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Beziehungen zu den Kirchen, nicht immer einfach

Sexualität und Kirche

Gottesdienst- und Andachtspraxis zu Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*sexualität

Homo-, Bi-, Transirgendwas… tja, also „halt irgendwie anders“. Nicht erst seit der „Ehe für alle“ sind sexuelle Orientierungen und Identitäten vielfach Gesprächsthema. Aber was tun, wenn ein homosexuelles Paar eine grosse Hochzeit feiern will und dies den Kirchenvorstand spaltet? Was tun, wenn einem der Kollege anvertraut, dass er sich im falschen Körper fühlt – und das endlich seiner Gemeinde beibringen muss, irgendwie. Was tun, wenn eine Jugendliche auf der Konfifahrt sagt, dass sie Mädchen liebt, und deshalb gemobbt wird?

Einfache Antworten kann auch dieses Buch nicht geben, aber es kann Ratgeber sein, der über Sprachlosigkeit hinweghilft. Mit Predigten und Liturgievorschlägen bietet es Ideen, über Andachten und Gottesdienste zum Thema Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*sexualität ins Gespräch zu kommen und eigene Andachten und Gottesdienste zu gestalten. Zusätzlich liefert es Hintergründe in Form biografischer Interviews: So berichtet eine Pfarrerin über ihr Coming-Out als Trans*frau, und eine Mutter erzählt über die Betreuung ihres Inter*kindes in einem evangelischen Kindergarten.

Eine gute Rezension findet sich bei evangelisch.de: Was Joseph und Billy Elliot gemeinsam haben

Sexualität und Kirche Book Cover Sexualität und Kirche
Gabriele Meister
Kirche
Vandenhoeck + Ruprecht
2019
Taschenbuch
174
978-3-525-62444-9
9783647624440 (pdf)

Nicht mehr schweigen

Der lange Weg queerer Christinnen und Christen zu einem authentischen Leben

Sie haben lange ein Doppelleben geführt. Aus Angst, abgelehnt und ausgegrenzt zu werden. Nach aussen haben sie sich angepasst. Aber in ihrem Inneren tobte ein Kampf: Zwischen Angst und Sehnsucht, zwischen christlicher Norm und ihren wahren Gefühlen. Nun brechen 25 von ihnen ihr Schweigen und sprechen über ihre Homosexualität und/oder Transidentität.
Es sind die Geschichten von Timo, Karen, Roland, Paul, Matthias, Valeria, Michael, Danilo, Birgit, Rainer, Susanne, Micha, Melanie, Micha, Anke, Benjamin, Annette & Melina, Elena, Thomas & Janina, Markus, Rachel, Peter, Karin, Timo und Thea. Sie alle erzählen von der existenziellen Suche nach Identität. Von Konflikten mit ihren Kirchen und Gemeinden. Vom Glauben, den sie trotz leidvollen Erfahrungen nicht aufgegeben haben. Ihre Geschichten sind der bewegende Beleg dafür, dass Gottes Liebe kein Aber kennt.
Mehr Informationen zum Buch unter www.nicht-mehr-schweigen.de.

Nicht mehr schweigen Book Cover Nicht mehr schweigen
Timo Platte (Hrsg.)
Kirche
Pro Business
2019
Klappenbroschur
288
978-3-96409-075-1
9783964098115 / B07MM2BWGV

Eine Brücke bauen

Wie die katholische Kirche und schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Menschen eine wertschätzende Beziehung finden.

Mit diesem mutigen Buch hat der amerikanische Jesuit und Bestseller-Autor in den USA eine heftige Debatte in Gang gesetzt: Viele schwule, lesbische, transgender Katholiken fühlen sich in ihrer Kirche nicht willkommen und ausgeschlossen. Für James Martin sind sie Mitglieder der Kirche wie alle anderen auch: »Für Jesus gibt es nicht die und wir«.

Anhand dreier zentraler Begriffe aus dem katholischen Weltkatechismus (Respekt, Mit-Fühlen und Empathie) entwirft er einen Weg, wie VertreterInnen der katholischen Kirche ihren schwulen, lesbischen und transgender Gläubigen begegnen können und umgekehrt: wie diese eine Beziehung zu ihrer Kirche aufbauen können. Für eine Kirche im Umbruch ein Buch zur rechten Zeit!

Eine Brücke bauen Book Cover Eine Brücke bauen
James Martin
Kirche
Patmos
2018
Hardcover
224
978-3-8436-1050-6

«Liebe ist»

fünfte Feier für gleichgeschlechtlich Liebende

Am Freitag, 1. Juni feierten gleichgeschlechtlich Liebende, ihre Freunde und Angehörige sowie weitere interessierte Menschen zusammen in der katholischen Kirche Suhr. Eine bewegende Stunde, während der die einen weinten und andere Freudensprünge vollführten.

Gefunden in „Horizonte“, Marie-Christine Andres Schürch, 3.6.18

In der Kommunikation ist Gott ein Problem

Peter Felber berät Kirchgemeinden, wie sie sich besser verkaufen können. Er erklärt ihnen, dass Marketing Liebe und manchmal auch ein schlecht besuchter Gottesdienst ein Erfolg ist.

Das Interview in reformiert. vom 25. April 2018

Hat eigentlich wenig „mit uns“ zu tun, ist aber lesenswert, vor allem für Leute die meinen, früher sei alles besser gewesen und Ursache allen Übels sei die „liberale Theologie“.

Der Priester / Priest

Zerrissen zwischen Glaube, Liebe und Sünde

Er ist ein junger Geistlicher, der in Liverpool mit dem wirklichen Leben konfrontiert wird: mit einer Gemeinde, in der der soziale Sprengstoff geradezu auf der Strasse liegt, und in der die Leute trotzdem ihren Witz und ihre Wärme nicht verloren haben. Mit einem Priesterkollegen, der um einiges älter, aber wesentlich liberaler ist, als er selbst. Mit dem Beichtgeheimnis, das er eigentlich brechen müsste, um eine Schülerin vor ihrem eigenem Vater zu retten. Und mit seinen sexuellen Ambitionen, die ihn in tiefen Widerstreit zwischen seinen Gefühlen, seinen Überzeugungen und den Dogmen der Kirche stürzen. Provozierend und unterhaltsam steht Regisseurin Antonia Bird mit ihrem Gespür für Authentizität in der besten Tradition des New British Cinema. „Der Priester“ wurde ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin ’95, mit dem Michael Powell Award als Bester Spielfilm in Edinburgh 1994 und mit dem Publikumspreis bei den Internationalen Filmfestspielen in Toronto 1994.

Der Priester Book Cover Der Priester
Videos, Filme
Schröder Media
1994 / 2017 (DVD)
DVD
Antonia Bird
Linus Roache, Robert Carlyle, Cathy Tyson, Tom Wilkinson
9120052893496 / ASIN: B01N2BEUY0

Und GOTT sah, dass es sehr gut war

Katholische LSBT-Menschen aus Europa erzählen ihre Geschichten

„Die Geschichten der 34 LSBT-Katholik_innen in diesem Buch werden Ihr Leben verändern“, versichert Schwester Jeannine Gramick in ihrer Einleitung. Hier finden Sie 34 persönliche Geschichten zu sechs Themen: Familie, Ist der Katholizismus Heimat?, Ein religiöses Leben, Eine lange Reise, Bedeutende Erlebnisse und Einsatz für Verständnis und Akzeptanz. Die lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen und die Autor_innen, die sich in die binäre Geschlechterordnung nicht einordnen können, sind zwischen 20 und 80 Jahren alt und leben in 13 europäischen Ländern: Albanien, Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, Spanien und Tschechien. Diese Geschichten sollen leise oder laut gelesen werden und zwar von allen Menschen – religiös oder nicht, LSBT oder nicht. Die Autor_innen teilen ihre Geschichten darüber, LSBT und katholisch zu sein, um dazu beizutragen, Bewusstsein, Verständnis und Akzeptanz für LSBT-Katholik_innen zu fördern, und die Wege derer zu ebnen, die noch daran arbeiten, wie sie LSBT- und Katholisch-Sein gleichzeitig leben können.

Und GOTT sah, dass es sehr gut war Book Cover Und GOTT sah, dass es sehr gut war
Hazel Barnes, Sandra Taylor
Theologie und Homosexualität
Esuberanza
2016
Taschenbuch
224
978-9088830211 (Amazon)

Arbeitskreis Regenbogenpastoral im Bistum Basel

Seit dem Sommer 2016 gibt es im Bistum Basel neu den Arbeitskreis Regenbogenpastoral:

Egal, wen wir lieben und wie wir uns identifizieren – wir alle wollen angenommen sein. Ob wir homo-, bi- oder heterosexuell sind, ob das uns bei Geburt zugeschriebene Geschlecht wirklich unseres ist oder nicht, ein erfülltes Leben wünschen wir uns alle. Leben in Fülle wurde uns versprochen. Dieses möglich zu machen, sind wir gemeinsam auf dem Weg. Arbeitskreis Regenbogenpastoral im Bistum Basel weiterlesen