ-Pult und föhnt sich mit einem Mini-Ventilator das mit Strass-Steinen beklebte Gesicht. "Ich bin noch neu hier und super aufgeregt", sagt sie und streicht sich eine Strähne ihrer blonden Perücke aus den Augen. Es ist Samanthas erster Voguing-Auftritt. Weiterlesen auf bento.de

  • In einer lesbischen Beziehung gibt es keinen "Mann"!
    von Hannah Doll am 21. März 2019 um 15:04

    Früher oder später werden viele lesbische Paare von Freunden oder Bekannten gefragt, wer denn in ihrer Beziehung "der Mann ist". Dass es biologisch gesehen bei zwei Frauen natürlich keinen Mann gibt, wissen die Fragenden vermutlich. Wonach sie also eigentlich fragen: nach der Rollenverteilung in der Beziehung.  Weiterlesen auf bento.de

  • "Wenn wir streiken, steht die Welt still" - wie Desiree am Frauentag für mehr Gerechtigkeit kämpft
    von Jannis Große am 8. März 2019 um 16:01

    Wir haben sie beim Frauenstreik in Hamburg begleitet. "Küche, Ehe, Vaterland? Unsere Antwort: Widerstand!" Noch sind es ein paar Hundert Frauen, die auf dem Hamburger Rathausmarkt ihre Stimme erheben, klatschen, pfeifen, ihre Fahnen schwenken, lila Stoffquadrate mit der Aufschrift "F*STRK" – der Abkürzung für "Frauen*streik". Doch im Laufe des Freitags soll die Kundgebung wachsen, die Veranstalterinnen gehen von mehr als 5000 Teilnehmerinnen aus. Jedes Jahr demonstrieren am Weltfrauentag weltweit Menschen für die Gleichberechtigung von Frauen und allen anderen Geschlechtern. Auch in Deutschland gewinnt der Tag an Bedeutung: In Berlin ist der 8. März seit diesem Jahr ein Feiertag – zum ersten Mal seit 1994 wird an diesem Tag in Deutschland gestreikt. Und das, obwohl in Deutschland ein politischer Streik als verboten gilt. Weiterlesen auf bento.de

  • "The L-Word" kommt zurück - so hat die Serie queere Frauen beeinflusst
    von Julia Rieke am 2. Februar 2019 um 13:46

    The L-Word kommt zurück! Nach zehn Jahren erscheint Ende dieses Jahres eine neue Staffel der Serie. Sie soll aus acht Episoden bestehen und Ende 2019 ausgestrahl werden. Zusätzlich zu wiederkehrenden Charakteren soll es laut Showtime eine "neue Generation von LGBTQIA-Charakteren geben, die Liebe, Herzschmerz, Rückschläge und Erfolg in Los Angeles durchleben." (Buzzfeed News) Die Erfindering der Serie, Ilene Chaiken, wird die Serie produzieren, hauptverantwortlich soll allerdings Marja-Lewis Ryan sein. Ryan ist vor allem durch ihr Drehbuch für das LGBT-Drama "The Four-Faced Liar" bekannt geworden. Die Schauspielerinnen Jennifer Beals, Kate Moennig, and Leisha Hailey sollen außerdem als Produzentinnen an der Serie mitwirken. Weiterlesen auf bento.de

  • Frankreichs ESC-Kandidat wird homophob attackiert – so wehrt er sich dagegen
    von Fabian Schmidt am 30. Januar 2019 um 7:59

    Vor fünf Jahren hatte Conchita Wurst mit "Rise Like a Phoenix" den Eurovision Song Contest (ESC) gewonnen. Mit diesem Song war auch Bilal Hassani in der Castingshow "The Voice Kids" in Frankreich bekannt geworden – jetzt steht der 19-Jährige selbst im ESC-Finale. Doch seit seinem Sieg beim Vorentscheid am Wochenende wird er auch massiv homophob angefeindet.Bilal Hassani trägt platinblonde Haare, schminkt sich und ist offen homosexuell. Er stammt aus einer Familie mit marokkanischen Wurzeln, weshalb er im Netz nun als "Araber mit Perücke" beleidigt wird. Andere bezeichneten ihn als "Schande für Frankreich" und als "Pädophilen", teilte sein Anwalt der Agentur AFP mit. Seine Unterstützer zählten seit dem Wochenende bereits mehr als 1500 beleidigende oder diskriminierende Tweets. (BR) Gleichzeitig wird von französischen Rechten eine angebliche Aussage von Hassani verbreitet, in der er gesagt habe, er sei "kein Franzose, sondern Marokkaner" – was er aber nie gesagt hatte (AFP). Beim Vorentscheid am Samstag hatte der Sänger mit dem französisch- und englischsprachigen Song "Roi" gesiegt – "Wenn ich träume, bin ich ein König", singt er darin.  Weiterlesen auf bento.de

  • Die schwule Szene ist zu oberflächlich. Das muss aufhören!
    von Alex Baur am 24. Januar 2019 um 16:24

    Ich dachte immer, die schwule Szene wäre ein bunter, toller Ort, an dem jeder so sein kann, wie er möchte. Egal ob feminin oder maskulin, dick oder dünn, extravagant oder unscheinbar: Die Szene war in meiner Vorstellung für alle da. Doch nicht nur meine persönliche Erfahrung, sondern auch Studien haben gezeigt, dass diese bunte Szene ziemlich einsam, grau und verzweifelt ist: Ein Magazin fand in einer Umfrage heraus, dass sich 84 Prozent der queeren Männer dem Druck ausgesetzt fühlen, einen guten Körper zu haben (Attitude Magazine). In einer weiteren Studie sagte ein Drittel aller befragten schwulen Männer, dass sie wegen ihres Körpergewichts von anderen queeren Männern diskriminiert wurden (Psychology of Sexual Orientation and Gender Diversity). Weiterlesen auf bento.de

  • Wie Jahre dich verändern: Wir haben mit drei Menschen über ihre Ten-Year-Challenge gesprochen
    von Moritz Barthoff am 16. Januar 2019 um 17:57

    Weil früher nicht alles besser war Das Jahr 2019 hat gerade erst angefangen, viele Menschen schauen aber bereits zurück: Was war früher besser – und was soll in diesem Jahr endlich anders werden? Unter den Hashtags #10YearChallenge und #2009vs2019 teilen gerade Tausende Menschen ihre Entwicklung in den letzen zehn Jahren mit der Welt. Sie zeigen damit: Früher war nicht immer alles besser.Wir haben mit drei Menschen gesprochen, bei denen in zehn Jahren viel passiert ist – und erklären, warum die Challenge auch kritisiert wird.Worum geht's?Die 10-Year-Challenge fordert dazu auf, Fotocollagen auf Facebook, Twitter oder Instagram zu hochzuladen.Dafür muss man ganz schön stöbern: Links soll ein Foto aus dem Jahr 2009 stehen, rechts ein aktuelles Foto. Auch viele Promis, zum Beispiel Nicki Minaj und Anne Hathaway, haben mitgemacht: Weiterlesen auf bento.de

  • Wenn Heterosexuelle behandelt würden wie Schwule und Lesben
    von bento Redaktion am 1. Januar 2019 um 9:27

    "Ich wollte schon immer eine heterosexuelle Freundin!" "Ich hab ja nichts gegen euch, aber müsst ihr das wirklich so zur Schau stellen?" – Sätze wie diesen hat fast jeder queere Mensch schon gehört. Aber neben offener Diskriminierung oder Beleidigungen sind es oft die kleinen, unüberlegten, klischeegeladenen Aussagen, die Schwulen und Lesben das Leben schwer machen – oder einfach nur nerven. Schon klar, die meisten heterosexuellen Menschen bezeichnen Schwule und Lesben nicht mit böser Absicht als "bunte Vögel" oder stellen Fragen wie: "Wer ist bei euch eigentlich die Frau und wer der Mann?" (Überraschung, dieses Geschlechterverhältnis gibt es in homosexuellen Beziehungen nicht). Trotzdem verstehen die wenigsten, dass queere Menschen solche Fragen stören – und dass sie auch oftmals ziemlich respektlos sind. Aber wie wäre es, wenn Heterosexuelle behandelt würden wie Schwule und Lesben? Das erfahrt ihr im Video oben. Weiterlesen auf bento.de

Queer

Eine illustrierte Geschichte

In Form eines Sachcomics erzählen die Autorinnen über die Entstehung von Queer-Theorie und LGBTQ*-Aktivismus. Es geht um Identitätspolitik, Geschlechterrollen, Privilegien, Ausschlüsse und die Frage, warum wir Geschlecht und Sexualität so sehen, wie wir es heute tun. »Queer« zeigt, wie diese Themen mit unserem Verständnis von Biologie, Psychologie und Sexualwissenschaft verbunden sind und wie queere Perspektiven immer wieder herausgefordert wurden. Der Comic führt durch die historischen Entwicklungen, erklärt Begrifflichkeiten und stellt Bewegungen sowie einzelne Theoretiker*innen vor, die unsere Einstellungen zu dem, was ›normal‹ ist, verändert haben – so zum Beispiel Alfred Kinsey und seinen Blick auf Sexualität als ein Spektrum zwischen Hetero- und Homosexualität oder Judith Butlers Perspektive auf Geschlecht als soziale Konstruktion.

Queer Book Cover Queer
Julia Scheele, Meg-John Barker
Politik
Unrast Verlag
2018
Taschenbuch
184
978-3-89771-311-6

Schweizer Partnerschaftsgesetz

Seit dem 1. Januar 2007 ist nun das Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft gleichgeschlechtlicher Paare in Kraft. Die Schweiz war das einzige Land, in dem eine Volksabstimmung über ein solches Gesetz stattfand; dies am 5. Juni 2005.

Den aktuellen Gesetzestext findet ihr im Portal der Schweizer Regierung unter Bundesrecht.

Die Bundesverwaltung hat mit Stand vom 1. Januar 2007 ein Infoblatt über die eingetragene Partnerschaft veröffentlicht.